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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Tagebuch einer Verführerin

Sex-Autorin Sophie Andresky über das Fest der Liebe

Vom Geben und Nehmen

Sie ist die Frau gewordene Versuchung. Und das längst nicht nur mit Worten. Hier weiht uns Sex-Autorin Sophie Andresky in ihr Liebesleben ein. Zum Fest der Liebe sagt sie uns, mit welchen Geschenken wir die Ladys einwickeln – und auspacken

Männer sind wunderbar. Und Männer, die ein Händchen für Geschenke haben, sind echte Weihnachtswunder. Hier also ein Tipp, der euer Leben und die Muschi-Minne entscheidend vereinfachen wird: zuhören! Wenn die Liebste vor einem bestimmten Armband seufzt, ihre Lieblingsuhr den Geist aufgibt, wenn sie neidisch erzählt, dass ihre Freundin ein Wochenende in Krakau war, oder sie sagt, wie gern sie Spanisch lernen würde, dann schreibt euch das auf! Auch wenn es erst April ist. Genau dafür hat euer Schlauphone eine Notizfunktion, und Weihnachten kommt auf jeden Fall.

Das Geschenk aller Geschenke ist für mich immer noch Joeys Wand. Joey war die Heldin der Teenie-Serie „Dawson’s Creek“. Sie hat wochenlang eine Wand in ihrer Schule bemalt, bis ihr Kunstwerk von Vandalen vernichtet wurde und sie am Boden zerstört war. Aber Held Pacey mietete ihr die Wand eines Abbruchhauses für ein Jahr und stellte ihr einen Eimer Farbe hin. Da werd ich als erwachsene Frau noch feucht. Das perfekte Geschenk ist eines, das mich im Innersten trifft, das meine Sehnsüchte wahrnimmt und mir ermöglicht, über mich hinauszuwachsen. Gut, man kann nicht immer Wände mieten. Es ist schon schön, wenn der Liebste nicht so etwas einwickelt wie ein Abo für den Anticellulite-Kurs oder das Ratgeberbuch „So bläst die Oralsexgöttin“. Eine meiner Schwestern bekam mal zu Weihnachten ein Bügeleisen geschenkt, weil sie seine Hemden „mit Dampf bestimmt besser hinkriegen“ würde. Der Typ war ex, noch bevor die Gans knusprig war. Meine Schwester ertränkte ihren frischen Single-Status in Weinbrandbohnen und fackelte den Adventskranz ab, als sie den Bügeleisen-Karton im Aschenbecher verbrennen wollte.

Auch mies: grenzüberschreitende Geschenke wie Bungee Jumping für Höhenangsthasen oder ein Buch über Arachnophobie, wenn sie sich bei jedem Marienkäfer wie in „Der Exorzist“ aufführt. (Was waren eure schlimmsten Geschenke von Frauen? Schreibt mir unter sophie@andresky.com) Dinge, die unpersönlich, bloß praktisch oder lieblos sind, gehen ebenfalls gar nicht.

Sexspielzeug ist eine nette Idee, aber heikel. Entweder macht das Muschi-Fliewatüüt keinen Spaß, dann ist es ein Abturner. Oder es macht zu viel Spaß, dann rationalisiert ihr euch damit weg. Sextoys sind eher was für zwischendurch, am besten verbunden mit einem gemeinsamen Shopping-Vorspiel.

Auch Unterwäsche zu verschenken geht leider fast immer schief, es sei denn, die Angebetete trägt nie was anderes als den Balkonett-BH in 85B von Super-Busi. Da müsst ihr öfter mal auf die Verpackung schauen und nicht nur auf den Inhalt. Bei allem anderen riskiert ihr eine Woche Sexentzug. Ist der BH zu groß, denkt sie, ihr findet ihre Hupen zu klein. Ist der Slip zu knapp, schließt sie daraus, dass ihr Hintern zu fett sei. Ist das Teil aus Polyester, glaubt sie, ihr findet sie nuttig. Kostet es ein Vermögen, fragt sie sich, wieso sie schnöde Trikotagen kriegt und kein Wochenende in New York.

Immer schön dagegen: gemeinsame Zeit und gemeinsamen Genuss schenken. Das kann der Partnerkochkurs sein oder eine Paarmassage. Auch Kurztrips sind immer der Renner, das muss gar nicht rund um den Globus sein, ich würde mich auch über eine sexy Nacht in einem feinen Hotel in der nächsten Stadt freuen. Und Schmuck begeistert uns Mädels grundsätzlich. Wobei alles, was man gravieren kann, auch graviert werden sollte, sogar die antike Süßstoffdose! Wenn es für „meine große Liebe“ noch zu früh ist, geht auch einfach eine Art Datum, so was wie „für Hanna zu unserem ersten Weihnachtsfest“. Frauen lesen unter Punsch-Hormonen dann, dass der Mann sich wünscht, es mögen noch viele weitere folgen. Home-Run! Und nicht mal gelogen.

Besonders stimmungsfördernd für Langzeitpaare: Premieren. Kaum etwas hält die Liebe so prickelig wie gemeinsame erste Erlebnisse. Das kann eine Krimi-Lesung im S/M-Club sein oder eine Fischpediküre. Bei beidem hab ich mich schon schlapp gelacht und dem Schenker anschließend sehr gut gelaunt mein Geschenk überreicht: mich. Mit roter Schleife auf dem Höschen.

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