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Das Gymkhana

Die spektakuläre Kunst des Autodriftens

Gymkhana – die spektakuläre Kunst des Autodriftens

Diese Art des Motorsports ist Sport, Kunst und Spektakel in einem. Im Prinzip geht es beimGymkhana um das geschickte Durchfahren eines Parcours – echte Könner machen daraus eine atemberaubende Drift-Show.

Wahrscheinlich ist der Geruch von verbranntem Gummi hochgiftig. Wahrscheinlich ist das Ken Block völlig egal. Der US-Amerikaner ist der König des Gymkhana, des kunstvollen Driftens. Wann immer der eines seiner Videos bei Youtube einstellt, sitzen Fans weltweit vor dem Bildschirm und können kaum fassen, was sie da sehen. In seinem Video Gymkhana Fiveheizt Block mit einem 650 PS starken Ford Fiesta durch San Francisco. Er driftet Millimeter von der Leitplanke entfernt durch scharfe Kurven, dreht sich mit rauchenden Reifen in einer Art Endlos-Drift-Schleife um eine Trambahn und legt noch ein paar andere Kunststücke hin, die einen begreifen lassen, warum viele diesen Mann für den besten Autofahrer der Welt halten. Was Block da macht, ist die perfektionierte – und perfekt inszenierte – Form einer Art des Motorsports, die bei uns bislang kaum bekannt ist: Gymkhana.

Gymkhana: Auch in Deutschland immer populärer

Die Motorsportvariante Gymkhana entstand vor etwa 50 Jahren und ist heute vor allem in Japan, Großbritannien und den USA populär. Bei Wettkämpfen geht es darum, einen mit Hütchen, Autoreifen oder Fässern abgesteckten Parcours möglichst geschickt und schnell zu durchfahren. Gefragt dabei: Blitzschnelles Beschleunigen, plötzliches Bremsen, präzises Navigieren und natürlich die Fähigkeit kontrolliert zu driften. „Um all das zu können, braucht man vor allem ein gutes Popometer – das Fahrgefühl im Hintern“, sagt Corinna Gräff, die Sprecherin des „Deutsche Drifter e.V.“ Der Verein mit etwa 40 Mitgliedern veranstaltet seit 2011 jährlich den Gymkhana-Drift-Cup, bei dem etwa drei Dutzend Fahrer bei mehreren Veranstaltungen jährlich um den Titel kämpfen. Es ist der einzige bundesweite Wettbewerb dieser Art. „Die Drift-Szene wächst aber seit einigen Jahren beständig“, sagt Gräff, die davon ausgeht, dass es in Deutschland derzeit „etwa 100 bis 200 aktive Gymkhana-Fahrer“ gibt.

Gymkhana: Selbst driften lernen

Wenn Sie dieses Teilnehmerfeld von hinten aufrollen und selbst zum Drift-Star werden wollen, sollten Sie sich 1. diesen Berater-Text durchlesen und 2. darüber nachdenken, ob Sie einen Drift-Kurs belegen, zum Beispiel bei www.drift-schule.de. Was Sie auf keinen Fall tun sollten: Nachts um Kreisverkehre oder durch Serpentinen-Straßen driften und träumen, Sie wären Ken Block. „Das ist sehr gefährlich und wir distanzieren uns von Leuten, die so etwas machen“, sagt Corinna Gräff vom „Deutsche Drifter e.V. „Schließen Sie sich lieber uns an“, empfiehlt sie. Die Kosten für dieses Hobby variieren beträchtlich, je nachdem wie intensiv sie Gymkhana betreiben. „Theoretisch ist möglich mit einem Straßen-Fahrzeug, wie beispielsweise einem BMW M5 zu driften“, sagt Gräff. Wer Gymkhana intensiver betreibt, wir aber wohl ein paar Umbauten an seinem Auto vornehmen. „Wichtig ist vor allem, dass das Auto ein gesperrtes Differential an der Hinterachse hat und ordentlich Leistung“, sagt Gräff. Wer an Rennen teilnehmen will, muss mit Kosten von etwa 500 bis 1000 Euro pro Rennwochenende rechnen. Nicht wenig. „Aber wen der Driftsport einmal gepackt hat“, da ist sich Gräff sicher, „den lässt er so schnell nicht mehr los.“ Offenbar macht sogar schon das Zusehen süchtig: Ken Blocks Gymkhana-Videos haben auf Youtube zusammen weit über 100 Millionen Clicks.

Video: Der Porsche 911 Carrera S im Test

Autor: Felix Lenbach
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