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"Durch die Wand": Die atemberaubende Erstbesteigung der "Dawn Wall"

Sie schafften etwas, das vor ihnen noch niemanden gelang: Die US-amerikanischen Bigwall-Kletterer Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson bezwangen im kalifornischen Yosemite Nationalpark am "El Capitan" die schwierigste Route der Welt ganz ohne Hilfsmittel: Die rund 1000 Meter hohe "Dawn Wall". Der Dokumentarfilm "Durch die Wand" kommt am 4. Oktober 2018 in die deutschen Kinos. Playboy sprach mit den beiden über ihr größtes Kletter-Abenteuer.

Playboy: Was macht macht die Faszination Freiklettern für Sie aus?

Tommy: Mein Vater war Bergführer und er nahm mich zum Klettern mit, als ich noch recht jung war. Viele Jahre tat ich das aber nur, weil mein Vater es getan hat. Die Leidenschaft dafür kam eigentlich erst im Teenageralter. Ich fing mit vierzehn oder fünfzehn Jahren an etwas Ehrgeiz für mich selbst zu entwickeln und nahm von da an auch an Kletterwettbewerben teil.

Gab es Momente, in denen Sie daran gezweifelt haben?

Kevin: Oh ja. Wir haben an der Wand sogar sehr oft daran gedacht, aufzugeben. Vor allem, wenn man immer wieder scheitert. Als ich den 15. Abschnitt nach so vielen Versuchen immer noch nicht überwunden habe, ging es für mich nicht mehr weiter. Das war schon schlimm. Zweifeln ist aber eine natürliche Emotion, die bei jedem großen Unterfangen auftauchen kann, ob es nun Klettern ist oder etwas anderes. Das Schwierigste dabei ist, am Glauben festzuhalten, dass man es schaffen kann. Das war unsere größte Herausforderung.

Kevin Jorgeson, Playboy-Redakteur Maximilian Schroth und Tommy Caldwell bei der Filmpräsentation im Rio Palast München

Kevin scheiterte immer wieder am schwierigen 15. Abschnitt. Schließlich gab er auf, um seinen Freund weiter zu unterstützen. Doch Tommy wollte die "Dawn Wall" nicht alleine erklimmen. Beide beschlossen dann, dass sie es nur zusammen schaffen wollen. Kevin versuchte es erneut...

Wie lebt es sich im Zelt an einer Felswand in mehreren hundert Metern Höhe?

Tommy: Ich habe es da oben sehr genossen. Man hat viel Zeit für sich allein und die Sinne sind komplett geschärft. Das Zelt war der Ort, an dem ich mich nach einem langen Tag an der Wand vom Klettern entspannen und ausruhen konnte. Es war ein tolles Erlebnis und die Aussicht von dort war fantastisch.

Kevin (lacht): Ja, das stimmt. Aber als wir zwei Tage nach unserem Aufstieg unser Basislager abbauten, fühlte ich mich auf der kleinen Plattform zum ersten Mal in meinem Leben klaustrophobisch. Das war schon ein bisschen komisch, weil ich vorher damit überhaupt keine Probleme hatte.

[Instagram Embed: https://www.instagram.com/p/BhxtlatA-Da/?utm_source=ig_web_copy_link]

Was haben Sie gefühlt, als Sie oben angekommen sind?

Kevin: Es war eine große Erleichterung. Der Aufstieg war so lange nicht vorbei, bis es dann endlich vorbei war. Ich denke aber, dass wir mehr als nur eine Gipfelerfahrung hatten. Es war wie das Ende einer Beziehung. Mann muss dabei wissen, dass die Beziehung mit der Wand für Tommy sieben Jahre und für mich sechs Jahre dauerte.

Tommy: Ich mag es, wie du es beschreibst. Deshalb schmeckte es auch ein wenig bittersüß, als die Sache vorbei war. Wir mussten uns plötzlich von der Wand trennen.

Haben Sie schon neue Kletter-Abenteuer geplant?

Kevin: Wir klettern immer noch leidenschaftlich gerne, aber eher als Hobby. So große Projekte wie die "Dawn Wall" stehen in nächster Zeit nicht an. Es gibt schließlich auch noch ein anderes Leben und das gefällt mir gerade sehr gut.

Tommy: Wir haben für sowas momentan auch keine Zeit mehr, weil wir zum Start unseres Films überall auf der Welt unterwegs sind. Außerdem schreibe ich Bücher und möchte ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.

[Instagram Embed: https://www.instagram.com/p/Bnwi3ZEFAod/?utm_source=ig_web_copy_link]

 

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