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In China essen sie Hunde

Oder doch nicht?

In China essen sie Hunde – oder doch nicht?

Kommt in China gerne mal ein saftiger Hundebraten auf den Tisch? Zumindest behauptet das eines der gängigsten Klischees über die chinesische Küche. Ob dem wirklich so ist, weiß der Berater.

Wie die meisten Klischees enthält auch dieses ein Stückchen Wahrheit. Der Verzehr von Hundefleisch in China existiert zwar, ist aber regional stark begrenzt. Vor allem in der südlichen Provinz Guangdong, die für ihre eigenwilligen Gerichte bekannt ist, und in der Hauptstadt Peking steht Hundefleisch noch auf dem Speiseplan. Außerhalb dieser Regionen sieht es allerdings ganz anders aus und man wird lange suchen müssen, bis man Hundefleisch-Gerichte findet. Außerdem ist Hundefleisch teuer und wird nur zu besonderen Anlässen zubereitet.

Hundefleisch: eine Frage der Kultur

Dass in China immer noch Hunde gegessen werden, wird auch als ein Zeichen der kulinarischen Vielfalt gedeutet, die sich über die Jahrtausende herausgebildet hat. Tatsächlich werden Haustiere in China erst gehalten und Hunde als solche anerkannt, seit vor allem in den Stadtgebieten der Wohlstand steigt und die Menschen es sich leisten können, ein Tier zu versorgen. Auch der gesellschaftliche Stand von Hunden in China trägt dazu bei, dass sie in manchen Gegenden immer noch verspeist werden, gelten sie doch vielfach als minderwertig und als Zeichen von geringem Wohlstand.

Hundefleisch: Hier wird es gegessen

Der Rest des Riesenreiches blickt oft etwas verächtlich auf die „Allesfresser“ im Süden. Dass man in Kanton, der Hauptstadt von Guangdong, alles esse, das vier Beine hat und kein Tisch ist, wurde im Norden ein beliebter Spruch. Vereinzelt wird Hundefleisch auch in Vietnam und Korea gegessen. Auch in Deutschland gibt es regionale Spezialitäten wie Euter, Kutteln oder Kälberfüße, die aber vor allem im Süden von Feinschmeckern wiederentdeckt werden und nicht jedermanns Sache sind. Tatsächlich stammen viele Köche, welche die chinesische Küche in Europa und den USA verbreiteten, natürlich in „entschärfter“ Form, aus Kanton. Hierzulande verbietet seit 2010 der § 22 Abs. 1a der Hygieneverordnung über tierische Lebensmittel den Verzehr von Hundefleisch (das von Katzen übrigens auch).

Autor: Tim Geyer, Redakteur
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