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Die heißesten Autos

News der CES Las Vegas und NAIAS Detroit 2017

Neue Angreifer und alte Bekannte

Auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas und auf der NAIAS (North American International Auto Show) in Detroit stellt die Unterhaltungs- und Automobil-Industrie immer Anfang Januar Ihre Neuheiten vor. Jahrelang getrennt, doch die Themen verschmelzen. Elektronik, Vernetzung, Antriebe und Mobilität – alles greift mittlerweile ineinander, die Grenzen verschwinden. Daher sind fast alle Autohersteller mittlerweile auch in Las Vegas vertreten. Wir beobachten, was 2017 an spannenden Neuheiten gezeigt wird (Artikel wird regelmäßig aktualisiert).

Faraday Future "FF 91"

Das chinesisch-amerikanische Start-Up Faraday Future will mit dem Modell „FF 91“ nicht viel weniger als die Automobilwelt revolutionieren. Dazu haben sie sich neben atemberaubenden Leistungswerten auch einige hochinteressante Features einfallen lassen, die man bisher so nicht kann.

Das rein elektrisch betriebene Fahrzeug lässt mit einem Sprintwert von 2,39 Sekunden (0-100 km/h) selbst Ferrari und Bugatti alt aussehen. Möglich machen es irrwitzige 1050 PS und 1500 Nm Drehmoment. Dabei soll die Reichweite rund 700 Kilometer betragen.

Die Firma wurde vor knapp fünf Jahren geründet und hat heute bereits 1400 Mitarbeiter. In einer Fabrik nahe Las Vegas soll der FF 91 gebaut und ab 2018 ausgeliefert werden. Die erste Serie ist auf 300 Exemplare limitiert.

Ab März kann man den Wagen vorbestellen. Dabei muss man 5000 Dollar anzahlen. Über den Endpreis schweigt sich Faraday allerdings noch aus. Er dürfte bei rund 200.000 Dollar liegen.

Die Features des FF 91 sind atemberaubend

  • Intelligentes Autopilot-System mit automatisch herausfahrendem Lidar-Sensor (Laser-Scanner) in der vorderen Haube
  • 13 Radar- und zwölf Ultraschall-Systeme
  • zehn optische Kameras
  • Öffnen und Starten des Fahrzeugs per Gesichtserkennung
  • autonomes Einparken
  • aktive Felgen öffnen und schließen ihre Lamellen je nach Anforderung (geschlossen bei hohem Tempo; geöffnet, um die Bremsen zu kühlen)
  • 130 kWh Akkukapazität
  • 200kW-Schnellladesystem
  • Seitenscheiben und Dach elektronisch verdunkelbar („Eclipse“-Modus)


Mercedes überarbeitet den GLA

Für das Kompakt-SUV Mercedes-Benz GLA gibt es jetzt neue Motoren (GLA 220 4MATIC, 184 PS sowie GLA 180 Diesel) und ein paar optische Retuschen innen und außen. Außerdem legt die Tochter AMG einige Sondermodelle auf. Die vier Karosserieversionen A 45 4MATIC, CLA 45 4MATIC, CLA 45 4MATIC Shooting Brake sowie GLA 45 4MATIC gibt es demnächst als "Yellow Night Edition".

Lackiert wahlweise in Nachtschwarz oder Cosmosschwarz, sind die Sondermodelle an mattgrauen und gelben Applikationen zu erkennen. Vor allem der Heckspoiler mit den gelben Flanken sticht ins Auge. Dazu Leichtmetallräder in Mattschwarz mit gelben Felgenhörnern, eine schwarze AMG-Doppellamelle im Kühlergrill und folierte, mattgraue Sportstreifen auf Motorhaube, Dach, Heckdeckel und den Fahrzeugseiten.

Gelbe Akzente auch im Innenraum auf den Kunstledersitzen und dem Lenkrad, der Rücksitzbank, dem Armmaturenbrett und den Armauflagen. Sogar die Luftdüsen sind gelb.


Kia Stinger: Ein Stachel für die deutschen Edelautobauer

Audi, BMW und Mercedes müssen sich warm anziehen. Kia greift jetzt auch in der Mittelklasse an. Mit einer beeindruckenden Coupé-Limousine. Der neue „Stinger“ kommt Ende 2017 in den Handel.

Der Singer basiert auf der Studie GT, die vor sechs Jahren auf der IAA in Frankfurt stand. Entworfen wurde das Auto im Kia-Designzentrum in Frankfurt, abgestimmt auf dem Nürburgring. „Im Stinger geht es nicht darum, als Erster am Ziel zu sein“, sagt Gregory Guillaume, Designchef von Kia Motors Europe. „Hier geht es um Leidenschaft.“ Der Stinger sei „weniger aggressiver Rennsportler, sondern eher ein eleganter Athlet“. Er hat seitliche Lufteinlässe im Frontstoßfänger, Kiemen an den vorderen Radhäusern, eine glatte Unterbodenverkleidung und einen Heckdiffusor. In die Heckschürze sind vier ovale Auspuffendrohre integriert. An der Front wird die typische „Tigernase“ von LED-Scheinwerfern flankiert.

Der Innenraum jede Menge Nappaleder und gebürstetes Metall, elektrisch einstellbare Luftpolster in den Sitzen und ein Armaturenbrett mit großem Touchscreen. Das Cockpit ist eine Mischung aus analogen und digitalen Anzeigen.

Mit 2,91 Meter hat der Stinger einen längeren Radstand als Audi A4, BMW 4er Gran Coupé und sogar der Mercedes CLS. Als erster Kia hat er ein elektronisch einstellbares Fahrwerk. Mit dem „Dynamic Stability Damping Control“ lassen sich die Dämpfungs- und Handling-Eigenschaften sowie der Lenkwiderstand dem individuellen Fahrstil und den Straßenverhältnissen anpassen. Für agilere Kurvenfahrten stellt es die vorderen Stoßdämpfer weicher ein und die hinteren härter. Bei hohen Geschwindigkeiten erhöhen eine härtere Dämpfung vorn und eine weichere hinten die Fahrstabilität. Fünf Fahrmodi (Personal / Eco / Sport / Comfort / Smart) stehen zur Wahl.

Angetrieben wird der Stinger wahlweise von Turbo-Benzindirekteinspritzern mit 255 bzw. 365 PS und einer Achtgang-Automatik. Die Motoren werden zurzeit noch entwickelt. Entwicklungsziel für die Top-Motorisierung ist ein Sprintwert von 5,1 Sekunden (0-100 km/h) und eine Höchstgeschwindigkeit von 269 km/h. Über Schaltwippen am Lenkrad lassen sich die Gänge auch per Hand wechseln.

Zur Wahl stehen Heckantrieb mit Differentialsperre oder Allradantrieb mit Torque-Vectoring (Dynamic Torque Vectoring Control), das je nach Lenkvorgabe und Straßenverhältnissen das Drehmoment gezielt an die Räder mit maximaler Bodenhaftung leitet.

Weitere Features:

  • Müdigkeitserkennung DAA (Driver Attention Alert)
  • FCA (Forward Collision Assistance)
  • Bremsassistent (Autonomous Emergency Braking, AEB) mit Fußgängererkennung.
  • Tempomat (Advanced Smart Cruise Control, ASCC) mit Abstandsradar
  • Spurhalteassistent (Lane Keeping Assist System, LKAS) mit Lenkeingriff
  • Querverkehrwarner (Rear Cross Traffic Alert, RCTA) für den Bereich hinter dem Fahrzeug
  • Head-Up-Farbdisplay
  • Induktions-Ladestation für Smartphones
  • Optional 720-Watt-Harman/Kardon-Soundsystem


VW: Der Bus ist (mal) wieder da!

Konzeptfahrzeuge mit Anklängen an den alten Bus T1 haben bei Volkswagen eine lange Tradition. Ob sie dann später wirklich gebaut werden, steht auf einem anderen Blatt. Bereits zum vierten Mal bemühen die für ihre Abgasbetrügereien verhassten Wolfsburger ihren weltweit beliebten Klassiker für eine Imagepolitur und für eine Aussicht in die Zukunft. 2016 wurde in Detroit auf der North American Auto Show der „Budd-e“ vorgestellt, dieses Jahr an selber Stelle der „I.D. Buzz“. Der elektrische Bus hat beeindruckende Features und Eckdaten. Nachteil: In Serie geht das Ganze frühestens 2022.

Wenn überhaupt. Denn von den seit 2001 vorgestellten Bus-Studien ist bisher nie etwas in die Serie geflossen. Die Kultbusse dienen offenbar lediglich als Sympathie-Turbo, um etwa Abgasmanipulationen und Millionen betrogener Kunden vergessen zu machen.

Beim I.D. Buzz soll das nun anders sein. Er soll tatsächlich in Serie gehen, allerdings erst in sehr weiter Zukunft. Fünf Jahre will sich Volkswagen Zeit nehmen, um umzusetzen, was sie heute präsentieren. Und dann wahrscheinlich auch nicht gleich als Bus, sondern zunächst als kleines SUV. Ein vollektrischer Tiguan wäre etwa denkbar.

Der Unterboden des I.D. Buzz wird, wie bei Elektroautos üblich, komplett mit Akkus bestückt. Volkswagen hat auf Basis dieses Konzepts einen so genannten „modularen Elektrifizierungsbaukasten“ (MEB) entwickelt, der Fahrzeuge mit verschiedenen Längen und Karosserieformen ermöglicht. Je nach Radstand und damit der Zahl der verbaubaren Akkuzellen ermöglicht der MEB recht ordentliche Reichweiten. Beim I.D. Buzz mit 3,30 Meter Radstand und 4,94 Meter Gesamtlänge sollen es nach heutigem Stand etwa 600 Kilometer sein. Es dürfte bis zur Serienreife deutlich mehr werden, denn ähnliche Reichweiten realisieren andere Fahrzeughersteller bereits heute und mit erheblich kleineren Fahrzeugen. Zudem wird der I.D. Buzz bei 160 km/h elektronisch eingebremst. Denn bei hohem Tempo wird jeder Bus, egal wie stromlinienförmig er auch sei, zur rollenden Schrankwand mit immensem Luftwiderstand.

Als Antrieb dienen beim I.D. Buzz zwei Elektromotoren, einer pro Achse, mit zusammen gut 370 PS. Man steigt schlüssellos ein und bedient das Fahrzeug über einen großen Touchscreen. Wer auf Autopilot stellt, kann den Fahrersitz um 180 Grad nach hinten drehen und sich seinen Passagieren zuwenden. Das Lenkrad fährt dann in den Armaturenträger.

Autor: Michael Görmann
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