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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Mein Schlitten & Ich

Sandra Heldt und ihr Mercedes C43 AMG

Über Umwege

Wundern Sie sich auch, dass attraktive Frauen manchmal auf so seltsame Flitzpiepen stehen? Hier wieder so ein Fall: Sandra Heldt, 29, Jurastudentin aus München, hat ihr Herz an einen Mercedes C43 AMG verloren. Inklusive Flipflop-Lackierung

Mein Vater und ich hatten einen Deal. Genauer gesagt, war es ein fantastisches Versprechen: Wenn ich meinen Führerschein mache und ein Jahr lang unfallfrei fahre, dann würde er mir sein Auto schenken. Das war 2001, und das Auto, das mir da plötzlich so verlockend vorschwebte wie die berühmte Wurst, die einem vor dem Gesicht baumelt, war kein normales Auto. Sondern ein Mercedes C36 AMG. Ich machte also brav meinen Führerschein und bewegte mich ein Jahr lang wie ein Igel im Ballonladen - ganz vorsichtig. Pünktlich an einem Sommertag im Jahr 2003 stand ich dann bei meinem Dad auf der Matte, damit er sein Versprechen einlösen möge. Und was musste ich erfahren? Dass er just an diesem Tag sein Auto an seinen besten Freund verkauft hatte! Ich konnte es gar nicht fassen. Meine Güte, war ich sauer. Ich sprach ein ganzes Jahr lang kein einziges Wort mehr mit meinem Vater.

Doch ich würde mich nicht hier im Playboy präsentieren können, wenn die Sache nicht noch ein gutes Ende genommen hätte. Um das Eis zu brechen, rief mich mein Vater eines Tages an und sagte, dass er gerade ein seltsames Auto in seiner Kfz-Werkstatt habe. Ich möge doch mal vorbeikommen und schauen. Missmutig fuhr ich hin - da stand es auf der Hebebühne, und als ich erfuhr, dass es ab sofort mein Auto sein würde, war es um mich geschehen.

Ich habe den besten Vater der Welt!

Mein Traumauto ist ein ganz besonderer Wagen: ein Mercedes C43 AMG, eines der ersten Exemplare und mit einer optischen Besonderheit veredelt. Er hat nämlich eine „Flipflop“-Lackierung. Es gab sie damals tatsächlich so ab Werk, sie heißt „Designo-Variocolor Violet“, und das bedeutet, dass der Lack je nach Sonneneinstrahlung und Blickwinkel in verschiedenen Lilatönen schimmert. Vorbesitzer dieser außergewöhnlichen C-Klasse war die Mercedes-Tochterfirma AMG selbst. Ein Firmenwagen also. Na, so eine Firma lob ich mir.

Der Tacho geht bis 280, und wenn ich mal richtig aufs Gas trete, schlägt die Nadel tatsächlich an. Ich habe sogar mal einen Porsche auf der Autobahn stehen lassen. Der konnte es gar nicht fassen, von einer viertürigen Spießerlimousine so gedemütigt zu werden. Na ja, Porsche-Fahrer haben eben nicht gerade den größten . . . Selbstbewusstseinsquotienten.

Nur eine Kleinigkeit stört mich an meinem Traumschlitten: Sein Herz ist nicht echt. Will heißen, es ist nicht mehr die Originalmaschine verbaut, sondern ein Austauschmotor aus einem Mercedes ML 430. Das müsste mich normalerweise nicht besonders kümmern, denn die Motoren sind gleich groß. Aber als ich es erfahren habe, ging es mir doch sehr nahe, da ich meinen Benz ja irgendwann einmal zum Oldie mit H-Kennzeichen machen will. Außerdem: Wie der TÜV lege auch ich selbst großen Wert auf Originalität.

Deshalb werde ich mir wohl bald ein Ausschlachtfahrzeug suchen müssen und eine Herz-OP bei meinem Schatz veranlassen. Damit zwischen uns wieder alles so gut wird wie zwischen mir und meinem Papa.

Text: Sandra Heldt

Auch Sie lieben Ihren alten Schlitten und wollten außerdem schon immer mal im Playboy vorfahren? Dann schreiben Sie uns. Über sich und Ihr Auto. Ein Foto von Ihnen und Ihrem geliebten Wagen dazu, und schon ist Ihre Bewerbung fertig. Die schönsten Fahrzeuge und die besten Liebeserklärungen erscheinen immer an dieser Stelle.

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