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Joghurt wird oft als Functional Food verkauft

Was ist eigentlich Functional Food?

Functional Food liegt voll im Trend: Das Essen mit dem gewissen Extra, das gesünder sein soll als normale Lebensmittel. Aber bringen diese sogenannten funktionellen Lebensmittel wirklich etwas oder ist das nur Geldmacherei der Lebensmittelindustrie?

Seit einigen Jahren springt es uns aus jeder zweiten Fernsehwerbung entgegen: Functional Food, zu deutsch funktionelle Lebensmittel. Gemeint sind damit Nahrungsmittel, die speziell mit zusätzlichen Inhaltsstoffen angereichert werden und angeblich unserer Gesundheit zuträglich sind. Ursprungsland für die Nahrung mit Funktion ist – wie könnte es anders sein – Japan. Dort sind solche Lebensmittel unter dem Begriff "tokuho" bereits seit 1991 auf dem Markt. So wie auch in Deutschland dürfen sie nicht in Pulver- oder Kapselform angeboten werden. Allerdings macht man mit solchen Produkten in Japan Werbung für die Prävention von Krankheiten – in Deutschland ist das gesetzlich verboten.

Functional Food: Was ist wo drin?

Durch diverse Joghurt-Werbungen ist der Begriff Probiotika landläufig bekannt. Es handelt sich meist um Milchsäurebakterien, die in jeglichen Milchprodukten oder Sauerteigbrot angereichert werden. Diese Mikro-Organismen fördern ein gutes Darmklima. Allerdings kann man sich den Euro Zuschlag für das Functional-Food-Siegel hier sparen - Milchsäurebakterien sind nämlich in allen Dickmilchprodukten enthalten, die nicht wärmebehandelt wurden.
Ebenfalls gut für den Darm sind Präbiotika. Es handelt sich dabei um unverdauliche Kohlehydrate, die den Milchsäurebakterien als Nahrung dienen und so deren Wachstum fördern. gegen zuviel Cholesterin sollen Omega-3-Fettsäuren helfen. Diese kommen eigentlich in Fischöl vor, werden aber von Herstellern gern in Brot, Eiern und Margarine angereichert. Andere Zusätze sind die Vitamine A, C und E, diverse Ballast- und Minderalstoffe sowie Folsäure.

Functional Food: Bringt das überhaupt was?

Klar ist, dass alle diese Nährstoffe im Prinzip gesund sind. Ob es allerdings sinnvoll oder nicht sogar schädlich ist, sie in zusätzlichem Maße zu sich zu nehmen, ist nicht geklärt. Ernährungswissenschaftlern zufolge nimmt der Mensch genug Nährstoffe aller Art zu sich, wenn er sich gesund ernährt, soll heißen genug Obst und Gemüse zu sich nimmt. Lediglich Schwangeren und alten Menschen werden Zusatzpräparate mit Folsäure empfohlen, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Von langfristigen Schäden ist bislang noch nichts bekannt. Allerdings wird von einer Überdosierung von Vitamin A (Beta Carotin) abgeraten, da man vermutet, dass es Knochenbrüche anregt.

Video: Backen kann so schön sein - Vier Rezepte

Autor: Lena Kluth
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