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Trainerwechsel im Fußball

Bringt's was?

Trainerwechsel im Fußball: Bringt's was?

Wenn es nicht läuft beim Fußball, wird der Trainer entlassen - so läuft das Saison für Saison in der Bundesliga. Aber zahlt sich so ein Trainerwechselüberhaupt aus? Der Berater hat die Fakten.

Der Rekord wurde in der Bundesliga-Saison 2003/2004 aufgestellt: Beeindruckende 14 vorzeitige Trainerwechsel gab es in dieser Spielzeit. Fünf in der Hinrunde, vier in der Rückrunde und fünf nach Saisonende (Hertha BSC, der Hamburger SV und 1860 München verschlissen jeweils gleich drei Trainer). In den vergangenen Spielzeiten hat sich das Trainer-Karussell zwar wieder etwas langsamer gedreht, dennoch gilt: Bei ausbleibendem Erfolg ist die Trainerentlassung immer noch das Mittel der Wahl für erfolgshungrige Vereinspräsidenten und Vorstände. Die Frage ist nur: Lohnt sich das überhaupt?

Was bringt ein Trainerwechsel? Das sagt die Wissenschaft

Dieser Frage sind bereits mehrere Wissenschaftler nachgegangen (und haben dabei erstaunlich komplizierte Messverfahren entwickelt – deren nähere Erläuterung wir Ihnen an dieser Stelle ersparen wollen). Professor H.P. Van Dalen von der niederländischen Tilburg Universität kam beispielsweise bei einer Studie von 1994 zu dem Ergebnis, dass ein Trainerwechsel in der überwiegenden Zahl der Fälle einen positiven Effekt auf die Leistung einer Fußballmannschaft hat. Inwiefern seine Ergebnisse repräsentativ sind, ist allerdings fraglich, denn er betrachtete nur die Trainerwechsel und deren Folgen in einer einzigen Saison (1993/1994) in der niederländischen Ehrendivision. Van Dalens Kollege Ruud H. Koning von der Universität Groningen wies in einer Studie aus dem Jahr 2000 nach, dass Van Dalen zwar mit seiner Analyse der Saison 1993/1994 richtig lag, sich in den folgenden Jahren aber kein ähnlich starker positiver Effekt von Trainerwechseln in der Ehrendivision nachweisen lässt.

Was bringt ein Trainerwechsel? Das sagt die Fußball-Historie

Während die Wissenschaft sich also uneinig ist, lassen sich in der Fußball-Historie zahlreiche Beispiele finden, die dafür sprechen, dass Kontinuität mehr bringt als häufige Trainerwechsel. Borussia Mönchengladbach hatte beispielsweise in seiner glorreichen Zeit in den 70er-Jahren, in der man fünf Meistertitel holte und zweimal den UEFA-Cup gewann, nur zwei Trainer: Hennes Weisweiler und Udo Lattek. Alex Ferguson, der Manchester United 1986 übernahm, hat mittlerweile zwölf Meisterschaften und zwei Champions-League-Titel mit dem Team geholt. Unter Winnie Schäfer erlebte der Karlsruher SC von 1986 bis 1998 die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte, ähnliches lässt sich über den SC Freiburg unter der Regie von Volker Finke sagen. Und bei Werder Bremen hat man aus der erfolgreichen Zeit unter Otto Rehhagel (1981 bis 1995) gelernt und hält seit 1999 an Thomas Schaf fest – ebenfalls mit großem Erfolg, wie der Meistertitel von 2004 und die Pokalsiege 1999, 2004 und 2009 beweisen. Fazit: Im Zweifel für den Trainer, der schon da ist. Die günstigere Variante als ein Trainerwechsel ist das in den meisten Fällen auch.

Autor: Felix Lenbach
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