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Per Eigenimport zum US-Car

Lohnt sich das?

US-Cars: Lohnt sich der Eigenimport?

Günstiger Dollarkurs und große Auswahl: Nur zwei Argumente dafür, US-Cars direkt vor Ort zu kaufen und per Eigenimport nach Deutschland zu verschiffen. Wir klären, ob sich das lohnt

Ausladendes Design und laute, große Motoren: Klassische US-Cars sind die pure Unvernunft und gerade deshalb ein echter Männertraum. Zwar kann man auch in Deutschland alte Musclecars, Hotrods oder restaurierte US-Klassiker im Originalzustand kaufen, aber die USA locken mit größerer Auswahl und kleineren Preisen. Doch wo findet man im Land der V8-Motoren den passenden fahrbaren Untersatz? Einer der größten Auto-Märkte in den USA ist das alle sechs Wochen stattfindende Pomona Swap Meet. 40 Kilometer östlich von Los Angeles gelegen, findet man in Pomona vor allem Oldtimer, älter als Baujahr 1975. Vom Teileträger bis hin zum restaurierten Besser-als-neu-Fahrzeug bieten Privatleute und Profis dort so ziemlich alles an, was in Detroit jemals vom Band lief. Bei diesen Swap Meets, die es im ganzen Land gibt, wird hart verhandelt, gute Eglischkenntnisse sind ein Muss. Anfänger sollten vor Ort einen Experten dabei haben, der die Preise kennt und verdeckte Fahrzeugmängel aufdeckt. Abseits von großen Märkten kann man auch bei Privatverkäufern immer mal wieder ein Schnäppchen machen.

Was kostet der Eigenimport von einem US-Car aus Übersee?

Verglichen mit europäischen Preisen, scheinen US-Preise günstig zu sein. Dabei werden aber gern die Zusatzkosten vergessen, die durch den Import entstehen. Bei einer 1969er Chevrolet Corvette für umgerechnet 20.000 Euro müssen beispielsweise acht bis zehn Prozent Steuern an den Staat abgeführt werden. Der Transport zum Hafen kostet circa 400 Euro, hinzu kommen 120 Euro für die Containerbeladung und die Erstellung der Versandpapiere. Die Verschiffung kostet mindestens weitere 1.000 Dollar, plus 1,5 Prozent Versicherung. In Deutschland werden dann 19 Prozent Mehrwertsteuer und zehn Prozent Zoll fällig. Die Bearbeitungsgebühren für Fahrzeugverzollung, Container-Entladung und Hafen-Abfertigung in Europa betragen circa 400 Euro. Vor der TÜV-Abnahme in Deutschland (mindestens 1.500 Euro) brauchen viele alte Fahrzeuge ein lichttechnisches Gutachten (circa. 500 Euro), eine Abgasuntersuchung (50 Euro) sowie eine Scheinwerfer-Umrüstung (circa. 200 Euro). Konservativ geschätzt, kostet die Corvette bis zur ersten Ausfahrt dann 32.270 Euro. Der Preis hat sich also um 61 Prozent erhöht, die erste Tankfüllung nicht inbegriffen. Die individuellen Kosten kann man zum Beispiel bei Cars from USA berechnen.

Nach dem Eingenimport: Wie bringt man US-Cars durch den TÜV?

Um die TÜV-Plakette zu erhalten, müssen gerade alte US-Cars umgerüstet werden. Rote Blinker müssen gegen gelbe ausgetauscht werden, der Tacho wird in Europa von mph auf km/h umgerüstet. Auch die vorgeschriebenen Rückfahrscheinwerfer muss man nachrüsten und eventuell das Abblendlicht anpassen. Danach beginnt die Bürokratie. Für die Zulassung in Deutschland braucht man die US-amerikanische Zulassungsbescheinigung und das Fahrzeugdatenblatt. Außerdem fordert der TÜV ein lichttechnisches Gutachten, ein Abgasverhaltensgutachten sowie eine Auskunft vom Kraftfahrtbundesamt. Zusammen mit der Zollunbedenklichkeitsbescheinigung kann man schließlich den deutschen Fahrzeugbrief beantragen und das Fahrzeug beim TÜV abnehmen lassen. Bei Autos mit Kat-Otto-Motoren ab Baujahr 1969 benötigt man außerdem eine Ausnahmegenehmigung für die Abgasuntersuchung. Trotz des großen Aufwands kann sich der Eigenimport lohnen. Besonders bei Großserien-Modellen, die in den USA weniger begehrt sind, kann man noch Schnäppchen machen. Gesuchte Sondereditionen hingegen sind in den USA oft teurer als in Deutschland.

Autor: Tim Geyer, Redakteur
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