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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Der Tennisarm

Woher kommt er, wie werde ich ihn los?

Nicht nur Tennisprofis leiden darunter

Fast jeder litt schon einmal unter einem „Tennisarm“, einer Epicondylitis humeri radialis, wie Ärzte im lateinischen Fachjargon sagen. Dabei handelt es sich um einen erworbenen, schmerzhaften Reizzustand der Sehnenansätze der Muskeln des Unterarms. Wer ist davon betroffen und was können Sie dagegen tun? Wir klären auf.

Der „Tennisarm“ oder „Tennisellbogen“ hat mit dem „Golferellbogen“ und dem „Mausarm“ verwandte Krankheitsbilder, die alle eines gemeinsam haben: Sie entstehen nicht über Nacht, sondern durch dauerhafte Über- oder Fehlbelastung. Das Areal um den Ellbogen schmerzt, Sie erleben einen Druckschmerz, haben Probleme beim Greifen und können oft nicht einmal richtig Händeschütteln.

Die Schmerzen entstehen durch kleine Risse in den Sehnen

Nimmt man es medizinisch genau, sind die Schmerzen um einen kleinen Knochenvorsprung, den sogenannten Epicondylus, an der Außenseite des Ellenbogens zu lokalisieren. Dort setzen über eine Sehne die Unterarm- und die daumenseitige Hand- und Fingerstreckmuskulatur an.

Sie sind für das Bewegen von Fingern und Handgelenk zuständig. Im Laufe der Zeit summieren sich kleine Schäden. Die Schmerzen entstehen durch mikroskopisch kleine Risse in den Sehnen, welche die Muskeln mit dem Knochen verbinden. Durch die Reizung kommt es in Folge auch zu einer Entzündung im Gewebe, die schließlich zu Gewebsveränderungen führen kann.

Tennisarm – Heimwerker sind betroffen

Von zehn betroffenen Patienten hat nur einer den Tennisarm beim Sport erworben. Neben der namensgebenden Sportart sind vor allem Volleyballer, Werfer, Ruderer, Kanuten und Schützen betroffen. Wesentlich häufigere Opfer sind „PC-Arbeiter“, Musiker, Handwerker, Heimwerker und Hausfrauen. Besonders gefährdet sind Männer im Alter zwischen 35 und 55 Jahren.

Sollten sie tatsächlich zur Fraktion der Tennisspieler gehören, helfen Ihnen folgende Strategien, um dem Tennisarm vorzubeugen: eine Verbesserung der Technik, vor allem bei der einhändigen, durchgezogenen Rückhand, da die Belastung für den Unterarm bei diesem Schlag am größten ist – und eine Pause. Spielen Sie nicht in den Schmerz hinein – bei den ersten Schmerzen am Ellbogen sollten Sie an den „Tennisarm“ denken. Ein Match gewinnen, aber dann monatelang Probleme haben? Das ist es nicht wert.

Tennisarm: Dehnen Sie die Unterarmmuskulatur

Generell gilt, dass Sie einseitige, monotone Bewegungen des Armes vermeiden sollten. Abhilfe kann das Dehnen der Unterarmmuskulatur schaffen. Zwei bis drei Mal am Tag strecken die den Arm und ziehen die Handfläche des beanspruchten Arms mit der anderen Hand nach hinten. Die Spannung sollte circa 15 Sekunden gehalten werden. Diese Bewegung sollte sie drei bis vier Mal wiederholen.

Wie behandelt man den Tennisarm richtig?

Wenn es zu spät ist, gibt es mehr Behandlungsmethoden als Sterne am Nachthimmel. Beinahe jeder Arzt empfiehlt Ihnen etwas anderes. Die Behandlungsansätze können sowohl konservativ als auch operativ sein. Sie können es nur mit Ruhe, mit Salben, mit Stoßwellen, mit Injektionen oder einer Operation versuchen, bei der die Sehne meist vom Muskel getrennt wird, damit sie an anderer Stelle wieder anwächst.

Aber auch hier gibt es andere Methoden. Seit einigen Jahren wird, vor allem, wenn nach mehreren Monaten konservativer Therapie keine Besserung eintritt, mit Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox, behandelt. Das neurotoxische Protein, das scheinbar in erster Linie dazu dient, die Stirn alternder Hollywoodstars zu glätten, kann durchaus Erfolge bei der Behandlung eines Tennisarms vorweisen.

Bei allen Therapieformen gilt: Erwarten sie keine Wunderdinge. Das Ausheilen eines Tennisarms erfordert viel Geduld und das Umstellen alltäglicher Gewohnheiten. Gönnen Sie sich und ihrem Arm Auszeiten.

Kühlen Sie Ihren Tennisarm

Sollte sich das Problem zu einem chronischen entwickeln, haben Sie wirklich ein Problem. Der Zustand wird sich auf Dauer immer weiter verschlechtern. Das Schließen der Faust, das Händeschütteln oder Heben von Gegenständen wird unerträglich, teilweise sogar unmöglich. Auch, wenn der Tennisarm im Grunde eine harmlose Erkrankung ist, sollten Sie damit nicht spaßen.

Zögern Sie eine Behandlung nicht unnötig hinaus, suchen Sie so früh wie möglich einen Arzt auf. Wenn dazu keine Zeit ist, können sie sich durch Kühlen des Arms selbst behandeln. Pro Stunde sollten sie den Tennisarm 20 bis 30 Minuten kühlen. Wie immer gilt: Die Kälte nicht direkt an die Haut kommen lassen.

Tennisarm: Nutzen Sie eine Spange

Studien in den USA haben übrigens nachgewiesen, dass die Injektion von Cortison und ähnlichen Stoffen zwar zu einer schnellen Linderung führt, die Schmerzen aber auch später vermehrt zurückkehren. Für viele Patienten ist die Epicondylitis-Spange, eine Bandage, die sie am Arm tragen, hilfreich. Sie bewirkt durch Druck auf die Muskulatur eine Regulierung der gestörten Muskelspannung und führt zu einer leicht veränderten Zugbeanspruchung am schmerzhaften Sehnenansatz. Eine Epicondylitis-Spange sollte über mehrere Stunden täglich insbesondere bei Belastung getragen werden. Der Berater wünscht ihrem Tennisarm gute Besserung.

Autor: Stefan Maurer
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