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Der Pinot Noir

Was macht ihn besonders?

Was macht den 'Pinot Noir' so besonders?

Wer bei Weinkennern das Wort „Pinot Noir" erwähnt, kann mit Aufmerksamkeit rechnen. Keine andere Rebsorte hat solch einen außergewöhnlichen Status unter den Freunden des Rebensafts wie diese. Doch was macht den Pinot Noir so besonders?

Zuerst sei einmal erwähnt: Der Tropfen hat viele Namen. Bei uns heißt er Spätburgunder, in Italien Pinot nero, in Österreich Blauburgunder und international einfach Pinot. Warum Burgunder? Das kommt daher, dass der berühmteste, teuerste und beste Wein seiner Gattung im französischen Burgund angebaut wird.

Warum gerade dort? Weil das Klima eher kühl als heiß ist. Pinot mag es nicht so gerne warm, und darum wird aus ihm im Glas niemals ein solcher freundlicher Gaumenschmeichler wie etwa ein Cabernet Sauvignon oder ein Merlot. Das erwartet aber auch niemand von ihm...

Der Pinot Noir schmeckt fruchtig und trocken bis zur Untrinkbarkeit

Geschmacklich macht den Pinot eine tiefe Frucht in der Richtung Backpflaumen oder Himbeeren aus, begleitet von eher herben Noten und intensiven Tanninen: Nicht selten sind junge Burgunder so trocken, dass sie kaum trinkbar sind. Die Fasskomponente einer eher kurzen Lagerung bringt ihn erst ins richtige Licht, denn die überlagernden Tabaknoten runden das Bild ab.

Doch das ist natürlich nur eine Verallgemeinerung: Jeder schmeckt anders. Optisch präsentiert sich der Pinot Noir im Glas eher granatrot, älterer Jahrgänge gehen dann in eine rostbraune Richtung. Traditionell wird Pinot in der so genannten Burgunderflasche abgefüllt: ein schulterlos, schlank-bauchiges Behältnis.

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Ein teurer Wein – vor allem wenn er aus Frankreich kommt

Für einen trinkbaren französischen Burgunder muss man heute mindestens 15 Euro bezahlen, für einen guten 50 Euro – hervorragende Vertreter sind unbezahlbar. Große Wein sind etwa in Frankreich Le Montrachet, Richebourg oder Grands-Echezeaux: Weine von der Domaine Romanée-Conti sind so begehrt, dass man sie als Normalsterblicher erst gar nicht bekommt.

Und wenn doch – wie etwa in der Gourmetgastronomie – einige tausend Euro dafür bezahlt – pro Flasche natürlich. Da aber Pinot/Burgunder nicht nur die Herkunft bezeichnet, sondern auch eine Traube, bekommt man auch aus anderen Ländern sehr gute Burgunder. In Deutschland haben sich einige Winzer mit der Traube einen ausgezeichneten Namen gemacht, etwa das Südbadener Weingut Franz Keller (Kaiserstuhl), das Kloster Eberbach oder das Weingut Wilhelmshof im pfälzischen Siebeldingen. Allerdings sind deutsche Pinots durchaus gehaltvoller als französische.

Der Pinot Noir ist berühmt für seine Haltbarkeit

Doch warum sind Pinot Noirs nun so teuer? Aus dreierlei Gründen: Zum einen hat der Wein schon seit dem Mittelalter einen ausgezeichneten Ruf. Mönche begründeten die heutige Weinkultur im Burgund. Vor allem galt der Tropfen schon früh als enorm haltbar – was in damaligen Zeiten eher die Ausnahme war. Zum anderen ist Pinot Noir eine sehr schwierige und anspruchsvolle Traube: Sie mag es kühl, kalkreich, und die Trauben sollen vollreif sein. Da kühl und vollreif nur selten Hand in Hand gehen, riskiert der Winzer jedes Jahr eine Menge: Entweder der Pinot wird gut – oder eine Katastrophe.

Hinzu kommt, dass eine Pinot-Noir-Rebe viele kleine Früchte mit wenig Saft und viel Haut haben. Ergo: viel Arbeit, wenig Ausbeute. Doch Pinot Noir ist nicht nur teuer, weil er diese drei Probleme hat: Er ist ein echter Charakterwein, der im Glas für manche Überraschung sorgt.

Autor: Klaus Mergel
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