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Den perfekten Elfmeter schießen: So geht's

Elfmeter schießen - und treffen

Den perfekten Elfmeter schießen: So geht's

Elfmeter schießen - und treffen. Die Engländer werden es wohl nie lernen, dabei ist es eigentlich ganz einfach. Der Berater erklärt, wie Sie am Elfmeterpunkt zum Helden werden.

Gerd Müller war ein begnadeter Kicker. Nur eines konnte er nicht: Elfmeter schießen. Der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft und der Bundesliga hat mehr Elfmeter verschossen als jeder andere Bundesligaspieler: 12 Stück bei 63 Versuchen. Würde er heute noch kicken, es wäre ein Leichtes ihm dabei zu helfen, diese Schwäche abzustellen. Denn: Es gibt mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Studien, die genau darlegen, wie er sein muss: der perfekte Strafstoß.

Der perfekte Elfmeter – das sagt die Statistik

Eigentlich ist das Ganze recht einfach, denn der perfekte Elfmeter lässt sich sehr genau charakterisieren – zumindest behaupten das Forscher der Universität Liverpool. Sie haben die Strafstöße in zahlreichen internationalen Begegnungen der vergangenen Jahrzehnte systematisch untersucht und 2010 eine Kurzbeschreibung des perfekten Elfers geliefert. Hier eine auf diesen Ergebnissen basierende Handlungsanleitung: Visieren Sie vor dem Schuss nur den Punkt an, den Sie treffen wollen (unauffällig, versteht sich!) und ignorieren Sie den Goalie. Nehmen Sie vier bis sechs Schritte Anlauf und schießen Sie innerhalb von drei Sekungen nach dem der Schiedsrichter den Ball per Pfiff freigegeben hat. Ihr Schuss sollte hoch in die linke oder rechte Ecke gehen und (falls das ihre Beinmuskulatur und Schusstechnik hergeben) etwa 90 bis 104 km/h schnell sein. Den Elfmeter zu verzögern und den Torwart auszugucken, sollten Sie übrigens den Bastian Schweinsteigers dieser Welt überlassen. Da muss das Timing nämlich perfekt stimmen. Es gilt laut Statistik: Die erste Bewegung des Torwarts abzuwarten erhöht die Wahrscheinlichkeit zu treffen. Verzögert man als Schütze aber zu lange, dann halbiert sich die Chance, einen Treffer zu erzielen.

Warum auch die Stars von Barcelona beim Elfmeterschießen scheitern

Doch auch wenn man weiß, wie der perfekte Elfmeter im Idealfall aussehen sollte, bleibt das Problem mit der Psyche. Einen Strafstoß im Training zu versenken, ist in der Regel kein Problem. In einem voll besetzten Stadion, wenn es auch noch um viel geht, ist das deutlich schwieriger. Im Gehirn werden Stresshormone ausgeschüttet, der Körper ist in Alarmzustand, der Blutdruck geht hoch. Auch auf absolutem Top-Niveau versagen da manchem die Nerven. Als die Stars des FC Barcelona 1986 im Finale des Europapokals der Landesmeister gegen Steaua Bukarest zum Elfmeterschießen antreten mussten, verschossen vier Spieler. Die Kicker aus Bukarest machten es nicht viel besser. Sie trafen aber immerhin zweimal – und holten sich so den Titel.

Elfmeterschießen werden im Kopf entschieden

Der Trick mit der Psyche ist im Prinzip folgender. Der Schütze muss alles um ihn herum ausblenden – und eine Routine ablaufen lassen: Anlaufen, schießen, treffen. Dabei hilft natürlich: Üben. Solange bis der Schuss links oder rechts oben zum automatisierten Handlungsablauf wird. Auch sehr hilfreich: Beim Üben Rituale zu entwickeln. Zum Beispiel, den Ball immer auf das Ventil zu legen, immer sechs Schritte Anlauf zu nehmen und/oder vor dem Anlauf immer drei Mal durchzuatmen – Rituale geben Sicherheit. Zurufe und Zappeln des Torwarts sollten Sie völlig ignorieren. Laufen Sie an und schießen Sie den Elfmeter genauso, wie Sie es trainiert haben. Natürlich sollten Sie dabei im Training verschiedene Varianten üben: links oben, rechts oben und so weiter. Sonst weiß ein Torwart, der Buch führt über die Lieblingsecken einzelner Elfmeterschützen (und das tun nicht wenige Torwarte), wohin Sie wahrscheinlich schießen werden. Zusammengefasst heißt das: Hirn ausschalten, Automatismus ablaufen lassen, treffen.

Elfmeter verschossen? Pelé und Beckenbauer spenden Trost

Und falls es dann doch nicht klappt: Nicht ärgern. Erstens ist das auch schon den ganz Großen passiert (unter anderem: Uli Hoeneß, Roberto Baggio und David Trezeguet; alle drei haben in EM- oder WM-Final-Spielen entscheidende Strafstöße verschossen). Und zweitens können Sie ihr Scheitern auch einfach als Zeichen ihrer fußballerischen Klasse interpretieren. Denn die Statistik sagt: Weltklasse-Kicker wie Pelé, Beckham oder Beckenbauer haben im Schnitt häufiger Elfemeter verschossen als Durchschnittskicker.

Alexander Neumann

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