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Fußball-Filme

Die fünf besten Dokus

Fußball-Filme: die fünf besten Dokus

Die Fußball-Bundesliga macht Pause und Sie haben schon schwere Entzugserscheinungen? Keine Sorge: Diese großartigen Fußball-Filme verschaffen Linderung. Versprochen.

Klar könnten Sie die fußballfreie Zeit in der Winter- oder Sommerpause dazu nutzen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, einen Tango-Kurs mit Ihrer Freundin zu belegen oder mal den ganzen angehäuften Papierkram zu erledigen. Sie könnten aber auch einfach: weiter Fußball gucken. Schließlich gibt es haufenweise tolle Filme über die größte Sportart der Welt. Hier sind die fünf besten.

Die besten Fußball-Filme – Platz 5: „Mehmet Scholl – Frei:Gespielt“

Mehmet Scholl ist die wohl coolste Socke, die je beim FC Bayern gespielt hat. Immer ein bisschen witziger („Spielerfrau“, hat er mal auf die Frage nach seinem Traumberuf geantwortet), klüger, talentierter und sympathischer als der Rest. Kurz nachdem er im Sommer 2007 seine Karriere beendete, erschien diese großartige Dokumentation von Ferdinand Neumayr und Eduard Augustin. Porträtiert wird nicht nur der begnadete – aber stets etwas zu verletzungsanfällige – Fußballer Scholl, sondern vor allem der Mensch Scholl: ein großer Individualist, der sich nie von der Fußball-Maschinerie einspannen ließ, sondern tat, dachte und sagte, was er selbst für richtig hielt.

Die besten Fußball-Filme – Platz 4: „Zidane – ein Porträt im 21. Jahrhundert“

„Zidane – ein Porträt im 21. Jahrhundert“ ist die wohl ungewöhnlichste Fußball-Doku, die es gibt. Während des Spiels Real Madrid gegen Villareal im April 2005 filmten die Regisseure Phillipe Parreno und Douglas Gordon mit 17 Kameras einen einzigen Mann: Zinedine Zidane. Jeder Sprint, jede Körpertäuschung, jeder Schweißtropfen wurde eingefangen. Es ist ungewohnt und bisweilen enervierend 90 Minuten lang nur einen einzigen Mann zu beobachten. Beim Stehen, beim Spucken, beim Lauern. Aber wer sich darauf einlässt, den erwartet ein höchst intensives und (auch dank der Musik von Mogwai) fast hynotisches Erlebnis – mit einem geradezu prophetischen Ende: Zidane tickt aus. Genie und Wahnsinn lagen bei dem Franzosen eben immer eng beieinander.

Die besten Fußball-Filme – Platz 3: „Die Profis – ein Jahr Fußball mit Paul Breitner und Uli Hoeneß“

„Die Profis – ein Jahr Fußball mit Paul Breitner und Uli Hoeneß“ ist eine Doku-Perle aus den 70er-Jahren. Aus einer Zeit also als sich Profi-Fußballer ihre Außendarstellung noch nicht von einer Phalanx an PR-Managern und Beratern diktieren ließen, sondern sich noch trauten einfach sie selbst zu sein. Ein Jahr lang ließen sich Uli Hoeneß und Paul Breitner von einem Kamera-Team bei ihrem Leben als Fußball-Profis begleiten. Beim Wurstbrot-Schmieren, im Hotelzimmer-Bett, beim Klug-Daherreden (Breitner: „Der Uli redet zu oft blabla...“), auf dem Fußballplatz (bei einem Spiel trägt Breitner sogar ein Mikro unterm Trikot). Alles wunderbar ungefiltert und unzensiert. Jungen Spielern würde er so ein Projekt verbieten, sagte Hoeneß später einmal. Die Boulevardmedien würden sich darauf stürzen und das „gäbe zu viel Ärger“.

Die besten Fußball-Filme – Platz 2: „Maradona by Kusturica“

Der serbische Kult-Regisseur Emir Kusturica (u.a. „Schwarze Katze, weißer Kater“) sieht in Diego Maradona nicht nur den vielleicht besten – und ganz sicher skandalträchtigsten – Fußballer der Geschichte, sondern vor allem einen Revolutionär. Also zeigt er in seiner eigenwilligen aber höchst sehenswerten Dokumentation „Maradona by Kusturica“ nicht nur Diegos schönste Tore (unterlegt mit der Musik der „Sex Pistols“), sondern lässt das argentinische Idol auch über George Bush Jr. lästern und an der Seite von Hugo Chavez gegen die US-Regierung demonstrieren. Und weil Kusturica zudem keine von Maradonas Eskapaden – Kokain, Schlägereien, Frauengeschichten, Mafiakontakte – auslässt und „El Diego“ selbst geradezu rührend über seine eigenen Fehler und Versäumnisse sprechen lässt, ist dieses Porträt Pflichtprogramm für jeden Fußballfan mit einem Herz für Wahnsinnige.

Die besten Fußball-Filme – Platz 1: „Deutschland – ein Sommermärchen“

Was waren das für Zeiten: Poldi und Schweini waren noch kleine freche Jungs, Klinsi genoss noch ein gewisses Ansehen als Trainer und das Deutsche Team spielte zwar nicht so berauschend wie heute, aber dennoch so mitreißend Fußball, dass im Sommer 2006 selbst erklärte Fußball-Ignorierer zu verzückten Fans wurden. Mit seiner Doku „Deutschland – ein Sommermärchen“ hat Sönke Wortmann dieser rauschhaften Zeit ein Denkmal gesetzt. Wochenlang begleitete er die National-Elf – vom Beginn der Vorbereitung bis zur abschließenden Jubelfeier in Berlin – und zeigt die Geschehnisse hinter den Kulissen genauso wie die wachsende Euphorie im Land. Nicht nur um in sentimentalen Erinnerungen zu schwelgen, immer wieder sehenswert.

Autor: Felix Lenbach
Dokumentation 50 Shades of Grey und die Wirklichkeit (RTL)
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