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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Die Marke mit den zwei Gesichtern

Montblanc: altmodisch und doch topmodern

Herrliche Gegensätze

Kaum eine Uhrenmarke vereint in ihrer Kollektion so grundverschiedene Gesichter wie Montblanc. Topmodern auf der einen Seite und zugleich historisch angehaucht: Hier sind zwei der spannenden 2017er Neuheiten der Schweizer Manufaktur

Wie Anno dazumal:

1858 Chronograph Tachymeter Limited Edition

Ein 44 Millimeter großes Gehäuse aus massiver Bronze, dazu ein champagnerfarbenes Retro-Zifferblatt mit historischem Logo und altmodischen „Kathedralenzeigern" – Die „1858 Chronograph Tachymeter Limited Edition“ sieht aus, als sei sie vor hundert Jahren entstanden. Auch die Ziffern muten auf den ersten, flüchtigen Blick alt und verblasst an, doch sind sie mit aktueller Super-LumiNova-Leuchtmasse im Farbton Beige gefüllt.

Der auf 100 Exemplare limitierte Monopusher-Chronograph hat einen bronzefarbenen Gehäuseboden aus Titan und ein cognacfarbenes Alligatorlederarmband. Die Schließe ist leider nicht massiv, sondern nur bronze-beschichtet.

Das Handaufzugs-Kaliber Minerva MB M16.29 begeistert mit klassischem Säulenrad, Schraubenunruh und einer „V“-förmigen Chronographenbrücke. Es kommt auf eine Gangreserve von 50 Stunden.

Der Spaß ist leider nicht ganz billig: Montblanc berechnet für die Uhr stolze 27.500 Euro.


Wie aus der Zukunft:

TimeWalker Chronograph 1000 Limited Edition 18

1916 entwickelte die Manufaktur Minerva, die zwischenzeitlich von Montblanc aufgekauft wurde, eine Stoppuhr, die die Hundertstelsekunde messen konnte. In Erinnerung an diese Zeit kommt nun der „Montblanc TimeWalker Chronograph 1000 Limited Edition 18“, ein mechanischer Monopusher-Chrono mit einer Messgenauigkeit auf die Tausendstelsekunde genau. In einem Gehäuse, das futuristisch aussieht und zugleich historisch angehaucht ist.

Die Gangreserveanzeige ist von alten Benzinuhren inspiriert, während die schwarzen und roten Details und die 1/1000stel-Sekundenanzeige an frühe Armaturenbretter erinnern. Die geriffelte Krone und die Lünette sollen klassische Tankdeckel zitieren, und die roten Löcher im schwarzen Alligator-Lederarmband spielen auf die typischen Autofahrerhandschuhe an, wie man sie früher trug.

Das 46 Millimeter große Gehäuse mit halbskelettierten Hörnern besteht aus satiniertem Titan, das schwarz DLC-beschichtet wurde. Die Lünette wird aus kratzrestistenter Keramik gefertigt. Das Zifferblatt liegt unter einem leicht rauchfarbenen Saphirglas.

Das Uhrwerk verbindet zwei Patente und 22 Nebenpatente. Das Kaliber MB M 66.26 besteht aus 488 Teilen und arbeitet mit zwei Antrieben. Der erste ist für die Zeitanzeige zuständig, der zweite für die Chronographenfunktionen.

Und das geht so:

Die Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeigen werden über eine große Unruh mit 18 Schrauben und einer Frequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde gesteuert. Die kleine Unruh des Chronographen wiederum arbeitet mit satten 360.000 Halbschwingungen pro Stunde (50 Hz) und ist bei 10 Uhr zu sehen. Für eine noch höhere Präzision ist der kleine Unruhreif des Chronographen mit zwei Spiralfedern ausgestattet, die übereinander angebracht sind.

Wenn eine Zeit gemessen wird, umkreist der Hunderstelstelsekunden-Zeiger einmal pro Sekunde das gesamte Zifferblatt. Doch statt in einer glatten Bewegung vorzurücken, ist seine Fahrt in hundert Einzelschritte unterteilt, die mit bloßem Augen gar nicht erkennbar sind. Das Mittelrad des Chronographen, auf dem der zentrale Chronographenzeiger angebracht ist, springt jeweils in einer Hundertstelsekunde von einem Schritt zum nächsten. Die Tausendstelsekunden hingegen werden auf andere Art gemessen. Denn die Unruh mit einer Frequenz von 360.000 Halbschwingungen pro Stunde steuert auch ein so genanntes "Tausendstelrad". Dieses rotiert zehnmal pro Sekunde um seine Achse und liefert damit die Auflösung, mit der die Hundertstelsekunde noch in weitere Zehnerschritte unterteilt werden kann.

Die Unruh für den Chronographen wird von einem eigenen Federhaus angetrieben und erst dann in Bewegung gesetzt, wenn der Chronograph gestartet wird. Die Energie reicht für Zeitmessungen bis zu 45 Minuten Gesamtdauer. Die Gangreserve der normalen Zeitanzeige liegt bei 100 Stunden.

Witziger Nebeneffekt der beiden Antriebe: Mit der Krone zieht man im Uhrzeigersinn das eine Federhaus auf und gegen den Uhrzeigersinn das andere.

Kommen wir auch hier zum einzigen Haken an der Geschichte – dem Preis: 175.000 Euro. Scheint ebenfalls aus der Zukunft zu sein...

Autor: Michael Görmann
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