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Welches Tattoo darf's denn sein?

Das steckt hinter den Motiven

Das Einmaleins der Tattoo-Motive

Sterne, Anker, Herzen, Rosen und Pin-Ups: Die Liste der Tattoo-Motive ist endlos. Aber welche Bedeutung steckt eigentlich hinter den gängigsten Motiven? Wir erklären Ihnen die teils skurrilen Definitionen von Tätowierungen

Der Adler auf der Schulter, der Anker auf dem Unterarm, der Drachen auf dem Schulterblatt: Dem tätowierten Mann werden Stärke und Potenz zugesprochen. Doch was hinter den gängigsten Tattoo-Motiven steckt, wissen nur die Wenigsten.

Tattoo-Motive: Die wichtigsten Retro-Tattoos

Wem würden Sie wohl bei den das Symbol des Ankers zusprechen? Nein, es waren nicht die Seefahrer, die dieses Tattoo-Motiv als erstes trugen. Als etwa 300 nach Christus die frühen Christen verfolgt wurden, wählten sie als Erkennungsmerkmal den Anker als verstecktes Symbol für das Kreuz. Erst viel später stachen sich Seemänner den Anker als Zeichen von Stabilität im Geist und Berufstreue unter die Haut. Das Zeichen aufrichtiger Liebe ist in westlichen Kulturkreisen nicht etwa das Herz, sondern die Rose. In der schmutzigen Version davon, der „Rose von Jericho“ dagegen, die John Irving in seinem Buch „Bis ich dich finde“ beschreibt, erkennt man bei genauem Hinsehen Schamlippen in der Blüte. Das Tattoo-Motiv Herz erfreute sich während des zweiten Weltkrieges besonderer Beliebtheit. Soldaten erinnerten sich so an ihre Liebsten, die zu Hause auf sie warteten und trugen es als eine Art Notiz – damit sie wussten, für was sie kämpfen. Das Tattoo-Motiv „Herz Jesu“ dagegen soll die uneingeschränkte Liebe zu Gott demonstrieren.

Tattoo-Motive: Der Stern ist die häufigste Ersttätowierung

Der Stern gilt als ein universal gut angesehenes Tattoo-Motiv und wird deshalb bis heute am häufigsten als Ersttätowierung gewählt. Die Seefahrer trugen den nautischen Stern als Tattoo-Motiv aufgrund ihres Aberglaubens, ohne ihn nicht nach Hause zu finden. Sailor Jerry war eine der größten Tätowierer-Legenden. Bis zu seinem Ableben wurde er auch von vielen Punks und Rockern besucht, die sich von ihm den nautischen Stern stechen ließen, in der Hoffnung, der Stern zeigt ihnen den richtigen Weg im Leben.

Tattoo-Motive: Menschen und Tiere unter die Haut gestochen

Seit über sechzig Jahren faszinieren uns Pin-Ups als Tattoo-Motive. Den Anfang machten US-Soldaten, die sich, von Marilyn Monroe und Betty Grable inspiriert, Frauen tätowieren ließen. Die Männer wollten sich an die Schönheit und den Charme der Frauen erinnern, die sie für ihren Militäreinsatz hinter sich lassen mussten. Heutzutage sind Schwalben als Tattoo-Motiv bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt und zieren oft den Bereich um das Schlüsselbein. Seefahrer sollte die Schwalbe an die Seelen der Toten erinnern. Sie galt als Symbol des Widerstands. Der Adler ist ein beliebtes Tattoo-Motiv für die Schulter oder gar den gesamten Rücken. Er gilt als Symbol für Freiheit und einen freien Geist. In Asien steht der Drache als Symbol für etwas Gutes oder Gütiges und soll Glück bringen – außerdem wird mit ihm Überlegenheit ausgedrückt. Im westlichen Kulturkreis dagegen brachte man Drachen lange Zeit mit Grausamkeit und negativer Energie in Verbindung.

Gefängnistätowierungen: Die Tattoo-Motive der bösen Jungs

Für Gefängnisinsassen geht es nicht um spirituelle Absichten oder darum, hübsch auszusehen. Die bösen Jungs tragen Tätowierungen, um sich zu markieren oder nicht zur Gruppe gehörende Personen zu verschrecken. Der Zuhälter trägt als Tattoo-Motiv einen kleinen schwarzen Punkt auf dem linken Jochbein. Wenn aus dem einen Punkt drei werden und sie sich zwischen Daumen und Zeigefinger befinden, will der Tätowierte damit sagen: nichts gesehen, nichts gehört, nicht gesagt. Das allseits bekannte Tattoo-Motiv „Knastträne“ kann sowohl das Ertragen von Schmerz, einen begangenen Mord oder die Erinnerung an einen im Gefängnis verstorbenen Freund symbolisieren. Der „8ball“ hat ebenfalls diverse Bedeutungen. Da es die letzte Kugel im Billard ist, kann der „8ball“ als Todessymbol interpretiert werden, wegen der Verbindung zum achten Buchstaben im Alphabet, dem H, ebenfalls auf Drogenkonsum (Heroin) oder Homosexualität verweisen.

Tattoo-Motiv Stern auf dem Knie? Der war wohl im russischen Gefängnis

In russischen Gefängnissen bedeutet der nautische Stern auf den Knien tätowiert: „Ich werde nicht einbrechen, auf die Knie gehen“. An anderen Stellen des Körpers verweist er auf Respekt einflößende Diebe und Hooligans. Beliebt sind als Tattoo-Motive auch Schriftzüge auf der Stirn von russischen Gefangenen. Steht da beispielsweise „Ziege“ oder „Hahn“, deutet das auf die passive Homosexualität des Insassen hin. „Vampir“ oder „Stier“ stigmatisieren verurteilte Vergewaltiger. Das meistverbreitete Tattoo-Motiv in englischen Gefängnissen ist übrigens das Akronym „A.C.A.B“ und steht für: All cops are bastards. Das braucht weder übersetzt zu werden, noch erleichtert es dem Gefangenen wahrscheinlich auch nach seinem Knastaufenthalt das Leben. In diesem Sinne: Think before you ink!

Autor: Tina Heindel
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