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Was zur Hölle ist eigentlich Mooning?

Eine Tradition feiert Comeback

Was zur Hölle ist eigentlich Mooning?

Sie sind richtig wütend? Sie könnten ausrasten? Und jetzt zeigen Sie jemandem den Stinkefinger – na, Sie sind aber ein Revoluzzer! Wer heutzutage den Aufstand probt, der muss sich schon ein bisschen mehr einfallen lassen: "Mooning" zum Beispiel. Kennen Sie etwa nicht? Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen!

Die 68er gaben dem Mooning seinen Namen. Mooning leitet sich aus dem englisch Moon (Mond) ab und bedeutet: Blank ziehen, also jemandem seinen nackten Hintern zu zeigen. Die Gründe dafür:  Hohn, Wut und Protest. Mittlerweile ist Mooning vor allem in Nordamerika, Australien, Kanada, Südafrika, Schweden und Dänemark verbreitet. Doch auch hierzulande bekommt das Blank ziehen langsam Kultcharakter.

Mooning mit Geschichte

Auch wenn die späten sechziger Jahre dem den Siegeszug des Moonings einleiteten, so sind deren Erfinder keineswegs die Hippies, sondern die Maori. Das neuseeländische Urvölkchen zieht seit Jahrhunderten blank – und zwar aus Tradition. Zur Begrüßung von Feinden und zur Diskreditierung dieser zeigt das Volk selbstbewusst sein Hinterteil, frei nach dem Motto: Ihr könnt uns mal am A.... lecken.

Das musste selbst die Queen am eigenen Leib erfahren: Bei einem Staatsbesuch in Neuseeland 1953 wurde die Queen „gemoont“ und auch ihrem Sohn Charles samt Frau Diana erging es 1983 nicht anders.

Die Royals waren not amused und es hagelte Geldstrafen. Für hiesige Mooner gilt: In Deutschland gibt es kein konkretes Gesetz, das Mooning verbietet. Wird es jedoch zur Anzeige gebracht, fällt es unter den Tatbestand der Beleidigung. Das Strafmaß hängt dann von der Schwere der Tat ab.

Mooning mit Kultcharakter

Wer es nicht auf eine Geldstrafe ankommen lassen will, der kann in den USA blank ziehen und gegen alles, was ihm bitter aufstößt, demonstrieren.

Denn einmal im Jahr treffen sich im kalifornischen Laguna Niguel tausende Mooner vor dem Mugs Away Saloon und zeigen der vorbeikommenden Bahn ihre nackten Ärsche.

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24 Stunden lang können Sie jährlich am zweiten Samstag im Juli dabei sein. Zurück geht dieses Ritual übrigens auf einen Amerikaner der 1979 jedem, der dem vorbeikommenden Zug sein nacktes Hinterteil zeigt, ein Freigetränk versprach. Das hat er nun davon.

Autor: Max Marquardt, Playboy
Das Playboy-Interview mit Christian Ulmen
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