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Mein Schlitten & Ich

Emanuel Grabner und sein Golf 1 GTI

Vorsicht, giftig!

Emanuel Grabner ist zwar erst 22 Jahre alt, hatte in seinem kurzen Asphaltleben allerdings schon sieben Autos. Sein größter Wunsch: ein VW Golf GTI. So restaurierte der Österreicher ein schrottreifes Exemplar zu seinem persönlichen Traumwagen

Als Kfz-Elektriker bin ich Kummer gewohnt. Oft liegt der Fehler im Detail, irgendwo in den Tiefen des Kabelbaums. Bei der Suche und der Reparatur ist Ausdauer gefragt, aber das liegt mir.

Dieses Projekt allerdings hat auch mich an die Grenzen gebracht. Denn beim Golf 1 GTI, den ich mir vor einem halben Jahr kaufte, lag so ziemlich alles im Argen, nicht nur die Elektrik. Dafür war er billig. Und kam mir gerade recht, um mir meinen Traum zu verwirklichen: einmal einen eigenen GTI haben, die Ikone aller Kompaktsportwagen.

Zusammen mit einer Handvoll Kumpel, allen voran mein bester Freund und Lackierer Georg Koller, habe ich ein halbes Jahr an dem Wagen geschraubt. Wir bauten alles, aber auch alles auseinander, jede Schraube hatten wir in der Hand. Meinen Golf kenne ich besser als meine Schubladen daheim

Wir haben die Karosse zerlegt, Motor, Achsen und Getriebe überholt und neu lackiert. Der Unterboden wurde sandgestrahlt und mit Schwarz- und Goldeffekt veredelt. Achsen und Tank sind jetzt signalgelb. Das alles sieht zwar niemand, aber ich weiß es, und das genügt mir.

Einzige Veränderungen zum Original sind Sportauspuff und -bremsen sowie 16-Zoll-Räder und die Scheinwerfer.

Ach, und bei der Karosseriefarbe bin ich dem Original ebenfalls untreu geworden. Ich habe mich für Ultimate Green Effect entschieden, das ausgerechnet VW-Konkurrent Ford für den Focus RS verwendet. Das stößt manchem Puristen zwar sauer auf, aber ich habe das Auto schließlich für mich gebaut. Es soll nur mir gefallen.

Sechs Monate haben uns die Arbeiten gekostet, seit Oktober 2012 haben wir jeden Tag mehrere Stunden mit dem GTI verbracht. 14.000 Euro flossen allein ins Material, aber das Ergebnis war die Mühe wert. Ich mag den GTI besonders wegen seiner kantigen Form. Er ist einfach kultig. Und wenn der Motor - übrigens der originale mit vergleichsweise zahmen 110 PS - startet, begeistert mich der Klang wie bei kaum einem anderen Auto. Der GTI war immer mein Kindheitstraum. Ich habe ihn als kleiner Junge einmal gesehen und wusste sofort: Den musst du irgendwann einmal selbst in der Garage haben!

Beim GTI-Treffen am Wörthersee im Mai hatte er seinen großen Auftritt. Und er wurde buchstäblich am letzten Tag vor dem großen VW-Fest fertig. Also alles fast so wie bei den großen Autofirmen, die ihre Show-Cars auch immer erst in der letzten Nacht vor einer Messe fertigbekommen.

Die Innenausstattung habe ich original gelassen, mit allen VDO-Instrumenten von damals und dem Karomuster auf den Sitzen. So steht er perfekt da.

Für den Alltag ist mein selbst gebautes Schmuckstück natürlich viel zu schade. Da fahre ich einen Audi A4. Der hat zwar mehr als doppelt so viel Leistung - aber längst nicht so viel Charme.

Text: Emanuel Grabner 

Auch Sie lieben Ihren alten Schlitten und wollten außerdem schon immer mal im Playboy vorfahren? Dann schreiben Sie uns. Über sich und Ihr Auto. Ein Foto von Ihnen und Ihrem geliebten Wagen dazu, und schon ist Ihre Bewerbung fertig. Die schönsten Fahrzeuge und die besten Liebeserklärungen erscheinen immer an dieser Stelle.

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