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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Ne superjeile Zeit

Es geht schon wieder los: Am 11.11. um 11.11 Uhr startet die neue Karneval-Saison. Beim Kölner Karneval kann jeder flirten und feiern ohne Ende - man muss nur wissen, wie. Comedian Guido Cantz erklärt es Ihnen

In Sachen fünfte Jahreszeit macht den Kölnern niemand etwas vor. Zugegeben: Düsseldorf und Mainz spielen in der Bundesliga, aber die Domstadt gehört beim Feiern in die Champions League. Wenn es überhaupt eine Alternative gäbe, dann nur Karneval in Rio - allein wegen der sexy Kostüme. Die gibt’s aber auch in Köln. Braun gebrannte halb nackte Schönheiten, die nicht viel mehr tragen als rosa Bommel an den Brustwarzen; nur heißen die nicht Marta und Rosabella, sondern Manfred oder Rolf. Ansonsten bietet die Jeckenzeit hier alles, was das Männerherz begehrt. Und wer es richtig anstellt, findet schnell Anschluss, um gemeinsam zu tanzen und zu feiern. Man muss nur einige Grundregeln beachten.

Mitsingen!

Keine Metropole der Welt besitzt so viele eigene Lieder. Der Kölner liebt seine Musik! Sobald der erste Ton erklingt, beginnt er, sich bei wildfremden Menschen einzuhaken, sich rhythmisch hin- und herzubewegen und lauthals mitzusingen. Wir nennen diese horizontale La-Ola-Welle: schunkeln! Das ist die erste Möglichkeit für Körperkontakt. Egal, ob Sie ein Wort verstehen oder nicht: Singen Sie auf jeden Fall mit! Nach ein paar Kölsch geht es wie von selbst. Spätestens bei „Viva Colonia“ sind Sie mittendrin.

Kostüm!

Wer nicht schon von Weitem als spaßfreier Nicht-Kölner erkannt werden möchte, sollte sich verkleiden! Es muss nicht perfekt sein - Originalität zählt. Wenn es schnell gehen muss, kaufen Sie einfach eine Familienpackung Toilettenpapier und gehen als Mumie. Es ist egal, welche Verkleidung Sie wählen: Da Köln als Hochburg der weiblichen Singles gilt, können Sie sich auf einiges gefasst machen. So manche Ehe hat mit einem kleinen Flirt im Karneval begonnen. Sich aus 20 Frauen die Richtige auszusuchen, nennt RTL „Bachelor“ - wir sagen dazu Weiberfastnacht.

Alkohol!

Klar, man kann auch ohne Alkohol fröhlich sein. Aber eine überfüllte Karnevalskneipe ist optisch, akustisch und olfaktorisch nüchtern schwer zu ertragen. Das Brü-derschafttrinken haben wir durch das „Bützje“ (Karnevalsküsschen) ersetzt. Dieses Lippenbekenntnis ist eine beliebte Kommunikationsform des rheinischen Frohsinns. Kölsch gehört dazu, allerdings gilt es, das richtige Maß zu finden. Das Schöne bei uns: Wir haben die einzige Sprache, die man auch trinken kann - Kölsch!

Alaaf!

Mag sein, dass Sie nach einigen Bierchen den Heimweg vergessen haben oder den Namen Ihrer Frau. Macht aber nichts. Im Kopf behalten müssen Sie nur eins: Es heißt „Alaaf“ und nicht „Helau“. Einmal das H-Wort unbedacht herausgeschleudert, und man wird Sie umgehend für einen Karnevalsamateur halten. Oder noch schlimmer: für einen Düsseldorfer.

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