Direkt zum Inhalt
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Die "grüne Hölle": Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring

Motorsport an der Leistungsgrenze

Die "Grüne Hölle": Das 24-Stunden Rennen am Nürburgring

Wenn ich aufwache, habe ich manchmal immer noch das Gefühl, dieses Grummeln zu hören, mit dem die BMW M6 GT3 durch die Boxengasse rollen. Die fetten Frontscheinwerfer blitzen pausenlos auf und signalisieren: Platz da, hier kommen die Profis. Ich rieche immer noch Benzin und Gummi, bin immer noch müde und auch der Sonnenbrand verschwindet nur langsam. Was mit mir los ist? Ich habe das Wochenende beim berühmt-berüchtigten 24-Stunden Rennen am Nürburgring verbracht.

Insgesamt 160 Fahrzeuge gehen in der grünen Hölle an den Start. Manche um zu gewinnen, manche auch schlicht um zu überleben. Der Kontrast ist enorm und doch macht genau das den Reiz aus.

Von AMG bis RLE

Während das Team „Black Falcon“ mit einem mächtigen Mercedes-AMG GT3 antritt und einen eigenen „Health-Food“-Berater im Schlepptau haben, gilt bei anderen eher das Motto: "Dabei sein ist alles".

Credit: Florian Roser

Wir durften das Team von RLE International durch das Wochenende begleiten. Der Automobilzulieferer hat sich vor Jahren das 24-Stunden Rennen als jährliches Highlight ausgesucht: Rund um den charismatischen Ingenieur und Rennfahrer Patrick Prill dürfen die Studenten von RLE quasi ihr eigenes Auto für das Mammut-Rennen zusammenbasteln.

Credit: Florian Roser

Die Hitze-Hölle überlebt

Bleiben wir kurz beim Studenten-Team, wo der Ernährungsberater eher durch Kinderschokolade ersetzt wurde und Computerlüfter das stehende Fahrzeug kühlen müssen. Nie zuvor war das Rennen so heiß und trocken wie in diesem Jahr. Ein Umstand, der nicht nur die Reifen an die Grenzen bringt, sondern vor allem die Fahrer, die bei Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad im Auto am Limit fahren müssen – stundenlang.

Credit: Florian Roser

Pannen sind vorprogrammiert und der ein- oder andere Fahrer-Breakdown bei diesen Bedingungen geradezu vorhersehbar. Und trotzdem: Das junge Team ist motiviert und schafft es am Ende, das Rennen mit Bravour zu überstehen.

Credit: Florian Roser

Das Team fährt auf Platz 106 in der Wertung. Ein Grund zu feiern, denn schließlich ist es für die etwa die Hälfte der Mannschaft das erste Mal am Nürburgring.

Herzschlag-Finale

Eine völlig andere Welt bot die Führungsgruppe des 24-Stunden Rennens. Nach einer turbulenten Startphase mit ordentlich Verkehr dünnte sich die Spitze langsam aus. Die Scuderia Glickenhaus, die im Qualifiying noch die schnellste Runde gefahren war, musste sich nach einem Crash von der ganz großen Bühne verabschieden. Dennoch fuhren sie den Klassensieg ein.

Credit: Florian Roser

Das überzeugendste Team des Wochenendes war definitiv Audi Sport. Und das, obwohl in einem Herzschlag-Finale aus Motorschaden, plötzlichem Regen und Boxenstopp-Panne nochmal alles offen stand. Doch am Ende konnten sich die Ingolstädter mit Team „Land“ den ersten und mit Team „WRT“ den dritten Platz erkämpfen.

Credit: Florian Roser

Beeindruckend: Unter den Top 10 war mit dem Ferrari 488 GT3 nur ein Auto vertreten, das nicht von den deutschen Premiumherstellern gebaut wurde.

Nächstes Jahr wieder

Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring hat Spuren bei mir hinterlassen. Müdigkeit, Motorengeräusche im Kopf, aber vor allem der Wunsch, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Dann nehme ich mir einen Wohnwagen mit, besorge mir einen Feuerfesten Anzug für besseren Zutritt zur Boxengasse und bin so richtig mittendrin. Ein besseres Wochenende ist für echte Kerle eigentlich nur schwer denkbar!

Credit: Florian Roser

Video – DTM-Fahrer Nico Müller im Interview
Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.