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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

"Unser Sohn soll Adolf heißen"

Die eigene Familie kann man sich nicht aussuchen. Vornamen schon. Im Wesentlichen lässt sich Sönke Wortmanns neuer Kinofilm auf diese beiden Erkenntnisse herunterbrechen. Der Weg dahin gestaltet sich aber äußerst unterhaltsam:
 

"Fängt mit "A" an" – "Andreas, Alexander?" – "Nein, origineller", "Asterix, Arthur, Abraham?" – "Nein"  "Dann sag’s halt" – "Adolf!“

Kaum hat Thomas (Florian David Fitz) den Namen seines zukünftigen Sohnes offenbart, kippt die Stimmung beim gemeinsamen Abendessen. "Echt jetzt? Wie Adolf Hitler? Sag mal, bist du bescheuert?" fragt sein älterer Bruder Stephan (Christoph Maria Herbst), ein Literaturprofessor in Cordhosen, der auch sonst jedes Klischee erfüllt.

„Der Vorname“ ist ein Film nach dem Theatermodell der sogenannten Zimmerschlacht. Das Prinzip dahinter ist so einfach wie effektiv: Man nehme mehrere Personen, pferche sie auf engem Raum zusammen, und stelle ihnen ausreichend Alkohol zur Verfügung. Dann muss man nur noch warten, bis sie sich gegenseitig an die Kehle springen.

[Instagram Embed: https://www.instagram.com/p/Bo9vsvqhIpk/?tagged=floriandavidfitz]]

Am besten funktioniert das Format mit Menschen, die langjährige Beziehungen zueinander pflegen. Denn wo sonst gibt es mehr Streitthemen als in der eigenen Familie? Angefangen bei der Kindererziehung, über verschiedene Lebensformen, bis hin zu politischen Einstellungen – wenn dann auch noch alte Rechnungen offen sind, genügt schon mal ein Vorname, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Apropos Vornamen: Christoph Maria Herbst ist ja selbst mit einem besonderen "gesegnet".

"Unsere Eltern wollten uns unter den Schutz der Muttergottes stellen"

Wie ist das eigentlich? "Sind Vornamen prägend?" – wollten wir vom 52-Jährigen in der aktuellen Playboy-Ausgabe wissen. Seine Antwort: "Sie spielen auf meinen zweiten, Maria, an? Der hat mich nicht komplett entsexualisiert. Meine beiden Schwestern heißen auch so mit zweitem Vornamen. Unsere Eltern wollten uns unter den Schutz der Muttergottes stellen. Hat mir gutgetan!"

Auch auf die Frage hin, ob ihm Heimat wichtig sei, fand Herbst klare Worte: "Der Begriff wird durch rechtes Geschmeiß leider auf unangenehme Art okkupiert. Damit mache ich mich nicht gemein. Ich weiß nur, wo ich herkomme und hingehöre. Das Wichtigste ist aber, ohne Esoterik: bei sich selbst anzukommen."

Das hat der Schauspieler offensichtlich geschafft. Wieso er immer so gut drauf ist, warum nichts aus seiner Bankerkarriere geworden ist, und wer als Inspiration für seine Figur Stromberg herhalten musste, erfahren Sie in unserer November-Augabe.

Autor: Marc Sepeur
Der Playboy Film Talk
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