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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Stars auf vier Rädern

Neuheiten 2017 vom Genfer Autosalon

Superschnell, superluxuriös, super-elektrisch (Scherz)

Auf dem Genfer Autosalon (9.-19. März 2017) geht es hauptsächlich um drei Themen: elektrische Antriebe, Super-SUVs und Superleistung. Wir haben die ersten Stars der Messe

ABT TT RS-R

Der Allgäuer Veredler zeigt in Genf einen R8, das Super-SUV ABT SQ7, den ABT RS6+ auf Basis des RS6 Avant Performance und als einen heißgemachten TT. Der ABT TT RS-R ist mit 500 PS (statt 400 ab Werk) der stärkste TT aller Zeiten.

Der auf 50 Stück limitierte Wagen hat ein optimiertes Motormanagement (Chiptuning), Sportfahrwerk und Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse. Optisch wurde er ebenfalls neu gestylt. Frontspoiler, Grillrahmen, Frontflics und Frontblades bestehen aus Kohlefaser, ebenso Seitenschwelleraufsätze mit Sideblades sowie ein mehrteiliger Heckschürzenaufsatz. Vorn und hinten machen TT RS-R-Schriftzüge auf die Sonderausführung aufmerksam. Weitere Features: Edelstahl-Abgasanlage mit Doppelendrohrblende und schwarze 20-Zoll-Felgen mit "diamantbedrehtem Horn". Innen sind die Sitzblenden und die Seiten der Mittelkonsole mit Kohlefaser überzogen.


(Renault) Alpine

Anfang der 1970er-Jahre machte die Renault Alpine A110 dem Porsche 911 bei Rallyes das Leben schwer. Bei der Rallye Monte Carlo und der Col de Turini schrieben die Franzosen Motorsportgeschichte. Der kleine, leichte Franzose war auch auf der Straße ein beliebter Sportwagen. Aber kein Bestseller. 1995 wurde die Marke eingestellt.


Jetzt ist Alpine wieder da. Als eigene Marke, unter dem Dach des Renault-Konzern. Nachdem 2015 in Le Mans ein erster Prototyp gezeigt und im März 2016 das Konzeptauto „Alpine Vision“ in Monaco enthüllt wurde, ist es nun am 7. März 2017 endgültig so weit. Um 13:15 Uhr an diesem Tag werden Alpine-Managing Director Michael van der Sande und Chefingenieur David Twohig das Serienfahrzeug enthüllen. In den Handel kommt der Wagen dann Ende 2017. Er wird wieder Alpine A110 heißen.

Fotos gibt es noch nicht. Nur das Konzeptauto können wir zeigen. Klar ist, dass der A110 das charakteristische Vier-Augen-Gesicht und die ebenso typische, bombierte Heckscheibe haben wird. Damit erinnert er an sein historisches Vorbild. Besonderer Clou: Sowohl die Karosserie als auch das Chassis sollen komplett aus Aluminium gefertigt werden.

Von den technischen Daten ist einiges bekannt. Der Mittelmotor-Sportwagen wird einen Vierzylinder-Turbomotor mit 1,8 Litern Hubraum bekommen. Es geht also nicht um Superleistung durch viel PS, sondern durch Leichtbau. Schätzungsweise 270 PS treiben ihn in weniger als 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, verspricht Renault. Das Konzeptauto hatte im Cockpit ein großes Zentral-Display, Alu-Kippschalter, freiliegende Sitzstreben und Schaltwippen am Lenkrad. Ob das alles es in die Serie schaffen wird – abwarten.

Im beliebten Segment der kleinen, agilen Sportwagen tritt also ein neuer Gegner an. Hauptkonkurrenten für die Alpine sind Audi TT, BMW Z4, Nissan 370Z, Porsche Cayman und Alfa 4c. Sie dürfen dann schon mal die Motoren warm laufen lassen. Das wird vermutlich ein harter Fight.

Update (2.März): Renault hat zwei Bilder der Alpine A110 veröffentlicht. Hier sind sie:


Update (7. März): Der Wagen ist enthüllt. Hier die aktuellen Bilder


 

Audi Q8 sport concept

Audi präsentiert auf dem Genfer Autosalon sechs Neuheiten. Weltpremiere haben der Audi Q8 sport concept und das neue RS 5 Coupé.

Der Q8 sport concept soll laut Audi „maximales Prestige, dezidierte Sportlichkeit und visuell präsente Technologie in allen Bereichen“ bieten. Der 3.0 TFSI-Sechszylindermotor wird mit einem Mildhybrid-System und einem elektrisch angetriebenen Verdichter kombiniert. Ergebnis: 350 kW (476 PS) und 700 Newtonmeter Drehmoment, 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h. Die Reichweite soll jenseits von 1.200 Kilometern liegen.

Im Vergleich zum Q8 concept, den Audi im Januar auf der Automesse in Detroit präsentierte, haben die Radhäuser in der Breite noch einmal um je 12 Millimeter zugelegt.

Das neue Bedienkonzept setzt auf große Touchscreens und das "virtual cockpit" mit Head-up-Display und Augmented Reality. Die reale und die virtuelle Welt würden miteinander verschmelzen, so Audi.


Audi RS 5 Coupé

Audi spricht vom „Gran Turismo unter den RS-Modellen“. Ein neu entwickelter 2.9 TFSI V6-Biturbo leistet 331 kW (450 PS) und 600 Nm Drehmoment – 170 Newtonmeter mehr als beim Vorgänger. So beschleunigt das Topmodell der A5-Familie in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Mit dem gegen Aufpreis erhältlichen „RS-Dynamikpaket“ erreicht es 280 km/h Spitze. Die Kraft des V6-Motors gelangt über Achtstufen-tiptronic asymmetrisch 40:60 an beide Achsen.

Bei der Formgebung des RS 5 Coupé haben sich die Designer von Motorsport-Details des Audi 90 quattro IMSA GTO inspirieren lassen. Neben dem breiten, flachen Singleframe prägen massive Lufteinlässe die Front. Die Radhäuser wurden um 15 Millimeter verbreitert. Am Heck gibt’s einen Diffusoreinsatz, ovale Endrohre und eine aufgesetzte Spoilerlippe.

Weitere Audi-Neuheiten: RS 5 DTM, RS 3 Sportback, SQ5 TFSI und A5 Sportback g-tron


Brabus 650 Cabrio

Noch ein Rekord: Mit 650 PS, 820 Nm Drehmoment und einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ist das Brabus 650 Cabrio die stärkste offene Mercedes C-Klasse aller Zeiten. Satte 140 PS stärker als das Serienfahrzeug.

Basis ist der C 63 S mit Biturbo-V8. Wenn er die Werkstatt des Bottroper Veredlers verlässt, braucht er gerade einmal 3,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Brabus hat im Windkanal einige Neuteile für die Karosserie entwickelt. Jede Menge Kohlefaser ist da Pflicht. Dazu gibt’s 20 Zoll große Schmiederäder, die an einem höhenverstellbaren Gewindefahrwerk befestigt sind. Der Verstellbereich liegt zwischen 20 und 40 Millimetern Tieferlegung, die an Vorder- und Hinterachse individuell verändert werden kann. Also amerikanische Highjacker-Optik ab Werk...

Zwei neue Turbolader („mit größerer Verdichtereinheit und einer speziellen Rumpfgruppe mit verstärkter Axiallagerung“, so Brabus) und ein verändertes Motormanagement machen die extreme Leistungssteigerung möglich. Ein Zusatzsteuergerät liefert die Kennfelder für die elektronische Ladedruckbegrenzung, Einspritzung und Zündung. Die Edelstahl-Sportabgasanlage mit doppelflutigen Endrohren hat eine Klappensteuerung mit „Coming home“-Modus. Das macht den Wagen zumindest akustisch schwiegermuttertauglich.

Im Cockpit geht es mit schwarzem Leder und azurblauen Dekorelementen weiter. Die Designer haben auf den Sitzen sogar einige Perforationen blau hinterlegt. Dazu gibt’s diverse Karbon-Elemente und eine Aluminium-Pedalerie.

Übrigens: Der Wagen könnte noch schneller als 320. Er wird elektronisch abgeregelt.


Brabus Ultimate 125

Zweite Neuheit bei Brabus. Ein Smart. Aber nicht irgendein Smart. Ein Smart, der 175 km/h fährt!

Brabus nennt seinen „Ultimate 125“ den „ultimativen Stadtsportwagen“. Zu haben ist er wahlweise als Coupé oder Cabrio. Die weiteren Daten: 125 PS, 200 Nm Drehmoment und 9,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch begrenzt. Theoretisch könnte der Wagen noch mehr, aber angesichts des kurzen Radstands (nur 1867mm!) wird der Zwerg irgendwann schwer beherrschbar.

Das 898 cm³ große Motörchen wird mit einem modifizierten Ansaugsystem, effizienterem Ladeluftkühler und neu kalibriertem Motormanagement heiß gemacht. Kaum eine andere Maschine holt aus derart wenig Hubraum soviel Leistung.

Sportfahrwerk, Edelstahl-Sportauspuff, Sonderlack nach Wunsch (auf unseren Bildern „Blu Glauco“), Karosserieverbreiterungen sowie 18-Zoll-Schmiedefelgen sind Serie. Der kleine Racker steht auf Reifen der Dimension 205 (vorn) bzw. 235.

Geschaltet wird der Ultimate 125 wahlweise automatisch oder manuell wie in der Formel 1 über Lenkradwippen am Lenkrad. Eine neu programmierte Schaltelektronik verkürze die Schaltzeiten, verspricht Brabus. (Wer so etwas einzeln sucht, findet ein ähnliches System als Pedalbox)

Große Teile des Innenraums werden mit besonders weichem "Mastikleder" bezogen, für das Brabus bereits seit einiger Zeit bekannt ist und das exakt auf die Karosseriefarbe abgestimmt wird. Dazu gibt’s veredelte Armaturenringe, Hebel und Türgriffschalen, Edelstahl-Pedale sowie einen Schaltknauf und den Handbremshebel aus Aluminium.

Der Name des Fahrzeugs bezieht sich übrigens nicht nur auf die Leistung. Es wird auch nur 125 durchnummerierte Exemplare geben. Preise: 49.980 Euro für die geschlossene Variante und 52.800 Euro für das Cabrio.


Ferrari 812 Superfast

Zwölf Zylinder sind das Maß der Dinge. Nicht nur bei Ferrari. Der neueste V12-Renner heißt 812 Superfast.

Zwei Komma neun Sekunden. Fast schneller, als man die Zahl aussprechen kann, soll der neue Ferrari aus dem Stand auf 100 km/h sprinten. Die jüngste Ausbaustufe der 12-Zylinder-Hochleistungssportwagen aus dem italienischen Maranello geizt nicht mit Superlativen. Er ist der stärkste benzingetriebene Ferrari aller Zeiten. Gedacht für Kunden, die es schnell und komfortabel mögen, auf der Rennstrecke genauso wie auf dem Weg dorthin. Der 812 Superfast soll der ideale, der beste, der exklusivste Ferrari überhaupt sein. „Superfast“, da klingelt’s doch? Und richtig. Vor rund 50 Jahren hatte Ferrari schon einmal einen Superfast im Programm. Mit 400 PS war der „500 Superfast“ im Jahr 1964 exakt halb so stark wie sein heutiger Nachfahre. Und optisch eher ein Stufenheck-Coupé als ein reiner Sportwagen.

Optisch erinnert der Neue wiederum an den F12, jedoch lassen die markanten Radläufe, die nachgeschärften Scheinwerfer-Konturen und die Lufteinlässe an den hinteren Seitenscheiben alles noch etwas aggressiver erscheinen. Der vordere Lufteinlass ist nunmehr einteilig und gerade wie bei der Corvette C7. Dazu gibt’s ein getunneltes Heck mit vier runden Rückleuchten – so wie einst beim legendären 365 GTB4 Daytona, an den Ferrari mit dem 812 ausdrücklich erinnern will.

Wer das Heck in den Wind stellen möchte, aktiviert die „Side-Slip-Control“. Damit sind kontrollierte Drifts möglich.


McLaren 720S

McLaren zeigt mit dem 720 S den „Super Series“ der zweiten Generation und verspricht phänomenale Leistungen: 0–200 km/h in 7,8 Sekunden und nur 4,6 Sekunden (bzw. 117 Meter) zurück auf Stillstand. Damit braucht der Wagen sechs Meter weniger als der 650S und liegt fast auf dem Niveau des legendären McLaren P1. Der Wagen hat ein Kohlefaserchassis und wiegt nur 1283 Kilo. Aus dem Stand auf Tempo 100 geht es in nur 2,8 Sekunden.

Angetrieben wird der 720S von einem neuen Biturbo-V8 mit vier Litern Hubraum. Die Maschine leitet 720 PS und 77 Nm Drehmoment.

"Neben seinem Fahrgenuss  und der hervorragenden Fahrereinbindung, für die die Marke bekannt ist, wird sich McLarens neuer Supersportwagen auch bei alltäglichen Fahrten übertreffen", sagt Cheftestfahrer Chris Goodwin. "Die extreme Leistung und die dynamischen Fähigkeiten der Super Series bieten die perfekte Grundlage für den vollkommensten Supersportwagen über den gesamten Nutzbereich.“

Wie unterhaltsam solche Entwicklungsarbeiten aussehen können, beweist McLaren in diesem Video, das Chris Goodwin auf der Teststrecke zeigt. Viel gebremst wird da allerdings gar nicht...

Die außergewöhnliche Verzögerungsleistung der Super Series der zweiten Generation habe man „durch ein besonders strenges Entwicklungsprogramm erreicht“, sagt McLaren. Leichtere, steifere Bremssättel, Kohlefaser-Keramik-Bremsscheiben und ein optimiertes Bremspedalgefühl sowie die Regelung im Grenzbereich sind die Schlüsselelemente. Auch die Reifenleistung ist entscheidend. Zusammen mit Pirelli entwickelten die McLaren-Ingenieure einen neuen „Pirelli P Zero Corsa“-Reifen, der im Vergleich zum Pneu des McLaren 650S den mechanischen Grip um sechs Prozent verbessern soll.

Die neue McLaren Super Series setze im Cockpit auf eine neue Informationsdarstellung. Hier kommen zwei hochauflösende Bildschirme zum Einsatz; ein „Folding Driver Display“ und ein zentraler Infotainment-Touchscreen. In Kombination mit einem „leichten, luftigen und lichtdurchfluteten Innenraum, der eine unvergleichliche Rundumsicht und Geräumigkeit bietet“, werde „dieses Niveau der Raffinesse eine Fahrerumgebung bieten, die sich schnell als die anspruchsvollste der Supersportbranche etablieren wird“. Entwicklungs-Chef Mark Vinnels erklärt: "Das Folding Driver Display ist revolutionär und bietet zweierlei, sowohl die ausgewählte Darstellung an Informationen als auch die angepasste physikalische Position, erfüllt so die Vorlieben seiner Fahrer und ist zugleich ein herrliches Stück ingenieurstechnisches Theater.“

Im Vollanzeige-Modus, Standard bei der Entriegelung des Fahrzeugs, bietet das "Folding Driver Display" seine umfangreichen Informationen auf einem vollständig ausgefahrenen TFT-Bildschirm, wobei das Anzeigeformat jeweils vom eingestellten Modus (Comfort, Sport oder Track) abhängt. Im "Slim Display Mode" klappt das Fahrerdisplay nach unten ein, um nur wesentliche Informationen auf einem Streifen anzuzeigen. Das Driver Interface wird ergänzt durch Schalter aus massivem Aluminium mit Lederbesatz.

Der acht Zoll große „Central Infotainment Screen“ in der Mittelkonsole zeigt mehrere Anwendungen gleichzeitig auf einem vertikalen Touchscreen-Karussell, bietet die Kontrolle über Audio-, Medien-, Navigations- und andere Komfort-Features sowie mehrere schnelle Zugangsschlüssel.

Der Preis für dieses Meisterwerk englischer Ingenieurskunst steht auch bereits fest: 247.350 Euro. Schon im Mai ist er im Handel.


Mercedes-AMG GT Concept

AMG emanzipiert sich im Daimler-Konzern immer weiter. Jetzt nennen sie sich bereits offiziell nicht mehr nur Performance-Marke, sondern „Sportwagen- und Performance-Marke“. Kein Wunder: Nach dem SLS AMG und dem AMG GT steht mittlerweile die dritte Baureihe in den Startlöchern, die AMG komplett in Eigenregie am Firmensitz Affalterbach entwickelt hat. Der Mercedes-AMG GT Concept gibt einen Ausblick auf die künftigen Serienmodelle.

Es geht um alternative Antriebskonzepte. Doch statt auf reinen Elektro-Antrieb setzt AMG auf den Hybrid, also eine Kombination aus altmodischem Verbrenner und einem Elektromotor. Wobei der Elektroantrieb auch weniger der Verbrauchssenkung dient (auf dem Papier natürlich schon), sondern vielmehr als Booster eingesetzt wird, der dem Wagen zusätzliche Power verleiht, zum Beispiel beim Beschleunigen aus Kurven heraus. „EQ Power+“ steht auf dem Konzeptfahrzeug, das auf dem Genfer Autosalon präsentiert wird. Diese Bezeichnung werden zukünftig alle Performance-Hybride von Mercedes-AMG erhalten.

Das Showcar ist kein reiner Sportwagen, sondern eine Coupé-Limousine. Mit pfiffigen Details wie etwa Miniaturkameras statt Außenspiegeln, vollversenkten Türgriffen (Tesla lässt schön grüßen) oder verstellbaren Lamellen im vorderen Lufteinlass. Dieses System kennt man bereits aus dem GT-R. Es kann abhängig von der Motortemperatur die Menge der einströmenden Kühlluft vollautomatisch regulieren.

„Damit erweitern wir die GT-Familie um eine viertürige Variante“, sagt AMG-Chef Tobias Moers. Der Wagen habe eine „überzeugende elektrische Reichweite“ (wobei deutsche Autobosse in der Regel bereits überzeugt sind, wenn die Ingenieure ihnen 60 Kilometer anbieten) und eine Systemleistung von maximal 600 kW in seiner letzten Ausbaustufe. Moers: „Er erledigt den Sprint von 0-100 in weniger als drei Sekunden – was Supersportwagenniveau entspricht.“ Der Allradantrieb wird durch die Elektromaschine unterstützt. Sie treibt die Hinterräder direkt an und wirkt wie ein zusätzlicher Booster. Außerdem können per Torque Vectoring unterschiedliche Drehmomentwerte an die einzelnen Räder geschickt werden.

Das Konzeptfahrzeug gibt bereits einen Hinweis auf das Exterieur-Design des kommenden Serienmodells: muskulöse Proportionen und klare Flächengestaltungen mit einer stark geneigten Windschutzscheibe. Die Motorhaube mit den beiden Powerdomes reicht wie bei Rennwagen bis an die Radhäuser.

Die Farbe namens „Hot Red“ soll in der Sonne wie flüssiges Metall schimmern. Dazu Scheinwerfer und Heckleuchten mit 3D-Effekt sowie sequentiellen Blinker. „Der serielle Blinkimpuls wurde noch einmal weiterentwickelt und besticht durch seine extrem schnelle Abfolge“, sagt AMG. Toll. Um die Abwärme der Heckleuchten nach außen abzuführen, ist in das Deckglas ein geripptes Kühlmodul eingebaut.

Weitere Designelemente am Heck sind der breite, geschwungene Kohlefaser-Diffusor und die zentrale Endrohrblende, die an den Mercedes-AMG GT R erinnert. Sie ragt so weit aus dem Fahrzeug, dass Papa hier – sollte es das Fahrzeug jemals als Bobbycar geben – vermutlich die Schubstange für den Sohnemann hineinstecken kann.


Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid

Porsche, das war einmal ein Synonym für kleine, leichte Zweisitzer mit Sechszylinder-Boxermotor. Ab sofort ist der stärkste Porsche, den man für Geld kaufen kann, ein Hybrid-Fahrzeug mit vier Türen und acht Zylindern. Auf dem Genfer Autossalon enthüllen die Schwaben den neuen Panamera Turbo S E-Hybrid. Sein Vierliter-V8 stammt aus dem Panamera Turbo und wird mit einem Elektromotor kombiniert. Beide zusammen leisten 504 kW (686 PS). Aus dem 918 Spyder kommt das Boost-System zum Einsatz.

Das Besondere, so Porsche sei die „souveräne Kraftentfaltung“. Will heißen: Bereits knapp über  der Leerlaufdrehzahl stehen satte 850 Nm Drehmoment zur Verfügung. Damit beschleunigt der Hybride in 3,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h.

Der theoretische Durchschnittsverbrauch (gemessen nach dem neuen Europäischen Fahrzyklus) liegt bei 2,9 l/100 km. Das wird in der Realität natürlich kaum zu schaffen sein. Rund 50 Kilometer weit soll der Panamera Turbo S E-Hybrid rein elektrisch fahren können. Auch dies eher ein theoretischer Wert. Die Hauptaufgabe des Elektromotors ist ganz klar: die Leistung des Wagens erhöhen, dem Ganzen einen grünen Touch geben und vor allem den Flottenverbrauch der Marke Porsche senken.

Der Panamera Turbo S E-Hybrid startet grundsätzlich im elektrischen Modus. Erst hinter dem Druckpunkt im Fahrpedal oder kritischem Ladestand der Batterie wechselt der Wagen in den Modus „Hybrid Auto“ – dann arbeiten beide Motoren.

Im Gegensatz zum ersten Panamera 4 E-Hybrid kommt nun kein Sechszylinder, sondern ein V8 zum Einsatz.  Er leistet 404 kW (550 PS) und ist durch eine elektrische Kupplung mit dem E-Motor gekoppelt, der wiederum 100 kW (136 PS) beisteuert. Allradantrieb ist serienmäßig verbaut, ebenso Luftfederung, Dynamic Chassis Control Sport (PDCC Sport), Torque-Vectoring (PTV Plus), Servolenkung sowie 21-Zoll-Aluräder im 911-Turbo-Look.

Der flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Akku im Heck hat eine Kapazität von 14,1 kWh und benötigt satte sechs Stunden Ladezeit an der Heimsteckdose. Mit einem gegen Aufpreis erhältlichen Schnelladegerät und einer entsprechend starken Leitung daheim kann man diese Zeit auf 2,4 Stunden reduzieren. Für die Kontrolle und zeitversetztes Laden gibt es eine App.

Im Juli 2017 kommt der Wagen in den Handel. Dann steht auch eine „Executive“-Version mit 150 Millimeter längerem Radstand zur Verfügung. Preise: 185.736 Euro bzw. 199.183 Euro.


Porsche Panamera Sport Turismo

Zweite Neuheit bei Porsche: ein Kombi! Damit ist die Marke endgültig im normalen Automarkt angekommen. Der Panamera Sport Turismo hat eine große Heckklappe und ist 5,05 Meter lang. Ab der B-Säule ist im Vergleich zur Limousine alles neu. Das Dach fällt leicht nach hinten ab und endet in einem Spoiler, der sich je nach Geschwindigkeit dreistufig selbst verstellt. Bis 170 km/h reduziert er den Luftwiderstand und soll so den Verbrauch senken. Darüber bringt er Abtrieb, bis maximal 50 Kilo. In den Fahrmodi Sport und Sport Plus fährt er bereits bei 90 km/h aus der Duck- in die Druckstellung.

Hinten hat der Panamera Kombi zwei Einzelsitze und einen Notsitz dazwischen. Optional kann man ihn auch als reinen Viersitzer bekommen. Der Laderaum des Kombis ist kaum größer als bei der Limousine. Mit 520 Litern liegt er nur 20 Liter darüber. Bei der Hybridversion ist er mit 425 Litern sogar kleiner. Immerhin: Wer die Rücksitze umlegt, hat rund 1300 Liter zur Verfügung.

Im Handel ist der Kombi am Oktober, aber bestellen kann man ihn schon jetzt. Preise: 97.557 bis 158.604 Euro.


Quandt 48Volt

Man weiß immer noch nicht so recht, was man davon halten soll. Seit Jahren präsentiert ein gewisser Nunzio La Vecchia in schöner Regelmäßigkeit Elektroautos mit angeblich revolutionärem Energiespeicher. Nun endlich soll das Ding (mal wieder) kurz vor der Serienreife stehen. 

Die Zahlen sind (wie immer bei La Vecchia) atemberaubend. Mehr als 300 km/h Höchstgeschwindigkeit, von Null auf 100 km/h in 2,4 Sekunden, Reichweite: mehr als 1000 Kilometer. Der Unternehmenschef war beim Ermitteln der Werte selbst der Testpilot. Und irgendwann so erschöpft, dass er Pause machen musste, noch bevor das Auto leer war. Der Arme.

Klingt alles eigentlich viel zu schön, um wahr zu sein. Und wie der Energiespeicher genau funktioniert, verrät la Vecchia nach wie vor nicht. Nur, dass die Speicherung von elektrischer Energie in flüssiger Form geschieht. Man müsse also keinen Akku aufladen, sondern könne tanken wie bei einem Verbrenner-Auto. Der Quandt 48Volt wird angeblich von vier "45-Phasen-Niedervoltmotoren" mit jeweils 140kW Leistung angetrieben, die "minimierte Niederquerschnitte bei den Elektroleitungen ermöglichen". Das mache ihn zum "stärksten allradangetriebenen Niedervolt-Elektrosportwagen der Welt".

Und immerhin: Bei einer Vorführung soll ein früherer Prototyp tatsächlich einmal gefahren sein, vermeldeten Autofachmagazine.

La Vecchia, der eine 89-jährige Schweizerin um 44 Millionen Franken gebracht haben soll, ist nach eigenen Angaben Komponist und Sänger, außerdem Rennfahrer, Jetpilot, Erfinder, Unternehmer und noch einiges mehr. Kurzum: Er kann eigentlich alles. Ob er tatsächlich kann, woran sich die Autokonzerne seit Jahren die Zähne ausbeißen, bleibt – mal wieder – abzuwarten. Aber immerhin: Der Quandt 48Volt sieht klasse aus.


Video – Sein alter Porsche 356 machte Matt Hummel zum Instagram-Star:

Autor: Michael Görmann
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