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Alfa Romeo 4C

Die italienische Rennmaschine im Schnelltest

So fährt sich der Alfa Romeo 4C

Der Alfa Romeo 4C ist ein vollkommen unvernünftiges Auto und macht genau deshalb verdammt viel Spaß. Der Italo-Renner im Schnelltest.

Video: Der Alfa Romeo 4C Auf der Straße

Unter Sportwagenherstellern hat sich in den letzten Jahren ein unschönes Wort breit gemacht. Wir reden, na klar, von „Alltagstauglichkeit“. Ein Sportwagen muss heute nicht mehr nur sauschnell fahren und sauschnell beschleunigen, sondern dabei auch noch saupraktisch sein, alltagstauglich eben. Doch alltagstauglich, dass klingt nach Anpassung, Zähmung, Kompromiss. Und sollten Sportwagen nicht genau das Gegenteil sein: Unangepasst, ungezähmt, kompromisslos? Im italienischen Turin findet man offensichtlich: Ja! Und im Falle des Alfa Romeo 4C möchte man noch das Adjektiv unvernünftig anfügen. Denn mal ehrlich, wer braucht so ein Auto? Leute, die diese Frage stellen, sicher nicht.

Der Alfa Romeo 4C ist ein minimalistischer Sportwagen wie man ihn sich vorstellt. Flach, breit und vor allem leicht, da ohne großen Schnickschnack auskommend. 895 kg Trockengewicht bei 240 PS sind eine Ansage. Auf der Straße fährt sich der 4C damit wie ein Gokart, auch dank Mittelmotor und einer Gewichtsverteilung mit 40 Prozent vorn und 60 hinten. Die mechanische Lenkung – ein vermeintlich weiterer Komfortverzicht – spricht sehr direkt an und bringt zusätzlichen Spaß. Den hat man auch bei den ständigen Beschleunigungsorgien – von 0 auf 100 km/h gehts in 4,5 Sekunden. Beim Dauerkontakt mit dem Drehzahlbegrenzer muss man auf Außenstehende wie ein Fahranfänger wirken, der den zweiten Gang nicht finden kann. Bis 258 km/h kann man das treiben, dann ist bereits Schluss, aber dieses Auto ist ohnehin eher etwas für schnellen Kurven als für die Autobahn.


Mit dem Alfa durch die Stadt

Mit dem Alfa durch eine belebte Innenstadt fahren – man kann das schon machen. Nur sollte man dann nicht auf Understatement bedacht sein. Langsam fahren macht das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe im Automatikmodus zur Herausforderung und fürs Rückwärtseinparken bedarf es seherischer Fähigkeiten. Dank seines röhrenden, fauchenden 4-Zylinder-Motors und dem engen, kleinen, roten Italogewand, dreht sich selbst der gewöhnliche Durchschnittsmillionär auf der Münchner Maximilianstraße nach dem Alfa um. Und dass, obwohl hier mehr Ferraris als Golfs parken. 

Apropo Ferrari: Der Alfa 4C darf durchaus als günstige Alternative zum großen Bruder aus Maranello gelten – der Einstiegspreis liegt bei 63.500 Euro. Natürlich muss man dafür auch auf ein paar Dinge verzichten. Die Amaturenoberfläche wirkt oft etwas billig, die Lüftungsschalter wackeln in ihrer Halterung und das Soundsystem… naja, lassen wir das. Dafür hat der kleine 4C ein Carbon-Monocoque wie im Rennsport und auch sonst vieles, was man in dieser Preisklasse sonst selten geboten bekommt. Ein echter Einstiegstipp für Rennwagen-Neulinge.

Autor: Tim Geyer, Redakteur
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