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Die Musikcharts

Wie entstehen sie eigentlich

Wie entstehen eigentlich die Musikcharts?

Jeden Freitag ist es wieder so weit und die versammelte deutsche Musikindustrie wartet mit schweißnassen Händen und zitternden Knien auf die Chartplatzierungen der Woche. Doch was steckt wirklich hinter dieser ominösen Liste, die Mitläufer von Fans unterscheidet und Einfluss auf ganze Künstlerkarrieren hat? Der Berater weiß mehr über die Musikcharts.

In der Musikindustrie geht es zu wie an der Börse. Jeder versucht so viele Informationen wie möglich über den Marktwert eines Künstlers zu bekommen, und der steht und fällt oft mit dessen Chartplatzierung. Die Musikcharts waren Oma Müller noch als Hitparade bekannt und damals wie heute haben Sie einen enormen Einfluss auf die Kaufentscheidungen der Konsumenten. Das hat zur Folge, dass Musiklabels ein großes Interesse daran haben, dass ihre Künstler möglichst hoch charten.

Charts: Wer viel verkauft, ist mit dabei

Bei der Vielzahl der verschiedenen Musikcharts hilft es sich erst mal einen Überblick darüber zu verschaffen, welche wirklich relevant sind. Neben den speziellen Charts, in denen es um bestimmte Genres wie Jazz oder Pop geht, sind vor allem die Top 100 Singlecharts und die Top 100 Albumcharts interessant. Sie werden in Deutschland im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e. V. von der Firma Media Control GfK International ermittelt, einem Marktforschungsunternehmen, das die Verkaufszahlen von Tonträgern und digital vertriebener Musik registriert. In der Chartwoche, die von Freitag bis Donnerstag dauert, erhält Media Control die Verkaufszahlen von ca. 2.800 Händlern. Dazu gehören auch Online-Shops wie Amazon und iTunes. Dabei gilt seit 2007, dass nicht mehr die Verkaufszahlen die Chartplatzierung bestimmen, sondern der höchste Umsatz. Wer an der Spitze der Rangliste steht, hat also nicht zwangsläufig am meisten verkauft.

Charts: Was bewirkt eine hohe Platzierung?

Für Musiker und Labels sind die Chartplatzierungen ein wichtiges Werkzeug, um sich bei den Radiosendern Gehör zu verschaffen. Denn gerade die Sender, die ein breiteres Publikum ansprechen wollen, nehmen am liebsten Top-10-Hits in ihre Playlist auf. Durch die weitere Verbreitung übers Radio steigt wiederum der Bekanntheitsgrad der Band, was die CD-Verkäufe ebenfalls erhöht. Obwohl die Öffentlichkeit oft nur auf die Verkäufe in der ersten Woche schaut, ist die Platzierung in der zweiten Verkaufswoche viel aussagekräftiger. Denn erst hier lässt sich ablesen, ob der Künstler oder die Band auch längerfristig viel verkauft oder der Hype nach einer Woche platzt wie eine übervolle Mülltüte.

Charts: Wie viel muss man verkaufen, um rein zu kommen?

Die Zeiten, in denen Musiker in der ersten Woche nach Veröffentlichung regelmäßig sagenhafte Verkäufe im sechsstelligen Bereich erzielten sind lange vorbei. Das heißt auch, dass eine gute Chartplatzierung heutzutage nicht mehr automatisch bedeutet, dass die Band finanziell ausgesorgt hat. Um in die Top 100 zu kommen, genügen laut dem Chefredakteur der „Musikwoche“, Manfred Gillig-Degrave, oft schon dreistellige Verkäufe. Mit 5.000 verkauften CDs darf man es sich teilweise sogar schon in den Top 10 bequem machen. Je nach Saison verändert sich die Messlatte aber auch und liegt zum Beispiel an Weihnachten deutlich höher.

Charts: Kann man sie manipulieren?

Wohl kaum jemand erinnert sich noch an die Musik von Gracia Bauer oder an Gracia Bauer selbst. Woran man sich aber womöglich noch erinnert, ist der Skandal, den ihr Manager auslöste als er 2.000 Exemplare der Single „Run & Hide“ kaufte, um damit die Chartplatzierung der Grand-Prix-Letztplatzierten zu beflügeln. Es ist also durchaus möglich, die Charts zu manipulieren. Laut Media Control habe man aber Kontrollmechanismen eingeführt, die auffällige Verkaufszahlen erfassen und überprüfen sollen.

Autor: Tim Geyer, Redakteur
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