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Köln gegen Düsseldorf

Schräge Fakten zur Stadt-Fehde

Köln gegen Düsseldorf: schräge Fakten zur Stadt-Fehde

Es ist ein Klassiker der Fußballgeschichte: das Derby zwischen dem 1.FC Köln und Fortuna Düsseldorf. Aber nicht nur auf dem Rasen sind sich die beiden Städte nicht grün. Der Berater hat ein paar schräge Fakten zu der Stadt-Fehde ausgegraben.

Mit Liedgut a lá „Cologne, die Scheiße vom Dom” oder „Über Köln lacht die Sonne, über Düsseldorf die ganze Welt” stimmen sich Fans auf das Lokal-Derby ein. Denn im Sommer 2013 treten der 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf das erste Mal seit 14 Jahren wieder gegeneinander an. Insgesamt trafen die Vereine seit 1961 ganze 54 Mal aufeinander. Köln kann dabei 27 Siege verbuchen, Düsseldorf nur 13. Doch nicht nur auf dem Fußballplatz sind Köln und Düsseldorf verfeindet. Der Berater hat die Fehde der beiden Rheinstädte einmal genauer unter die Lupe genommen und einige interessante Fakten über die altbekannte Städte-Rivalität zu Tage gebracht. Möge jeder selbst entscheiden, auf welche Seite er sich schlägt.

1. Wer hat überhaupt angefangen?

Lange wurde – und wird mancherorts immer noch – den Düsseldorfern vorgeworfen, alles ausgelöst zu haben. Und zwar im Juni 1288. Damals kam es zur Schlacht von Worringen, in der Köln gegen die Bergischen Truppen verlor. Düsseldorf wurde dabei unterstellt, sich auf die Seite der Gegner geschlagen zu haben. Aber von wegen! Historiker haben das inzwischen eindeutig widerlegt. In Wahrheit haben die Düsseldorfer sogar zusammen mit den Kölnern gekämpft. Beenden konnte die zeitweilige Verbrüderung die Rivaltät jedoch nicht. Doch wann und was war dann der Auslöser? Für die Antwort möchte man just den BAP-Hit „Verdammt lang her“ anstimmen – vorausgesetzt natürlich, man ist Köln-Sympathisant. Bereits im 11. Jahrhundert war das etwa 50 v. Chr. gegründete Köln nicht nur Sitz des Erzbischofs, sondern auch bedeutende Handelsstadt. Gegenüber der wohlhabenden Domstadt hatte das verschlafene, kleine Düsseldorf, das erstmals 1135 n. Chr. in der Geschichtsschreibung erwähnt wird, das Nachsehen. Und während die Kölner mit hohen Zöllen ihr Bestes taten, das Nachbardorf klein zu halten, wuchsen in Düsseldorf Neid und Ärger auf die Kölner – nicht ganz zu Unrecht. So gesehen, haben also die Kölner angefangen. Als eine Art ausgleichende Gerechtigkeit hatte die Geschichte dann altbekannte Klatschen für die Kölner parat: Erst kürten die Preußen im 19. Jahrhundert den Industriestandort Düsseldorf zur Hauptstadt der Rheinprovinz. Dann bestimmmten die Briten nicht Köln, sondern Düsseldorf nach dem Zweiten Weltkrieg zur Landeshauptstadt von NRW.

2. Kölsch oder Alt – gehopst wie gesprungen?

Nirgendwo wird die Wahl des Hopfengesöffs so sehr zur Glaubensfrage hochstilisiert wie im Rheinland. Kölsch oder Alt? Es kann nur eine Sorte geben! Das Seltsame daran: Ein Blick ins Bierlexikon verrät, die Inhaltsstoffe sind identisch, Stammwürze und Alkoholgehalt quasi gleich. Die dunklere Farbe und der etwas andere Geschmack des Alt rühren daher, dass die Malzkörner für das Alt länger geröstet werden. Bei so minimalen Abweichungen, verwundert es nicht, dass Deutsche jenseits des Weißwurst-Äquators sich ohnehin einig sind: „Rheinland ist immer da, wo Bier scheiße schmeckt” – egal ob Alt oder Kölsch. Wer ganz verwegen sein will, kann übrigens auf ein Kölsch im "Eigelstein" vorbeischauen – dem ersten Kölsch-Brauereiausschank in Düsseldorf. Bierdurst verbindet eben doch. In diesem Sinne, Prost!

3. Narren kämpfen unfair

In der Karneval-Saison herrscht in beiden Städten Ausnahmezustand – „Kölle Alaaf” und Dreigestirn gegen Düsseldorfer „Helau” und das Prinzenpaar. Höhepunkt ist beiderorts der Rosenmontagsumzug. Der Kölner ist der älteste und mit 10000 Teilnehmern und 264 Wagen auch größte Karnevalsumzug in Deutschland. Der Düsseldorfer Rosenmontagszug ist mit 5000 Teinehmern und 117 Wagen deutlich kleiner. Dafür gilt er, besonders dank der Wagen des Bildhauers Jaques Tilly, als farbigster und kreativster der Republik. Ein Umstand, den die Kölner ungern zugeben, der ihnen aber wohl bewusst ist. Bester Beweis dafür: Im Jahre 2005 unternahm der Kölner Wagenbauleiter still und heimlich den Versuch, Jaques Tilly abzuwerben – für Unsummen, wie man munkelt. Der überzeugte Düsseldorfer Tilly lehnte aber ab und wurde prompt nicht mehr zur Kölner Karnevalsmesse im daurauffolgenden Jahr eingeladen. Fehlgeschlagenes Abwerben ist wohl bitter im Abgang!

4. Von Gesetzen und Sex-Steuern

Im Laufe der Jahre machte sich Köln einen Namen als coole Stadt mit lebendiger Partyszene. Zudem ist „Downtown” Köln berühmt für seine Schwulenszene. Ob "Pink Monday" oder "Christopher Street Day" – es wird oft und wild unter der Regenbogenflagge gefeiert. Toleranz schreibt man hier groß! Köln genießt den Ruf – gerade im Gegnsatz zum gemeinhin eher als versnobt verschrieenen Düsseldorf – eine der tolerantesten Städte Deutschlands zu sein. Ein Detail zeigt auch die Grenzen zwischen moderner Toleranz und katholischer Domstadt auf: Während der Karnevalsumzug mit lautem Getöse alljährlich am Dom vorbeiziehen darf, muss die Parade am "Christopher Street Day" beim Passieren der Domumgebung die Musik ausschalten. Soso. Manchmal stören bunte Wagen, betrunkene Kostümierte und laute Musik die Andacht – dann auch wieder nicht. Köln ist übrigens auch die einzige deutsche Stadt, die von ihren Bordellen und Prostituierten eine „Sexsteuer“ eintreibt. Naja, leere Kassen kann man eben auch mit käuflicher Liebe zu füllen.

5. Düsseldorf ist auf den Hunde gekommen

In Sachen Vierbeiner-Oase geht die goldenen Hundepfote übrigens klar an Düsseldorf. Denn für die vierbeinigen Begleiter ist die Rheinstadt offenbar ein wahres Paradies. Nicht umsonst wurde Düsseldorf mit dem „Dogs Award 2013” geehrt. Eine Fachjury rund um den Chefredakteur des Hundemagazin „Dogs” zeichnet mit diesem Preis jedes Jahr die hundefreundlichste Stadt Deutschlands aus. Begründung: Düsseldorf sei grün, habe viele Bäume und Hunde seien nicht nur geduldet, sondern gerne gesehen. Ob die Wahl auch den vielen Paris-Hilton-Tölen geschuldet ist, die auf der Kö im Täschchen herumgetragen werden? Wer weiß. Vorjahressieger war übrigens Berlin. An Köln ging diese Ehre bisher vorbei. Was die Kölner vermutlich wenig juckt – solange die Hunde schön die Düsseldorfer Gehwege zukacken.

6. Spott ist Lieblingssport

Die Auswüchse der Fehde zwischen Köln und Düsseldorf nehmen zum Teil bizarre Formen an. Besonders die Kölner zeigen viel Einfallsreichtum und Einsatz, wenn es um Sticheleien gegen den ungeliebten Nachbarn Düsseldorf geht. So kann man als Köln-Fan zum Beispiel eine PC-Tastatur kaufen, bei der die „Alt“-Taste durch eine „Kölsch“-Taste ersetzt wurde. Und der Kölner Emons-Verlag machte sich sogar die Mühe, das Buch „Alles was man über Düsseldorf wissen muss“ herauszugeben. Inhalt: Nichts als leere Seiten. Mehr oder wenige böse Witze gibt es zwar auf beiden Seiten – aber auch dabei sind die Kölner mit mehr schöpferischer Kraft am Werke. Kleine Kostprobe: „Was macht ein Düsseldorfer, wenn seine Fortuna Deutscher Meister geworden ist? Die X-Box aus!” Humor hat man in Kölle, das muss man ihnen lassen. Wobei die Düsseldorfer in Sachen Einfallsreichtum just vor dem anstehenden Fußball-Derby gehörig nachgezogen haben mit ihrer Aktion: Wir klauen Köln die Punkte. Zu Ansehen, hier klicken (http://www.wirklauenkolndiepunkte.de/).

Autor: Kirstin Macher
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