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Sumpf-Fußball, der Trendsport aus Finnland

Jetzt wird’s schmutzig

Jetzt wird’s schmutzig: Sumpf-Fußball, der Trendsport aus Finnland

Dauerregen und aufgeweichte Böden lassen so manches Fußballmatch zur Schlammschlacht werden. Kein Problem für die Sumpf-Fußballer aus Finnland. Wir stellen euch den wohl schmutzigsten Funsport der Welt vor.

Wenn die Finnen nicht gerade um die Wette Frauen tragen oder sich im Handyweitwurf messen, vertreiben sie sich die Zeit gerne mit Sumpf-Fußball. Suopotkupallo, wie das Spektakel in der Landessprache heißt, sorgt nicht nur für Muskelkater in den Beinen, sondern oft auch für einen Kater am Tag danach.

Denn der Spaß während des Spiels und die Party danach sind essenzielle Bestandteile des archaischen Rituals. Dauerregen ist dabei des Sumpf-Fußballers liebstes Wetter, Schlamm im Gesicht seine bevorzugte Kriegsbemalung.

Wo die wilden Kicker wohnen: die Ursprünge des Sumpf-Fußballs

Die finnische Landesbezeichnung „Suomi“ bedeutet übersetzt Sumpf und tatsächlich bietet das Land mit seinen riesigen Sumpfgebieten ideale Voraussetzungen für gepflegtes Kicken im Schlamm.

Das dachte sich wohl auch ein Soldat, der dem Entstehungsmythos nach in der Stadt Hyrynsalmi, nahe dem Polarkreis, eine Skifahrer-Einheit fit machen sollte und als passionierter Fußballer ein rundes Leder im Gepäck hatte. Inzwischen hat der unbekannte Soldat weltweit tausende Nachahmer gefunden. Einer von ihnen ist Jyrki Väänänen.

Der ergänzte den Sport um einige Regeln und goss ihn so in eine offizielle Form. Auch heute noch ist Hyrynsalmi der Austragungsort der Sumpf-Fußball-WM. 1998, bei den ersten finnischen Meisterschaften, nahmen 13 Teams am Wettkampf teil.

Inzwischen reisen zur jährlichen Weltmeisterschaft zwischen 250 und 350 Teams nach Hyrynsalmi. Die Teilnehmer kommen unter anderem aus Russland, Deutschland, Schottland, Großbritannien und Island.

Sumpf-Fußball: die Regeln

Obwohl der Spaß im Vordergrund steht, gibt es doch ein paar Regeln, die mit einigen Ausnahmen denen des normalen Fußballs ähneln. Das Spiel wird auf dem Kleinfeld in zwei Halbzeiten à zehn Minuten ausgetragen, der Strafraum hat eine Größe von fünf Metern.

Bei einem Unentschieden dauert die Verlängerung maximal zehn Minuten, das Spiel wird dann nach dem Golden-Goal-Prinzip beendet oder es geht in eine Freistoß-Verlängerung. Es gibt kein Abseits. Die Teams bestehen aus fünf Feldspielern und einem Torwart.

Hinzu kommt eine unbegrenzte Zahl an Auswechselspielern, die jederzeit und ebenfalls unbegrenzt getauscht werden dürfen. Nicht gewechselt werden dürfen die Schuhe der Spieler, von denen jedes Jahr Hunderte im Morast stecken bleiben. Teures Schuhwerk sollten Sie beim Sumpf-Fußball also zu Hause lassen.

Das gibt es beim Sumpf-Fußball außerdem zu beachten

Die Regel Nummer eins beim Sumpf-Fußball lautet: Bewegung! Denn sobald Sie stehen bleiben, sinken sie bei einem gut präparierten Spielfeld bis zu den Hüften ein. Das kostet Kraft und am Ende den Sieg. Zu viel bewegen sollten Sie sich aber auch nicht, teilen Sie sich ihre Kräfte gut ein. Auch in Deutschland wird Sumpf-Fußball immer beliebter.

Hierzulande bietet sich etwa das Watt als Austragungsort an. Die After-Game-Party sollten Sie dann aber bitte am Strand abhalten, der Rhythmus von Ebbe und Flut muss immer im Hinterkopf behalten werden.

Auf die deutsche Regelversessenheit kann man beim Sumpf-Fußball getrost verzichten, dann klappt’s vielleicht auch mit dem WM-Titel.

Autor: Tim Geyer, Redakteur
Audi Cup 2017
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