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Bis aufs Blut

Alles übers Tätowieren

Alles, was man über Tattoos wissen muss

Mit dem Tätowieren ist es wie mit dem Heiraten. Die Entscheidung fürs Leben sollte gut überlegt sein. Damit es am Ende nicht zu einer schmerzhaften „Scheidung" per Laserentfernung kommt, haben wir alles Wissenswerte rund ums Thema Tätowierung zusammengetragen

Tätowierungen sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und nicht mehr nur in Hafenkneipen zu finden, sondern auch unter Designeranzügen in Frankfurter Bürotürmen. Doch bevor Sie selbst den Gang zum Tätowierer wagen, gilt es einiges zu beachten. Was kostet mich der Spaß, wie kann ich sicher sein, dass mir das Bild danach auch gefällt und kann ich mir nach einer durchzechten Nacht spontan den Namen meiner Eroberung eintätowieren lassen? Die Liste der Fragen ist lang und wird noch länger bei der Suche nach dem richtigen Tätowierer. Denn es macht einen riesigen Unterschied, welches Tattoo-Motiv Sie wählen: einen Schriftzug, einen japanischen Koi-Karpfen, ein fotorealistisches Portrait oder einen Anker im Oldschool-Style. Für jede Stilrichtung gibt es Spezialisten.

Die Preisfrage: Was kostet eine Tätowierung?

Wie viel eine Tätowierung kostet, hängt vom Können, der Erfahrung und dem Bekanntheitsgrad des Tätowierers ab. Meistens bezahlt man den Tätowierer aber pro Stunde. Der Stundenlohn liegt dann ungefähr zwischen 100 und 250 Euro. Hinzu kommt natürlich die Frage, wie viele Stunden das Tätowieren dauern wird. Festpreise für bestimmte Motivgrößen sind eher unüblich. Wenn Sie beim Tätowierer das Motiv besprechen, sollte Ihre erste Frage aber nicht die nach dem Preis sein. Denn ein guter Tätowierer ist kein Dienstleister, sondern ein Künstler und Geld sollte bei einer lebenslangen Entscheidung sowieso eine untergeordnete Rolle spielen. Sparen Sie also lieber etwas länger auf ihre Tätowierung, bevor Sie ihr Leben lang mit einer „Gurke“ (misslungene Tätowierung) herumlaufen.

Wie erkenne ich einen guten Tätowierer?

Tätowieren ist in Deutschland kein Ausbildungsberuf, weshalb im Prinzip jeder Freizeitkünstler einen Laden eröffnen und sich Tätowierer nennen kann. Schauen Sie sich die Arbeiten des Tätowierers also entweder online an oder blättern Sie im Studio die Mappen mit Arbeitsproben durch. Achten Sie zum Beispiel bei einem Tiermotiv oder einem Totenschädel darauf, dass die Linien gleichmäßig dick und immer bis zum Ende durchgezogen sind. Verschwimmt die Farbe an einer Stelle, hat der Tätowierer zu tief gestochen. Ein weiteres Kriterium ist der Schattenwurf. Ist er überall gleichmäßig und sind die Farbverläufe fließend? Ein verräterisches Indiz für schlampige Arbeit sind die Proportionen. Wenn hier etwas nicht passt, schnell raus aus dem Laden. Ein guter Tätowierer nimmt sich vorab viel Zeit, bespricht das Motiv mit Ihnen und lehnt eventuell auch mal etwas ab. Ganz wichtig ist natürlich auch die Hygiene. Sterile Nadeln und Wegwerfteile an der Maschine, Aidshandschuhe und ein desinfizierter Arbeitsbereich sind das Minimum.

Davor und danach: Das müssen Sie beachten

Wenn es so weit ist und Sie einen Termin vereinbart haben, sollten Sie sich am Vortag schonen und ausgeschlafen sein. Sonst kann es zu Kreislaufproblemen kommen. Bis zu zwei Tage vor dem Termin muss man auf Blutverdünner wie Alkohol, Koffein, Schmerztabletten und Drogen verzichten, damit beim Stechen möglichst wenig Wundwasser und Blut austreten. Wenn die Sitzung beendet ist, gibt Ihnen der Tätowierer normalerweise eine Pflegeanleitung mit. Nach dem Tätowieren wir die Wunde desinfiziert und Sie bekommen einen sterilen Verband in aller Regel aus Zellophan. Nach einem Tag legen Sie den Verband ab, reinigen die Wunde mit kaltem Wasser, tragen eine dünne Schicht Wundheilsalbe auf und legen einen neuen Verband an. Das machen Sie ca. die nächsten drei Tage, alle acht Stunden. Vollständig abgeheilt ist eine Tätowierung nach sechs bis acht Wochen. Solange sich noch Schorf auf der Tätowierung befindet, sollte sie regelmäßig eingecremt werden, dann erstrahlt sie am Ende auch in voller Pracht.

Autor: Tim Geyer, Redakteur
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