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Tattoos für die Ewigkeit

So machen Sie alles richtig

Tattoos für die Ewigkeit

Sich tätowieren zu lassen, gehört zu einer wahrlich gravierenden Entscheidung im Leben. Doch Vorsicht: Von Arschgeweih bis zum Gesichtstattoo – die Liste der Fehltritte ist lang. Was bei Tattoos zu beachten ist, weiß der Berater.

Über 25 Prozent der deutschen Männer und Frauen zwischen 25 und 34 Jahren sind tätowiert, Tendenz steigend. Oft ist es nur ein schmaler Grad, ob Ihr Tattoo zur ungeliebten Jugendsünde oder die Erfüllung eines langgehegten Wunsches wird. Schließlich begleitet einen das Kunstwerk auf der Haut ein Leben lang – und die Entfernung des Tattoos kostet drei Mal so viel wie die ursprüngliche Tätowierung. Darum Vorsicht vor einer überhasteten Spontan-Aktion! Das kann Ihnen mit diesen sechs Regeln nicht passieren.

Tattoo-Regel 1: Zeit lassen bei der Motivsuche

Erinnern Sie sich noch an die heiße, blonde Studentin aus der ersten Reihe? Die mit ihrem bauchfreien Top alle Jungs verrückt machte? Die mit dem Arschgeweih, genau da, wo der Name es subtil vermuten lässt? Tja, so schnell kann das gehen, heute noch in und morgen schon sowas von out. Daher gilt: Wer mit dem Gedanken an ein Tattoo spielt, sollte sich mit der Entscheidung für ein Motiv genügend Zeit lassen. Ein gutes Zeichen ist, wenn Sie ein bestimmtes Tattoo-Motiv bereits seit Jahren im Kopf haben. Das bedeutet, dass Ihr Tattoo relativ zeitlos ist, losgelöst von kurzweiligen Modeerscheinungen.

Tattoo-Regel 2: Es muss vor allem dem Träger gefallen

Schön, wenn Sie bei Ihrer Motivwahl auch Mitmenschen mit einplanen. Das Wichtigste aber ist: Die Tätowierung muss vor allem dem Träger selbst gefallen – am besten auch noch in zwanzig Jahren (siehe dazu auch Tattoo-Regel 1). Sie tragen das Tattoo, Sie müssen damit leben! Ausnahme: Der in Regenbogenfarben schillernde Schmetterling auf dem Allerwertesten – Sie sehen ihn selbst nie und der Prachtkerl sollte dann wohl vor allem Ihrer Frau gefallen.

Tattoo-Regel 3: Körperteil finden

Entscheidungskriterien sind dabei die Sichtbarkeit (siehe Tattoo-Regel 4), aber auch die Schmerzempfindlichkeit der Körperstelle. Als besonders schmerzhafte Bereiche für das Stechen eines Tattoos gelten der Nacken, sowie die Haut über den Rippen – allein der Gedanke ist bereits unangenehm, oder? Der Oberarm ist eher unempfindlich für Schmerzen und wohl auch deshalb eine gerne genutzte Körperregion.

Tattoo-Regel 4: Sichtbarkeit festlegen

Soll das Tattoo nur für jene sichtbar sein, die Sie gut kennen – oder auch für Ihren Arbeitgeber? Bevor Sie sich in einer beruflich schwierigen Phase eine kriegerische Maori-Gesichtstätowierung à la Mike Tyson zulegen, sollten Sie diese Aktion vielleicht mit Ihrem Chef diskutieren.

Video - Jerome Boateng und seine Tattoos

Tattoo-Regel 5: Den Tätowierer Ihres Vertrauens finden

Die Auswahl eines ausgebildeten, guten Tätowierers gehört ebenfalls zu den Basics, damit Sie mit Ihrem Tattoo lange Freude haben. Beim Tätowieren werden die oberen Hautschichten verletzt, daher kann es bei mangelnder Hygiene zu äußerlichen Verunstaltungen kommen. Schlimmstenfalls drohen gar Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder Aids. 
So erkennen Sie den Tätowierer Ihres Vertrauens:

  • - Der Arbeitsplatz sollte keimfrei und so sauber wie möglich sein und nach jedem Kunden desinfiziert werden
  • - Die Farben sollten nur für einen Kunden eingesetzt werden (Einmalgefäße)
  • - Der Arbeitsplatz sollte deutlich vom übrigen Studio abgeteilt sein
  • - Der Tätowierer sollte Einmalhandschuhe tragen
  • - Der Tätowierer sollte nicht an seinem Arbeitsplatz essen und trinken
  • - Nach Allergien und Krankheiten fragen
  • - Ehrlich über Risiken aufklären
  • - Die Haut vor dem Beginn desinfizieren
  • - Über Verhaltensregeln vor und nach dem Stechen informieren (kein Schwimmbad, etc.)

Tattoo-Regel 6: Tätowierung entfernen lassen

Sollte eigentlich nur greifen, wenn Sie die Tattoo-Regeln 1 bis 5 nicht beachtet haben – oder trotz aller Vorbereitung der Karren im Graben liegt. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen können Sie das Tattoo mit Lasergeräten entfernen lassen. Doch Achtung: Das Entfernen einer Tätowierung ist teuer und schmerzhaft. Lassen Sie sich von einem Dermatologen umfassend beraten, falls Sie Ihr Tattoo mit einem Lasergerät entfernen lassen möchten. Durch die falsche Handhabung von Geräten können hässliche Narben zurückbleiben. Hände weg von Tattoo-Entfernungen mit flüssigen Lösungen und dubiosen „Tattoo-Cremes“. Eine weitere Alternative zur Entfernung einer Tätowierung ist das sogenannte Cover-up-Tattoo. Dabei wird das eigentliche Tattoo nicht entfernt, sondern aufgehellt und ein weiteres Motiv darüber tätowiert. Wer einen sehr kunstfertigen Tätowierer findet, kann sein „altes“, in ein ansehnliches „neues“ Tattoo verwandeln. Fachliche Beratung in allen Bereichen rund um das Thema Tattoo gibt es übrigens beim Tätowierer-Verband „United European Tattoo Artists“.

Autor: Johannes Gerl
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