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WM-Spiele abgefälscht

Der Einfluss von Politik und Religion

WM-Spiele abgefälscht: Der Einfluss von Politik und Religion

WM-Spiele zeigen, welche Teams die besten sind? Nicht immer. Manchmal beeinflussen auch politische und religiöse Motive den Verlauf von Weltmeisterschaften. Der Berater hat Beispiele aus der Fußballgeschichte ausgegraben.

WM-Spiele und wer daran teilnimmt – das war in der Fußballgeschichte schon häufiger eine Frage politischer Einstellungen oder der Religionszugehörigkeit. Nicht immer spielte das fußballerische Können und Geschick eine Rolle, wenn es darum ging, die Besten auf den Platz zu schicken. Zwei besonders anschauliche Beispiele hat der Sportautor Ulrich Hesse gefunden und präsentiert sie in seinem Buch „Wie Österreich Weltmeister wurde – 111 unglaubliche Fußballgeschichten“. Zwar ließen sich die Endrunden-Resultate der betroffenen Weltmeisterschaften nicht mit politischer oder religiöser Einflussnahme erklären, sagt er auf Berater-Anfrage, wohl aber manche Details im Verlauf von Tournieren und einzelner WM-Spiele.

WM-Spiele 1994 – warum ohne Japan?

WM-Spiele mit politisch unliebsamen Gegnern auszutragen – das muss doch nicht sein, dachten sich die Koreaner (Nord und Süd) während der Qualifikationsrunden zur Fußball-WM im Jahr 1994. Ihr gemeinsamer Feind: das Team der einstigen Besatzungsmacht Japan. Es wäre die erste WM-Teilnahme für Japan gewesen und die Nippon-Elf hatte sich bereits in eine komfortable Ausgangslage geschossen: Nur ein Sieg Südkoreas gegen die Brüder aus dem kommunistischen Norden mit mindestens zwei Toren konnte eine WM-Teilnahme der Japaner noch verhindern. Und nach einem solchen Ausgang der Begegnung sah es bis zur Halbzeitpause nicht aus. Es stand 0 : 0. Da instruierte der nordkoreanische Trainer Yoon Myung Chan seine Mannen, sich von Südkorea schlagen zu lassen. Und die Taktik ging auf: Die Nord-Elf patzte in der zweiten Halbzeit immer wieder, kassierte drei Tore. Japan war draußen. Erst 1998 bestritten die Japaner ihre ersten WM-Spiele.

WM-Spiele sonntags? Nicht jedermanns Sache

WM-Spiele auszutragen, kann je nach gegebenen Umständen aber auch ein religiöses Problem darstellen. Diese Erfahrung musste Nordirlands Trainer Billy Bingham während der Weltmeisterschaft 1982 machen. Es ging ins Viertelfinale gegen Frankreich und Bingham setzte auf seinen Spieler Johnny Jameson – nicht ahnend, dass dieser am 4. Juli 1982 als Mitglied der „Wiedergeborenen Christen“ gegen seinen Glauben hätte antreten müssen. Seine Religion verbot es Jameson nämlich, an einem Sonntag Bälle über den Rasen zu kicken. Der 4. Juli war ein Sonntag, und Jamesons Glaube versetzte, wenn auch nicht Berge, so doch den Aufstellungsplan des Trainers. Bingham war entsprechend erbost – vor allem über den Ausgang der Partie ohne Jameson: Nordirland verlor 1 : 4, und die Franzosen zogen gegen Deutschland ins Halbfinale. So entscheidend kann Religion sein, auch für WM-Spiele.

Autor: Philip Wolff
Die heißeste Politikerin Deutschlands
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