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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Vom OP-Tisch in den Chefsessel?

Hilft der Beauty-Doc bei der Karriere?

Karrierekick dank Schönheits-OP?

Wenn Mann erfolgreich sein möchte, legt er sich dafür schon mal unters Messer. Jugendlichkeit und Schönheit werden mit Erfolg und Energie assoziiert – Schlupflider, Tränensäcke und Bauchansatz haben (zumindest im Kopf) keinen Platz. Wir haben nachgeforscht und festgestellt, warum Männer der plastischen Chirurgie so hohes Wachstum bescheren

Sie denken jetzt vielleicht: „Was interessieren mich Schönheits-OPs?“. Die Frage ist schnell beantwortet: Mindestens jeder fünfte (!) Patient auf dem Operationstisch der Schönheitschirurgen ist ein Mann. Tendenz steigend.

Faltenfrei und jung im Gesicht

An erster Stelle der ästhetischen Eingriffe steht die Augenpartie: Ober- und Unterlider, aber auch Tränensäcke und Faltenbehandlung, unter anderem mit dem Nervengift Botox. In Maßen wirkt Botox sehr gut, man muss nach der Behandlung nicht zwingend wie Nicole Kidman oder Sylvester Stallone aussehen. „Die Zornesfalte zwischen den Augenbrauen ist die einzige, bei der man den Muskel komplett ausschalten muss, um sie verschwinden zu lassen“, erklärt Dr. Fabian Weiller, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie in München. Die Fältchen um die Augen dagegen, sowie auch im Mundbereich, können durch Botox verringert werden, ohne dass es jemand sieht – nur das Relief wird sanfter und schöner, so Dr. Weiller. Einige seiner männlichen Patienten beginnen bereits mit 30 Jahren mit Botoxbehandlungen, mit 40 sind dann Faltenbehandlungen und Schlupflider an der Reihe, mit 50 folgt das komplette Facelift. „Man darf nicht vergessen, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben – da muss man jung und fit aussehen – nicht verbraucht.“

Gestählter Körper ohne Sport

Gleich an zweiter Stelle der ästhetischen Eingriffe steht das Fettabsaugen. Die Patienten sind meist zwischen 30 und 40 Jahren alt und sitzen nicht selten in Vorständen großer Unternehmen, und haben nicht viel Zeit für Sport. Fett wird nicht nur an Bauch und Hüfte abgesaugt. „Da gibt es etwas, das nennt sich Gynäkomastie. Das bedeutet, dass die Brustdrüsen beim Mann vergrößert sind“, erklärt Weiller. Dieser Brustansatz ist vererblich und kann durch Sport nicht abtrainiert werden. „Es gibt aber auch eine scheinbare Gynäkomastie, also Biertitten. Schließlich sind im Bier jede Menge Hormone!“ Diese „Biertitten“ kann Mann selbstverständlich abtrainieren.

„An der Nase eines Mannes...“

„...erkennt man seinen Johannes.“ Stimmt nicht. Noch eher misst man über die Hände, erklärt Weiller. Dennoch ist die Nase eine unglaublich sensible Projektionsfläche für den Mann. „Noch werden hierzulande Nasen nicht wie in Amerika üblich zum 16. Geburtstag geschenkt“ dennoch wird sie häufig bereits in den frühen 20ern operiert. Noch jünger sind die Patienten, die sich einer Ohrenanlegung unterziehen. Zwar ist es letztendlich ein ästhetischer Eingriff, dennoch sind die Patienten klassischerweise im Vorschulalter „damit die Kinder in der Schule nicht gehänselt werden“, sagt Weiller. Die zweite Welle des Ohrenanlegens erreicht die Chirurgen durch Patienten im Pubertätsalter. Wenn dann verfrühter Haarausfall hinzukommt, ist es für den Mann oft besonders schlimm. Bei der ästhetischen Chirurgie wird oft nicht nur das Körperliche verändert. „Patienten mit psychischen Erkrankungen wie dem Dysmorphophobie-Syndrom, also dem ständigen Gefühl, entstellt zu sein, kann geholfen werden. Gerade viele junge Männer denken ‚Ist ja klar, dass mit den Mädels nichts geht bei meinen Ohren’“.

Wenn das Haar lichter wird

Transplantiert werden nicht nur Kopfhaar, sondern auch Augenbrauen oder Bärte. Die Techniken sind weit fortgeschritten, schließlich wird der nicht ganz natürliche Übergang am Haaransatz nur einem Profi auffallen. Der Vorteil hierbei: „Was einmal transplantiert ist, fällt nicht mehr aus – Veranlagung hin oder her“, so Weiller. Heute werden Haare nicht mehr in ganzen Büscheln, sondern einzeln transplantiert.

Kuriositäten auf dem OP-Tisch

Immer wieder bekommt Dr. Weiller exotische Anfragen: Poimplantate, Korrekturen nach Penisverlängerungen oder –verdickungen oder Aussagen wie „Ich hätte gerne einen Sixpack gesaugt“. Es gibt Chirurgen, die bieten eine operative Vergrößerung des weiblichen G-Punktes durch Eigenfettinjektion an. „Aber da mache ich definitiv nicht mit“, meint Weiller. Er selbst hat an sich übrigens nichts machen lassen. Weiller trägt selbstbewusst Glatze, hat charismatische Lachfalten und findet, dass seine männlichen Patienten oft etwas diffiziler sind als die weiblichen. Er muss hinter jedem Eingriff stehen – sonst führt er ihn nicht durch und findet: „Irgendwo hört das Körpertuning einfach auf.“ Das findet der Berater übrigens auch.

Autor: Tina Heindel
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