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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Retro Racer im Test

Royal Enfield Desert Storm gegen Continental GT

Mit der Royal Enfield auf Zeitreise

Cooler Look und bäriger Sound: Royal Enfield bringt die gute alte Zeit zurück. Auf zum Stil-Duell der besonderen Art: Playboy-Motorchef Michael Görmann reitet die kernige „Desert Storm“ und Playmate Doreen Seidel den Cafe Racer „Continental GT“

Royal Enfield ist in Sachen Stil und Coolness kaum zu schlagen. Die Marke, in England geboren und heute in Indien beheimatet, bietet ungeheuer viel Motorrad-Spaß. Ihre bulligen 1-Zylinder-Motoren bringen satten Sound, und das Wichtigste: Was nach Metall aussieht, ist auch Metall. Eine wohltuende Ausnahme im Heer jener modernen Plastikbomber, die mit Verkleidungen, Abdeckungen und unzähligem Elektronik-Klimbim überfrachtet sind. Royal Enfields werden noch per Hand zusammengebaut.

Auf einem solchen relativ schwach motorisierten Bike geht es natürlich nicht um Geschwindigkeitsrekorde, sondern um stilvolles Motorradfahren. Es sind ehrliche Mopeds mit überschaubarer Technik, die noch dazu für einen sehr überschaubaren Preis zu haben sind. Schon für weniger als 6000 Euro gibt es einen eleganten Two-Tone-Cruiser („Classic“) und für wenig mehr eine werksseitig veredelte Version mit chromglänzendem Tank und allerlei blitzenden Zierteilen.

Eine raue Militär-Maschine und einen coolen Cafe 
Racer lassen wir heute gegeneinander antreten. Unsere 
beiden Tester fahren, erleben, schreiben und vergeben Punkte: von eins (ungenügend) bis sechs (perfekt). Ein Duell in Sachen Speed, Style, Sound und Sex-Appeal. Los geht’s! Desert Storm: Die „Desert Storm“ sieht aus, als sei sie gerade aus einer Zeitmaschine gefahren. Doch sie wird – in genau dieser Form – noch heute von den Kradmeldern des indischen Militärs eingesetzt. Das macht sie so authentisch. Hier ist nichts nur Schau. Alles ist echt und funktional. Volle Punktzahl!

Style

Continental GT: Dieser Cafe Racer ist definitiv kein Motorrad, das man oft auf der Straße sieht. Royal Enfield ist dem Design von damals wirklich treu geblieben. Die einsitzige Höckerbank, fein gestaltete Schriftzüge – besser geht’s nicht. Sie verdreht den Leuten den Kopf. Das sagt schon alles.

Desert Storm: Was will man von 28 PS erwarten? Jedenfalls keine Wunder. Aber das ist auch gar nicht nötig. Der Fahrer sitzt so aufrecht, dass ihm alles ab 120 km/h sowieso nur die Arme langzieht. Dieses Bike ist ein Werkzeug. Mit jedem Auspuff-Blubber schnitzt es an den Konturen seines Besitzers, gibt ihm Ecken und Kanten. Dafür braucht es keine Pferdestärken. Drei Punkte.

Speed

Continental GT: Auf dem Papier ist sie minimal stärker. Doch was kann man von 29 PS erwarten? Klar, ebenfalls fast nichts. Das Bike ist nicht gebaut, um Ampelrennen zu gewinnen. Doch genau das ist der Hintergrund der ganzen Cafe-Racer-Szene. Vor dem „Ace Cafe“ bei London trafen sich die coolen Kids zum Beschleunigungsduell. So etwas geht mit der GT keinesfalls. Daher nur zwei Punkte.

Desert Storm: Bärig! Bäriger noch als bei der GT. Und das will etwas heißen. Der gerade nach hinten verlaufende Auspuff sieht nicht nur verteufelt gut aus, er lässt die Maschine auch genauso klingen, wie es ihr Aussehen verspricht. Da kann sich mancher großvolumige Motor der Konkurrenz ein Scheibchen abschneiden. Vier Punkte.


Sound

Desert Storm: Bärig! Bäriger noch als bei der GT. Und das will etwas heißen. Der gerade nach hinten verlaufende Auspuff sieht nicht nur verteufelt gut aus, er lässt die Maschine auch genauso klingen, wie es ihr Aussehen verspricht. Da kann sich mancher großvolumige Motor der Konkurrenz ein Scheibchen abschneiden. Vier Punkte.

Continental GT: Für einen Halbliter-Einzylinder klingt die GT erstaunlich voluminös. Doch auch hier zeigt das Schwestermodell, dass eigentlich mehr drin sein könnte. Schlafende Kühe wurden auf unserer kleinen Tour durchs Alpenvorland zwar geweckt, aber nicht erschreckt. Das ist befriedigend. Aber nicht gut. Drei Punkte.

Sex-Appeal

Desert Storm: Sie hat ihren eigenen Charme, ihre ganz eigene Sexiness. Klar ist die Military weder elegant noch ungewöhnlich de­signt. Doch sie ist mehr als die Summe ihrer matt lackierten Teile. Dieses Bike katapultiert uns in die gute alte Zeit. Das macht es konsequent. Und das macht es äußerst sexy. Fünf Punkte.

Continental GT: Mit Doreen Seidel auf der Sitzbank ist natürlich jede Maschine sexy. Aber auch ganz allein für sich betrachtet, muss man Royal Enfield zu diesem Designwurf gratulieren. Die historische Tankform, die Spiegel an den Lenkerenden und vor allem das heiße Rot machen die GT zum Headturner. Fünf Punkte also auch für sie.


Fazit

Auch wenn es so aussieht: Dieses Duell hat keinen Verlierer. Beide Bikes sind außergewöhnlich, nur passen bei der GT Leistung und Sound nicht ganz zum Anspruch an einen echten Cafe Racer. Daher fährt sie nur als zweiter Sieger durchs Ziel. Cool sind sie beide, aber die „Desert Storm“ ist auch konsequent.

Autor: Michael Görmann
Autor: Doreen Seidel
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