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Was ist wirklich dran am Traumberuf Schiedsrichter?

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Was ist wirklich dran am Traumberuf Schiedsrichter?

Er hat die Macht, mit einem einzigen Pfiff ein WM-Finale zu entscheiden. Und wenn er in die Gesäßtasche greift, verwandelt sich selbst der brutalste Kicker zum Klosterschüler. Aber wie wird man eigentlich Schiedsrichter?

Der Schiedsrichter: Während Otto Normalschufter in stickigen Bürokomplexen seine 40 Arbeitsstunden in der Woche runterreißen muss, ist sein Arbeitsplatz das Fußballstadion. Die Kulisse: 60.000 jubelnde Fans. Er trägt die Verantwortung, mit einem einzigen Pfiff ganze Spiele entscheiden zu können und hat die größten Kicker-Idole als Arbeitskollegen. Und das Beste ist: Schiedsrichter werden kann quasi jeder.

Man ist nie zu alt, um Schiedsrichter zu sein

Denn: Die einzige Anforderung, die der DFB an Bewerber stellt, ist ein Mindestalter von 12 Jahren. Nach oben hin ist die Alterslatte wesentlich großzügiger gelegt, als beim Fußballspieler. Während Ballack und Co. schon mit Mitte 30 das Trikot für immer abstreifen müssen, dürfen die FIFA-Schiedsrichter noch mit 45 Jahren Länderspiele pfeifen, in der Bundesliga sogar noch mit 47, ehe sie in Rente geschickt werden.

Wer Schiedsrichter werden will, muss erst die Schulbank drücken

Dafür erwartet der DFB eine Mitgliedschaft in einem Fußballverein, Begeisterung für den Ballsport, die Bereitschaft, mindestens 20 Spielleitungen zu übernehmen, und an acht bis zwölf Tagen Weiterbildungsseminare abzusitzen. Trifft alles auf Sie zu? Perfekt. Bevor Sie aber fleißig Gelbe Karten verteilen und auf Elfmeterpunkte deuten dürfen, heißt es wie in jeder Ausbildung trotzdem erst noch: pauken, pauken, pauken. Bis zu 50 Unterrichtsstunden, in denen Ihnen die Fußballregeln eingeimpft werden, müssen durchgestanden werden. Abgefragt wird das Ganze wie damals in der Fahrschule, in einer theoretischen und einer praktischen Prüfung.

Auch Schiedsrichter müssen klein anfangen

Ist das alles endlich überstanden, ist der DFB bereit, Sie auf die Spieler loszulassen. Natürlich müssen Sie dabei zunächst etwas kleinere Brötchen backen. Auch ein Pierluigi Collina hat nicht mit einem WM-Finale begonnen. Bis ein Schiedsrichter in der Bundesliga den Ton angeben darf, muss er sechs bis acht Jahre Erfahrung in niederen Klassen sammeln. Doch der DFB beruhigt: „Bei Eignung können gegebenenfalls zwei Klassen in einem Jahr übersprungen werden.“ Zumindest am Anfang. Ab den Spielklassen der Landesverbände benötigt jeder Kandidat dann aber pro Spielklasse grundsätzlich ein Jahr. Über die Versetzung entscheidet jeweils ein Schiedsrichter-Beobachter.

Der Schiedsrichter verdient auch in der Finanzkrise gut

Der Obolus, den Sie als frischgebackener Schiedsrichter erwarten dürfen, ist zwar nicht vergleichbar mit den Gehältern der Fußball-Millionarios, lässt sich aber durchaus sehen. Für die Leitung eines Spiels der 2. Liga winken 2.000 und für die 1. Liga sogar üppige 3.800 Euro. Das entspricht einem Stundenlohn von mehr als 2.500 Euro – selbst in der Finanzkrise. Welcher Ihrer Freunde kann das schon von sich behaupten? Ihre aussagekräftige Bewerbung schicken Sie bitte an die örtliche Schiedsrichter-Gruppe oder den zuständigen DFB Landesverband.

Autor: Maximilian Reich
Endlich wieder Motivation im Job
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