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Richtig präsentieren

Showdown im Meeting

So präsentieren Sie erfolgreich

Vor versammelter Mannschaft einen Vortrag halten – das fällt vielen Menschen schwer. Doch umgehen kann diese Situation heute kaum noch jemand. Der Berater erklärt, wie Sie richtig präsentieren – und warum singen dabei hilft

Zweite Klasse, Montagmorgen, dritte Stunde, Deutschunterricht bei Frau Eder: „Michael, trägst du bitte das Gedicht vor, das du übers Wochenende gelernt hast?“ Panik, zitternde Knie. „Warum ich? Wie war noch mal der Anfang?“ – Die erste Präsentation: Sie ging gründlich daneben. So oder so ähnlich verlief bei den meisten von uns der erste öffentliche Vortrag unseres Lebens.

Unter frühkindliche Prägung fällt das Trauma nicht mehr, aber überwunden haben es die meisten von uns trotzdem nicht. "Eine US-Studie belegt, dass Menschen peinliche Situationen mehr fürchten als den Tod. Die Angst vor Peinlichkeit oder Beschämung ist deshalb der Ausschlag gebende Grund für die Furcht vor Präsentationen“, erklärt Autor Albert Bernstein ("Bin ich denn der einzige Normale hier? 101 Tipps, wie Sie den täglichen Bürowahnsinn überleben", Redline Verlag).

Die gute Nachricht lautet allerdings: Sollten Sie nicht zu den „Natural-Born-Presenters“ gehören, können Sie Ihre Fertigkeiten auf diesem Gebiet mit Hilfe einiger weniger Tipps verbessern.

Übung macht den Meister

Doch wie wirkt man der Angst entgegen? Wie wird man so locker und entspannt, dass Jay Leno und Harald Schmidt vor Neid erblassen würden, wären sie Zeugen der Präsentation? Der erste Ratschlag wird Ihnen nicht gefallen, weil Sie wahrscheinlich genau genau diese Empfehlung keinen Fall hören wollen: Übung macht den Meister.

„Je seltener Sie präsentieren, desto mehr verstärken sich die damit verbundenen Ängste“, sagt Bernstein. Denken Sie an einen Formel-1-Fahrer, der sofort nach einem schweren Unfall wieder ins Cockpit möchte – die Angst verstärkt sich mit der Zeit, sie wird nicht weniger.

Vorbereitung ist alles

Um sich selbst ein Gefühl von Sicherheit zu geben, müssen Sie großen Wert auf die Vorbereitung legen. Setzen Sie sich ernsthaft und intensiv mit dem Thema auseinander, über das Sie sprechen sollen. Denken Sie schon in diesem Stadium an mögliche Einwände und Fragen, beschäftigen Sie sich mit Ihrem Publikum. Es kann für die Art Ihres Vortrages entscheidend sein, ob Sie vor Laien oder Experten sprechen.

Für beide Fälle gilt jedoch: Siedeln Sie sich selbst nicht über Ihrem Publikum an. Vor allem vor Experten sollten Sie bescheiden sein. Einen Satz mit „das ist meine Einschätzung, es kann sein, dass Sie zu einer anderen gekommen sind“ abzuschließen, ist in einer solchen Situation kein Fehler. Auch das Befassen mit den technischen Gegebenheiten am Präsentationsort ist Teil der Vorbereitung. Eine Powerpoint-Präsentation ohne Beamer macht ebenso wenig Sinn wie ein großer Flipchart ohne Stifte.

Singen zum Adrenalinabbau

Doch auch, wenn Sie perfekt vorbereitet sind, kann Sie kurz vor Ihrem großen Moment eine Lawine überrollen. Sie werden ängstlich und unsicher. Was da hilft? Adrenalin abbauen. Bernstein rät Folgendes: “Laufen Sie schnell hin und her, reden Sie mit anderen Menschen und wenn es geht, singen Sie laut, um Ihre Atmung wieder unter Kontrolle zu bekommen.“

Wenn Sie die Hormone in Ihrem Körper wieder im Griff haben, kann es losgehen. Sie haben die Macht, Sie entscheiden wann und wie der Vortrag beginnt. Um nicht schon den Einstieg zu verpatzen, ist es von Vorteil, wenn Sie die ersten 15 bis 20 Sekunden in Ihrem Kopf fest abgespeichert haben. Ein starker Beginn gibt Ihnen Sicherheit für das, was folgt.

Die ungeliebte Zwischenfrage

Die ersten Minuten laufen hervorragend, bis sich im Publikum eine Hand regt – eine Wortmeldung. Sie unterbrechen, bitten den Kollegen zu sprechen und er dankt es Ihnen mit einer Frage, die Sie nicht beantworten können. Wie geht man damit um? Business-Profi Bernstein meint: „Ehrlich sein. Geben Sie zu, keine Antwort zu wissen, aber bieten Sie an, nach Ende des Vortrages darauf zurück zu kommen und mit ihm zu sprechen.

Das Schlimmste, was Sie tun können, ist eine Wischi-Waschi-Antwort zu geben, die weder Hand noch Fuß hat. Das hilft keinem der Anwesenden.“ Für fortgeschrittene Präsentierer gilt: Machen Sie es wie die Politiker. Diese sind Meister des Beantwortens einer Frage, die gar nicht gestellt wurde. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg...

Erleichterung – das Ende

Haben Sie auch diese Klippe erfolgreich umschifft, kommen Sie zum Ende. Dazu gehört, dass Sie sich für die Aufmerksamkeit bedanken, dass Sie anbieten, weiterhin gerne für Fragen zur Verfügung zu stehen und dass Sie sich verabschieden. Es kann Ihnen für die Zukunft auch helfen, von ausgewählten Personen ein Feedback zu erhalten. Denn eines ist sicher: Die nächste Präsentation kommt bestimmt.

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