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Fußballtrainer werden

So treten Sie in Mourinhos Fußstapfen

Fußballtrainer werden: So treten Sie in Mourinhos Fußstapfen

Fußball gucken, Stars anbrüllen und nebenher richtig Kohle machen: Fußballtrainer sein ist kein Job - es ist ein Traum! Der Berater erklärt, wie Sie ihn sich verwirklichen.

So so, das was Heynckes, Klopp und Schaf so treiben, können Sie auch? Mit Ihrem fußballerischen Sachverstand, Ihrem Taktikverständnis und Ihrer natürlichen Autorität würden Sie innerhalb weniger Jahre sogar aus dem FC Ingolstadt einen Meisterschaftskandidaten machen? Dann tun Sie sich und Fußball-Deutschland doch einen Gefallen, und werden Sie selbst Fußballtrainer! Ach, Sie können selbst gar nicht kicken? Kein Problem, Jose Mourinho war schließlich auch ein bestenfalls drittklassiger Fußballer. Der Berater erklärt Ihnen, wie Sie in die Fußstapfen des Portugiesen treten.

Fußballtrainer werden: Die ersten Schritte

Um in Deutschland eine Profimannschaft trainieren zu dürfen, müssen Sie eine Ausbildung als Fußball-Lehrer absolvieren. Bis Sie für diesen Ausbildungsgang zugelassen werden, ist es jedoch ein steiniger Weg. Denn zuvor müssen Sie als Fußballtrainer die C-Lizenz (Variante "Leistungsfußball" – nicht "Breitenfußball"), die B-Lizenz und die A-Lizenz erworben haben. Schritt Eins ist der leichteste: Voraussetzung um für die C-Lizenz-Ausbildung zugelassen zu werden, ist, dass Sie mindestens 16 Jahre alt sind (die Lizenz erhalten Sie aber erst mit 18), einen Erste Hilfe-Kurs absolviert und einen zweistündigen Eignungstest (Praxis und Theorie) bestanden haben – ein bisschen müssen Sie also schon kicken können. Die Ausbildung dauert etwa drei Wochen plus drei Tage Prüfung und wenn Sie damit fertig sind, dürfen Sie alle Juniorenmannschaften (außer Junioren-Regionalliga), alle Frauenteams (außer Bundesliga) und alle Amateurteams bis zur 5. Spielklasse trainieren.

Fußballtrainer werden: Mit der B-Lizenz zum Honorartrainer

Wenn Sie die C-Lizenz mit einer Gesamtnote von mindestens 9 Punkten erworben haben und mindestens ein Jahr lang einen Wald- und Wiesenklub mit Ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten als Coach beglückt haben, sind Sie reif für Stufe 2: die B-Lizenz. Um die zu erhalten, müssen Sie einen knapp dreiwöchigen Lehrgang (zwei Wochen Ausbildung, drei Tage Prüfung) absolvieren, nach dessen Ende Sie alle Kinder- und Juniorenteams trainieren dürfen, sowie als DFB-Stützpunkttrainer, als Mitarbeiter (nicht Leiter) in den Leistungszentren der Lizenzvereine und als Honorartrainer (Junioren) der Landesverbände arbeiten. Übrigens: Ehemalige Fußballprofis, die mindestens 7 Jahre in der 1. oder 2. Bundesliga oder der Dritten Liga (seit ihrer Entstehung) gespielt haben, dürfen direkt mit der B-Lizenz-Ausbildung beginnen.

Fußballtrainer werden: Mit der A-Lizenz in die Frauen-Bundesliga

Wenn Sie nun wiederum die B-Lizenz mit einer Gesamtnote von mindestens 9 Punkten erworben haben und erneut mindestens ein Jahr lang einen (womöglich etwas besseren) Wald- und Wiesenklub mit Ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten beglückt haben, kommen Sie ihrem Ziel – für den Job auch anständig bezahlt zu werden – langsam näher. In einem dreiwöchigen Lehrgang (zwei Wochen Ausbildung, eine Woche Prüfung) können Sie nun die A-Lizenz machen. Und wenn Sie die mal haben, dürfen Sie alle Amateurmannschaften, alle Juniorenmannschaften und alle Frauenteams (inklusive Bundesliga!) trainieren und als Honorartrainer sowie C-Lizenz-Ausbilder bei einem Landesverband arbeiten.

Der "Fußball-Lehrer-Schein": Im Klassenzimmer mit Scholl, Effenberg und Co.

Nun, kurz vor Erreichen Ihres Ziels, dem Fußball-Lehrer-Schein, wird es noch mal richtig schwierig. Denn jedes Jahr werden nur 24 Teilnehmer für die Ausbildung zum Fußball-Lehrer zugelassen. Bevor Sie also mit Ex-Profis wie Mehmet Scholl, Jens Lehmann und Stefan Effenberg die Schulbank drücken dürfen, müssen Sie einige Mindestvoraussetzungen erfüllen (im Detail: Sie müssen mindestens ein Jahr als verantwortlicher Seniorentrainer in der 6. Spielklasse gearbeitet haben ODER mindestens ein Jahr als verantwortlicher Trainer einer A- oder B-Juniorenmannschaft in den Bundesligen ODER mindestens ein Jahr als verantwortlicher Trainer einer Mannschaft der Frauen-Bundesliga oder der 2. Frauen-Bundesliga ODER mindestens ein Jahr als Co-Trainer einer Mannschaft der Bundesliga oder der 2. Bundesliga oder der 3. Liga) und sich einer Eignungsprüfung stellen, die aus einem Gespräch, einer Klausur und einer praktischen Lehrprobe besteht. Sollten Sie es tatsächlich schaffen, zugelassen zu werden, erwartet sie eine 10-monatige Ausbildung mit 35 bis 40 Stunden pro Unterrichtswoche an der Sporthochschule Köln. Und ein paar Praktika dürfen sie zwischendurch auch absolvieren.

Fußballtrainer: die Jobaussichten

So, Sie haben es also geschafft, Sie haben sich von der C-Lizenz zum Fußball-Lehrer hochgekämpft! Jetzt gibt es nur noch ein klitzekleines Problem: Sie müssen einen Arbeitsplatz finden – und das wird schwierig. Die Jobs im Profi-Fußball sind begrenzt und die Konkurrenz ist groß. Derzeit (Stand Dezember 2011) gibt es 812 Fußball-Lehrer mit gültiger Lizenz in Deutschland. „Über deren Anstellungsverhältnisse“, so lässt der DFB auf Anfrage wissen, „werden bei uns keine Statistiken geführt.“

Autor: Felix Lenbach
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