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"Das ist ja so gesund!" Die größten Gesundheits-Irrtümer

Karotten sind gut für die Augen, Schnarchen ist harmlos, Nasehochziehen ungesund – es gibt etliche Gesundheitsweisheiten. Doch längst nicht alle sind richtig. Das sind die größten Gesundheits-Irrtümer.

Viele Volksweisheiten machen bei genauer Betrachtung nicht gesünder, sagt Dr. med. Michael Prang. In seinem Buch „Vegetarier leben länger. Die 101 größten Gesundheitsirrtümer“ (Verlag C.H. Beck, 9,95 Euro) geht er sogar noch weiter und behauptet: „Viele dieser Weisheiten machen im schlimmsten Fall sogar krank.“

1. Nasehochziehen ist ungesund!

„Nasehochziehen ist verboten“ – das bringen wir schon unseren Kindern bei. Der Schleim müsse raus und nicht noch bis ins Gehirn hochgezogen werden. Deshalb gehört es sich, in ein Taschentuch zu schnäuzen. Doch medizinisch betrachtet ist das gar nicht richtig. Naseputzen verursacht kurzzeitig einen extrem hohen Druck.

Der von Krankheitskeimen durchsetzte Schleim gelangt leichter in die Nebenhöhlen und ins Mittelohr, wo sich Entzündungen bilden können. Beim Nasehochziehen dagegen ist der Druck deutlich geringer und der Schleim kommt gar nicht in die Nasennebenhöhlen und ins Mittelohr.

2. Schnarchen ist harmlos!

Das stimmt zum Teil. Wer aufgrund einer Erkältung mit starkem Schnupfen schnarcht, hat nichts zu befürchten. Auch leichte Schnarcher – sie schnarchen nur gelegentlich und relativ leise – sind nicht gefährdet. Bei ihnen sind die oberen Atemwege während des Schlafs ein bisschen verengt, ohne dass dadurch die Atmung behindert wird. Regelmäßige Schnarcher sollten allerdings zum Arzt gehen.

Denn beim krankhaften Schnarchen, dem so genannten obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), wird der Rachen beim Luftholen so sehr verengt, dass fast keine Luft mehr in die Lungen gelangt. In der Folge kommt es zu kurzen, meist unbemerkten Erstickungsanfällen. Mit jedem Atemaussetzer sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut. Das Herz und die anderen Organe werden nicht mehr so gut versorgt, was dazu führt, dass krankhafte Schnarcher oft sehr müde, gereizt und unkonzentriert sind. Häufigere Schnarcher sollten sich also in jedem Fall beim Arzt untersuchen lassen.

3. Männer kommen in die Wechseljahre!

Nein! Anders als bei Frauen endet bei Männern die fruchtbare Lebensphase nicht im Alter. Die männlichen Hormone stellen sich nicht so sehr um, wie das bei der Frau der Fall ist. Man weiß zwar, dass ab 40 Testosteron, das wichtigste männliche Geschlechtshormon, immer weniger produziert wird. Man geht aber auch davon aus, dass das kaum Auswirkungen auf den Körper und das Lebensgefühl des Mannes hat.

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Männer putzmunter fühlten, obwohl ihr Testosteronspiegel recht niedrig war. Außerdem ist das Älterwerden ein vielschichtiger Prozess, bei dem auch die Konzentration anderer Hormone sinkt, beispielsweise von Wachstumshormonen oder dem Schilddrüsenhormon.

4. Karotten schärfen die Augen

Mohrrüben liefern Beta Carotin, das der Körper in das für das Sehen so wichtige Vitamin A umwandelt. Allerdings müssten wir täglich mehrere Kilo Karotten essen, um den Tagesbedarf des Körpers an Beta Carotin zu decken. Außerdem enthalten auch andere Gemüsesorten und viele Früchte Beta Carotin, darunter Brokkoli, Spinat, Feldsalat, Nektarinen und Honigmelonen. Karotten sind also sicher nicht schlecht für die Augen, sie alleine bewirken aber auch nicht allzu viel.

5. Wer mit nassen Haaren rausgeht, erkältet sich

Nicht unbedingt. Denn eine Erkältung wird nicht durch Kälte, sondern durch Viren verursacht. Allerdings: Durch die nasse Kopfhaut kühlt der Körper schneller aus. Wenn man stark friert, macht das dem Immunsystem zu schaffen. Das kann sich dann vielleicht nicht mehr gegen den hustenden Sitznachbarn und dessen Erkältung zur Wehr setzen – und man wird doch noch krank.

6. Helle Flecken auf den Fingernägeln bedeuten Kalziummangel!

Dafür gibt es keinen medizinischen Beweis. Die hellen Flecken können auch durch Druck an der Nagelwurzel entstehen. Sie wachsen mit der Zeit wieder raus. Auch Monde und Längsrillen in den Fingernägeln sind völlig normal. Anders ist das bei Querrillen. Sie sind eventuell der erste Hinweis für eine Infektion im Körper. Außerdem könnten sie auf Allergien und Handekzeme hindeuten.

7. Heuschnupfen verschwindet im Alter

Das ist nicht bewiesen. Es gibt verschiedenste Fälle. Manche haben Heuschnupfen seit ihrer Jugend und bis ins hohe Alter. Bei anderen ist die Allergie erst im Alter von 70 Jahren erstmals aufgetreten. Fest steht aber: Bei Heuschnupfen reagiert das Immunsystem auf Stoffe, die eigentlich harmlos sind, beispielsweise Pollen von Bäumen und Gräsern. Vererbung und Umweltgifte sollen hier eine große Rolle spielen.

Video: Acht Fakten über das Kondom

Autor: Stefanie Gentner
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