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Gut aussehen, schlecht spielen

Typisch Fußball?

Gut aussehen, schlecht spielen: typisch Fußball?

Wer optisch was hermacht, kann es auf dem Platz ruhiger angehen lassen und muss sportlich nicht so hoch punkten. Das haben Forscher in einer Studie belegt. Selbst Christiano Ronaldo, David Beckham und Michael Ballack – gut aussehende Spieler, die zugleich toll kicken – sind kein Gegenbeweis. Der Berater erklärt, warum Beaus auf dem Platz überbewertet werden.

Gut aussehen, schlecht spielen: So kann eine Elf gern aufgestellt sein – wenn man Frauen fragt. Wir Männer sähen lieber ordentlichen Sport. Und auch Trainer wie Manager sind gut beraten, wenn sie auf einzelne hübsche Spieler verzichten. Dann nämlich sind ihre Teams sportlich erfolgreicher, wie eine Attraktivitätsstudie der Universitäten Köln und Hannover zeigt. Der Untersuchung zufolge legen sich attraktive Fußballprofis weniger ins Zeug als ihre optisch minder gesegneten Kameraden.

Hässliche Spieler müssen sich mehr bemühen

Das Geheimnis hinter der Nachricht lautet: Wer gut aussieht, muss nicht so viel tun, um positiv wahrgenommen zu werden. „Attraktiven Menschen wird von ihrer Umwelt mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht“, schreibt ein Forscherteam um Ulrich Rosar (heute Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, damals Uni Köln), in seiner Studie „Physische Attraktivität und individuelles Leistungsverhalten“. Den Besseraussehenden würden die erstrebenswerten Eigenschaften quasi reflexartig zugeschrieben: Fleiß, Intelligenz, Durchsetzungskraft, Kreativität. Übertragen auf das Fußballgeschäft heißt das: „Sie müssen weniger Leistung zeigen, um genauso erfolgreich zu sein wie ein wenig attraktiver Fußballprofi.“

Gut aussehen und schlecht spielen macht sich sogar bezahlt

Die Wissenschaftler arbeiteten mit einer riesigen Datenbasis. Jeweils etwa zwei Dutzend Probanden bewerteten die 483 Fußballprofis der Bundesligasaison 2007/2008 nach Attraktivitätsmerkmalen – anhand von Porträtfotos und ohne Namens- oder Vereinsangabe. Wie die Profis sich an allen 34 Spieltagen anstellten, steht in einer fußballspezifischen Datenbank. Dort findet sich für jeden an den 34 Spieltagen eingesetzten Profi der 18 Vereine eine Bewertung seiner individuellen Leistung. Ergebnis: Unattraktive Kicker schuften mehr, attraktive schinden sich weniger, erzielen aber dennoch ein höheres gesellschaftliches Ansehen und verdienen mehr Geld.

Die attraktive Ausnahme im Fußball

Die Ausnahme von der Regel ist ein Team von Schönlingen. Je mehr Beaus in derselben Mannschaft gegen das runde Leder treten, desto ausgeglichener ist die Gesamtanmutung der Truppe, weil nicht einem Einzelnen die positiven Eigenschaften zugeschrieben werden. Oder anders ausgedrückt: Je größer der Abstand zwischen dem schönsten und dem unansehnlichsten Profi, desto weniger Einsatzfreude zeigt der Schönling – außer natürlich in den Augen der Zuschauer. Denn, wir erwähnten es bereits: Leistung entsteht im Auge des Betrachters, der ebenmäßige Gesichtszüge und Muskeln mit „schönem Spiel“ verwechselt.

Die weniger attraktive Ausnahme

Doch auch von dieser Regel gibt es eine Ausnahme: Franck Ribéry vom FC Bayern München. Der Franzose ist an Attraktivität kaum zu unterbieten, belegt den viertletzten Platz der Schönheitsskala und spielt in den Augen des Publikums doch einen feinen Fußball. In der Saison 2007/2008 gehörte er zu den leistungsstärksten Spielern – Platz zwei nach Diego von Werder Bremen. Aufgrund seines Aussehens müsste der Dribbelkünstler eigentlich deutlich unterbewertet werden, weniger Sympathiewerte und Geld einheimsen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ribéry ist eine Ausnahme unter den hässlichen Fußballern: Er wird verehrt und ordentlich bezahlt. Die Begründung liefert Soziologe Rosar: „Ribérys Narben, sein unsymmetrisches Gesicht und seine Lebensgeschichte zeugen von einer Kämpfernatur.“ Genau dieses Naturell ließen die drei offiziell hübschesten Fußballspieler der Bundesligasaison 2007/2008 vermissen: Markus Daun, Adam Bodzek und Markus Neumayr spielten damals zusammen für den MSV Duisburg – und stiegen ab.

Autor: Markus Bauer
Gisele Bündchen – Supermodel, Spielerfrau und Sängerin
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