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Air Racing: Was können die besten Piloten der Welt?

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Air Racing: Was können die besten Piloten der Welt?

Air Racing: Dabei stehen sich Kunstflieger der Weltelite in einem spektakulären Wettkampf gegenüber. Die Formel 1 der Lüfte sieht aus wie die Grenze des Machbaren. Was müssen Mensch und Maschine an so einem Rennwochende leisten?

Wenn man die Piloten bei ihren waghalsigen Manövern nur wenige Meter über dem Boden beobachtet, möchte man kaum meinen, dass diese Männer den schwersten Teil des Air Race bereits hinter sich haben: die Qualifikation. Um nämlich überhaupt in der Weltmeisterschaftsserie mitfliegen zu dürfen, müssen sie zunächst gute Platzierungen bei den Europa- und Weltmeisterschaften der Kunstflieger erreicht haben. Damit können sie sich um die Aufnahme in die Riege der Red-Bull-Air-Race-Piloten bewerben. Aber der Weg dorthin führt durch eine Testphase mit vielen Hürden. Erst wenn sich ein Pilot bei der jährlich ausgetragenen Qualifikation durchsetzt, erhält er die Red Bull Air Race Super Lizenz. Die harten Aufnahmekriterien erklären das kleine Teilnehmerfeld – derzeit gehen 15 Piloten beim Air Race an den Start. Sie dürfen auch deshalb mitfliegen, weil der Veranstalter sie für psychisch fähig hält, ein Flugzeug in Extremsituationen in der Nähe von Publikum zu steuern.

Air Racing: die Maschinen

Neun dieser Piloten vertrauen der Edge 540 des amerikanischen Flugzeugbauers Zivko Aeronautics. Der Prototyp entstand bereits 1992, und die Teilnehmer nutzen inzwischen die dritte Generation der Propellermaschine. Fünf weitere Piloten bezwangen den Pylonen-Dschungel in der Saison 2010 mit der MXS-R aus dem Hause MX Technologies. Beide Flugzeuge sind sich sehr ähnlich. Sie sind circa 6,3 Meter lang und knapp über 7,3 Meter breit. Beide erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 426 km/h, werden vom gleichen Motor angetrieben und halten Belastungen bis zu 12 G aus, dem Zwölffachen der Erdanziehungskraft. Der größte Unterschied zwischen den Flugzeugen ist die Materialwahl beim Bau des Flugzeugrumpfes. Während bei der Edge auf eine Stahlrahmenkonstruktion zurückgegriffen wurde, ist der Rumpf der MXS-R aus Kohlefaser. Die dritte Maschine ist ein Corvus Racer. Die ungarische Air-Race-Legende Peter Beseney ist der einzige Pilot, der dieses in seiner Heimat gebaute Modell fliegt. Es kann mit 444 km/h eine höhere Geschwindigkeit erreichen.

Air Racing: das Rennwochenende

Das Rennen am Sonntag ist ähnlich wie in der Formel 1 nur der Höhepunkt einer langen Vorbereitung. Schon am Donnerstag starten die Piloten das erste Mal in den Kurs. An diesem Tag wie auch am Freitag sind zwei Trainingseinheiten vorgesehen. An mindestens zwei der vier Sessions muss jeder Pilot verbindlich teilnehmen. Die Rangfolge aus dem vierten und letzten Training legt die Startreihenfolge für das Qualifying am Samstag fest. Im Qualifying haben alle Piloten zwei mal die Chance, eine Topzeit zu fliegen. Zehn von ihnen erreichen so den Wettkampf am Sonntag. Der Sieger der Qualifikation erhält bereits einen WM-Punkt. Am Renntag kämpfen die fünf Schlechtesten der Qualifikation in der Wild-Card-Runde um die zwei letzten Plätze im Rennen. Aus den Top 12 werden dann am Renntag zunächst die Top 8 ermittelt. Diese acht Piloten gehen ein weiteres Mal in den Pylonen-Kurs, um die Final Four zu bestimmen. Unter diesen vier Piloten wird dann der Sieger ausgemacht. Dieser erhält zwölf WM-Punkte, der Zweite erhält zehn und der Dritte auf dem Podium immerhin noch neun Punkte. Die weiteren Platzierten müssen sich mit jeweils einem Punkt weniger zufrieden geben als der im Ranking einen Platz besser platzierte.

Air Racing: der Weg um die Pylonen

Bevor es um WM-Punkte geht, hört der Pilot auf dem Rollfeld vom Renndirektor den Befehl „Smoke on“ – er kann starten, muss aber auch den „Rauch anschalten“. Dieser erleichtert es den Zuschauern, die kleinen, leichten Flugzeuge am Himmel zu sehen. Funktioniert die Rauchfahne nicht, wird der Pilot mit einer Strafsekunde belegt. Die Zeitmessung wird aktiviert, wenn das Flugzeug das Start Air Gate (zwei Pylonen auf selber Höhe) in horizontaler Position durchquert. Danach muss jeder Pilot auf einer Strecke, die insgesamt vier bis sechs Kilometer lang ist, dieselbe Anzahl von Air Gates auf vorgeschriebene Art und Weise durchqueren. Die blau gekennzeichneten Air Gates in horizontaler Position, die rot markierten in vertikaler Position – im sogenannten Messerflug – und die Schikane in beliebiger Position. Die horizontal zu durchfliegenden Air Gates zwischen den Pylonen sind 13 Meter breit, die vertikal zu durchfliegenden lediglich zehn Meter. Wenn man bedenkt, dass die Spannweite der Flugzeuge über sieben Meter beträgt, bleibt den Piloten kein großer Raum für Fehler.

Air Racing: die Regeln

Das fünfköpfige Team der Race Stewards überwacht das regelkonforme Durchfliegen der Air Gates. Zur Regelkonformität gehört nicht nur die richtige Lage, sondern auch die richtige Höhe. Sind die Piloten in ihren Maschinen zwischen den Pylonen zu hoch, werden sie mit einer Zeitstrafe von zwei Sekunden belegt. Ein geringer Schaden im Vergleich zu den sechs Sekunden, die zur Flugzeit addiert werden, wenn der Pilot eines der Air Gates touchiert. Die sofortige Disqualifikation droht den Piloten, wenn sie an den Air Gates seitlich vorbei fliegen oder sie zu tief passieren. Des weiteren bestrafen die Race Stewards folgende Aktionen mit der sofortigen Disqualifikation: das Überschreiten einer Geschwindigkeit von 381 km/h beim Passieren des Starts, das Unterschreiten des Minimalgewichts für Piloten (inklusive zusätzlichem Ballast wie Helm, Anzug und Fallschirm darf ein Pilot nicht weniger als 80 Kilogramm auf die Waage bringen) und das Überschreiten der maximal erlaubten Beschleunigungskraft von 12 G durch ein besonders gefährliches Flugmanöver.

Air Racing: Der Sieger

In der Saison 2010 konnte der Brite Paul Bonhomme die besten Zeiten fliegen und die wenigsten Fehler machen – er holte sich den WM-Titel. Mit vier Punkten Vorsprung setze er sich beim Finale am Lausitzring Anfang August gegen den Österreicher Hannes Arch durch und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr. Matthias Dolderer, der einzige deutsche Pilot des Red Bull Air Race, platzierte sich in der Endabrechung auf Platz neun und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr 2009, seiner ersten Saison beim Air Race, um eine Position im Gesamtklassement. Der nächste Weltmeister wird erst im Jahr 2012 ausgeflogen, denn der Veranstalter setzt das Air Race für die Saison 2011 aus. Er möchte dieses Jahr nutzen, um mit dem ständigen technischen Fortschritt gleichzuziehen und so die Sicherheit der Piloten und der Fans dauerhaft zu verbessern – für ein künftig noch schöneres Air Racing.

Video: Sex im Flugzeug – ein riskantes Unterfangen

Autor: Stefan Maurer
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