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Das waren die größten Formel 1-Duelle

Legendäre Rivalen

Legendäre Rivalen: Das waren die größten Formel 1-Duelle

Im Zweikampf Mann gegen Mann erlebt die Formel 1 ihre dramatischsten, berauschendsten, wahnwitzigsten Momente. Legendäre Champions und tragische Helden – sie werden in diesen Duellen geboren. Eine Hommage an die größten Rivalen der Rennstrecke.

Die Konträren (1979–1980): Scheckter vs. Villeneuve

Es ist die perfekte Arbeitsteilung bei Ferrari: Der routinierte Südafrikaner Jody Scheckter ist fürs Siegen zuständig, der wilde Franko-Kanadier Gilles Villeneuve für die Show. Er ist für Enzo Ferrari wie ein Sohn, und auch das Publikum verzeiht dem Wirbelwind alles. Scheckter bleibt im Ferrari-internen Titelduell blass. Aber siegreich. In die Historie geht er als One-Hit-Wonder ein. Rebell Villeneuve dagegen wird ohne jeden Titelgewinn verehrt wie sonst nur Ayrton Senna, selbst von Gegenspieler Niki Lauda: „Gilles war ein Gigant, der Beste von uns allen und ganz bestimmt der Schnellste.“

Die Verbissenen (1986–1987): Mansell vs. Piquet

Agent provocateur spielen und dann darauf lauern, dass der Gegner durchdreht: Es ist ein simples Rezept von Nelson Piquet, aber Nigel Mansell, der „Britische Löwe“, tappt immer wieder in die Falle. Mal wird bloß sein Können beleidigt, dann gezielt seine Gattin. In der Saison 1986 beharken sich die Williams-Teamkollegen so konsequent, dass zuletzt Alain Prost Weltmeister wird. 1987 holt sich dann Piquet vor Mansell den Titel. „Das ist der Sieg des Glücks über die Dummheit“, kommentiert Piquet seinen Triumph. Nein, keine netten Zeitgenossen.

Die Cleveren (1971–2009): Ecclestone vs. Mosley

Der Teamchef und sein Anwalt: Bernie Ecclestone und Max Mosley sind eine Zweckgemeinschaft, die ein Imperium schafft. Erst proben sie den Aufstand, dann erfinden sie die Gesamtvermarktung der Formel 1. Exekutive und Legislative, aber mit fließenden Grenzen. Der eine regiert das Fahrerlager, der andere den Weltverband. Als alles verteilt ist, kommen sich die alten Kumpels ins Gehege. Aber irgendwie kann der eine nie ohne den anderen.

Die Glamourösen (1969–1970): Stewart vs. Rindt

Rennfahrer oder Popstar? Der Österreicher Jochen Rindt überschreitet die Trennlinie – und wird zum tragischen Helden. Kurz vor Saisonende 1970 stirbt er bei einem Unfall und darf seine Krönung nicht mehr erleben: Er wird postum Weltmeister. Das Vermächtnis gibt er an seinen größten Rivalen und engen Freund weiter: Jackie Stewart. Glamour und Risiken verbinden die beiden – und große Rennschlachten. Verwegene Kerle, die Ende der 60er das Credo zementieren: Champion werden – oder sterben.

Die Getriebenen (1976–1977): Lauda vs. Hunt

Die Formel 1 Mitte der 70er ist eine Formel der Lebemänner. Herrlich unkorrekt und spontan. James Hunt lässt sich auf dem Podest noch vor dem Siegerpokal eine Zigarette geben, Niki Lauda spannt Curd Jürgens die Frau aus. Echte Typen fahren ehrliche Rennen, mit allen Tricks und Ticks. Hunt mehr der Draufgänger, Lauda der Analytischere. Ewig Getriebene aber sind sie beide. Nicht bloß hungrig nach Erfolg, sondern süchtig. Exzentriker hinter dem Lenkrad und abseits der Piste. Das goldene Zeitalter des Rennsports. Für die Verfilmung des Duells kann es nur einen Titel geben: „Rush“.

Die Gnadenlosen (1994–1995): Schumi vs. Hill

Es ist die übliche britisch-deutsche Feindschaft im Sport, und Schumi wird zum Panzer. Klar, dass es da rummst. Zwischen Michael Schumacher und Damon Hill nicht nur im letzten Rennen 1994, dort aber gewaltig. Schumacher fliegt von der Piste, aber auch Hill rollt aus. Per Unfall bekommt Deutschland so seinen ersten Formel-1-Champion. Das eigentliche Missverständnis zwischen beiden aber ist eine falsche Übersetzung. Der labile Hill hatte den Perfektionisten Schumacher als „Klon“ bezeichnet. Überliefert wurde: „Clown“. Seither haben sie praktisch nie mehr mit­einander gesprochen.

Die Herrischen (1950–1951): Farina vs. Fangio

Berufsbezeichnung: Herrenfahrer. Als die Formel 1 ins Laufen kommt, noch ist der Motor vorn und das Cockpit hinten, bestimmen schon die mächtigen Charaktere, wo es langgeht. Nino Farina gegen Juan-Manuel Fangio, das ist frühe Champions League, vor allem ist es aber auch das Duell des Raubeins (Farina) gegen den Edelpiloten (Fangio). Der Klassiker: ein strenger Lateiner gegen einen lebenslustigen Latino. Die Ego-WM ist geboren.

Die Unerbittlichen (1988–1993): Senna vs. Prost

Ayrton Senna, der emotionalste unter den großen Champions, gegen Alain Prost, den kühlen Professor. Zwei Giganten, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Und zunächst fahren sie auch noch im selben Team: McLaren. Das ist wie Bayern und 1860 auf einem Trainingsplatz. Volle Grätsche, nur eben mit Tempo 300. Die Wagen werden zu Torpedos. Es geht um mehr als die Titel, die sie ohnehin abwechselnd gewinnen. „Ayrton will mich nicht schlagen“, sagt Prost, „er will mich demütigen, aber das ist seine Schwäche.“ Eine größere Feindschaft in der Formel 1 gab es bis heute nicht.

Video: Der Audi R8 im Test

Autor: Elmar Brümmer
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