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Pelé mit Ball

Pelé wird 75

10 Dinge, die Sie über den besten Fußballer des Jahrhunderts wissen sollten

"Als ich Pelé spielen sah, wollte ich meine Fußballschuhe nur noch an den Nagel hängen“

In Brasilien nennen sie ihn einfach O Rei  - den König. Die Rede ist von Pelé. Die Fußball-Legende feiert am 23. Oktober 2015 ihren 75. Geburtstag. Die Rekorde und Zahlen, die der brasilianische Zauberfuß der Fußballwelt schenkte, lassen selbst aktuelle Überfußballer wie Cristiano Ronaldo und Lionel Messi alt aussehen. Seine Wunder lassen sich schwer in Worte fassen, doch wir versuchen es trotzdem und präsentieren 10 Fakten zum unvergleichlichen Pelé

1. Sein Name

Edson Arantes do Nascimento, so lautet der bürgerliche Name des Brasilianers. Doch wie so ziemlich jeder berühmte Kicker des Landes, bekam auch er sehr früh einen Spitznamen verpasst. Wie genau aus Edson Arantes Pelé wurde, ist nicht genau überliefert. Laut eigener Aussage himmelte er als Kind den Torhüter "Bilé", des Clubs Vasco São Lourenço an. Daraus entwickelte sich schließlich Pelé, unter dem ihn heute jeder kennt. In den Anfangsjahren habe er den Spitznamen auf Grund seiner Bedeutungslosigkeit jedoch gehasst.

2. Seine Herkunft

Pelé wuchs in armen Verhältnissen auf, verdiente sich als Siebenjähriger Geld als Schuhputzer und arbeitete später in einer Schuhfabrik. Doch für eigene Schuhe reichte das Geld nicht. In der Schule galt er als nicht besonders gut, da er häufig den Unterricht versäumte und viel lieber Fußball spielte. Jedoch waren auch hier die Mittel begrenzt. Einen echten Fußball konnten sich die Kinder nicht leisten und spielten stattdessen mit zussamengebundenen Socken oder einer Grapefruit. 


3. Sein Durchbruch

Erst als der örtliche Fußballverein Bauru Atlético Clube eine Jugendmannschaft namens Baquinho ins Leben rief, ging es mit Pelés Leben langsam bergauf. Im Alter von elf Jahren wurde er vom ehemaligen Nationalspieler Waldemar de Brito, der als Trainer arbeitete, in die Mannschaft aufgenommen. Erstmals stand Pelé mit richtigen Fußballschuhen auf einem echten Fußballplatz.

4. Seine erste WM

Dass der junge Pelé großes Talent hatte, erkannte man schnell und so wurde er schließlich auch in die Seleção berufen. Sein erstes Spiel machte er bereits mit 16 Jahren und erzielte bei seinem Debüt ein Tor gegen Argentinien. Schon ein Jahr später war Pelé der jüngste Teilnehmer der WM in Schweden. Beim Finale gegen den Gastgeber steuerte der 17-jährige zwei Treffer bei und durfte schließlich den WM-Pokal in die Höhe strecken. Bis heute gab es keinen jüngeren Weltmeister als ihn. Mit Brasilien gewann Pelé die Weltmeisterschaft noch zwei weitere Male


5. Seine Tore

Sage und schreibe 1281 Tore erzielte Pelé in 1363 Spielen, was rein rechnerische eine Torquote von 0,94 Toren pro Spiel ergibt. Als er Tor Nummer 1000 im Maracanã-Stadion erzielte, fischte er den Ball aus dem Netz, küsste ihn und die begeisterten Zuschauer stürmten den Platz. 

6. Sein Verein

Dem FC Santos blieb Pelé stolze 18 Jahre lang treu. In den 638 Spielen erzielte er fast ebensoviele Tore, nämlich 619 an der Zahl. Erst 1974 verließ er Brasilien und heuerte in den Vereinigten Staaten an. Doch dem FC Santos ist Pelé auch heute noch eng verbunden.

7. Der König und sein Kaiser

Bei Cosmos New York spiele Pelé in einer Art Starauswahl. Der Verein lockte bekannte Spieler aus Europa und Südamerika nach New York, um die Popularität des Fußballs in den USA zu steigern. 1977 kreuzten sich auch die Wege von Pelé, dem König des Brasilianischen Fußballs, und dem Kaiser Franz Beckenbauer. Gemeinsam gewannen die beiden Über-Fußballer 1977 die US-Meisterschaft.

8. Sein Leben nach dem Fußball

Natürlich blieb Pelé dem Sport auch nach Karriereende bis heute verbunden. So wurde er von der FIFA zum besten Spieler des letzten Jahrhunderts gewählt, das Internationale Olympische Komitee kürte ihn gar zum Sportler des Jahrhunderts. Außerdem nutzte Pelé seine Popularität für seine eigene Martketing-Agentur, war brasilianischer Sportminister und trat in unzähligen Werbespots auf. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte 2002 die Werbung für einen Viagra-Hesteller. Darin wendete er sich an Männer, die unter Potenzproblenen leiden: "Reden Sie mit Ihrem Doktor! Ich würde es tun". Nach eigenen Angaben war der Vater von sieben Kindern jedoch nie selbst auf das Hilfsmittel angewiesen.

9. Seine Gegner

Man hat es vermutlich erst dann nach ganz oben geschafft, wenn selbst die härtesten Konkurrenten in den höchsten Tönen über einen Reden. „Der beste Spieler der Geschichte war Alfredo Di Stefano. Ich weigere mich, Pelé als Spieler zu klassifizieren. Er war darüber“, sagte einst der ungarische Fußballer Ferenc Puskás. Auch Just Fontaine, der WM-Torschützenkönig von 1958, war von den Fähigkeiten Pelés zu tiefst beeindruckt: "Als ich Pelé spielen sah, wollte ich meine Fußballschuhe nur noch an den Nagel hängen.“ Nach dem verlorenen WM-Finale 1970 erklärte der Italienische Nationalspieler Tarcisio Burgnich: „Vor dem Endspiel sagte ich zu mir: Pelé ist aus Fleisch und Knochen, so wie ich. Danach erkannte ich, dass ich Unrecht hatte.“ Nur einer gönnte ihm all die Anerkennung nicht: Maradonna. Der Argentinier sieht sich selbst als den besten Fußballer aller Zeiten und erklärte, der FIFA-Titel "Bester Fußballer des Jahrhunderts", seie einen Scheiß wert.


10. Sein Erbe

Pelé ist vermutlich der größte Fußballer aller Zeiten. Doch Brasilien ist wie kein anderes Land bekannt, für die Dichte an Fußballtalenten. Egal ob Ronaldo, Ronaldinho oder Neymar. Über allen schwebt in Brasilien die "10" des unvergleichlichen Pelé. Ein Erbe, das auch einengen kann. Zuletzt gesehen bei der WM 2014, als Brasilien im eigenen Land von Deutschland regelrecht düpiert wurde. Eine Schmach, die das Land, dass den Fußball lebt und liebt, gerne vergessen machen würde.

Es gilt nun für Brasilien, nicht nur in der Erinnerung an die goldene Zeit von Pelé zu schwelgen. Es kriselt seitdem innerhalb des brasilianischen Verbands und das Erbe des großen Pelé wiegt schwer. Eine Last, von dem sich die brasilianischen Zauberfüße irgendwann verabschieden müssen. Denn Pelé weiß selbst: Arm, reich, hässlich oder schön, für Gott sind alle Menschen gleich. Warum er ausgerechnet mir diese Gabe geschenkt hat, weiß ich nicht. Ich hätte in meinem Leben nur Fußball spielen können. Michelangelo hat gemalt, Beethoven Klavier gespielt und ich Fußball.“

Autor: David Goller, Playboy
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