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"Breaking Bad" war die beste Serie aller Zeiten

Warum wir "Breaking Bad" schmerzlich vermissen

7 Gründe, warum wir "Breaking Bad" vermissen

Elf Jahre ist es jetzt her, dass die erste Episode von "Breaking Bad" ausgestrahlt wurde. Was folgte, war ein Serien-Drama, das wohl noch lange unübertroffen sein wird. Warum wir gerne an "Breaking Bad" zurückdenken, verraten wir Ihnen hier...

Achtung an alle, die "Breaking Bad" noch nicht gesehen haben. Dieser Artikel enthält Spoiler.

1. Die Charaktere

Breaking Bad erzählt die Geschichte eines Durchschnittsmannes, der zum Kriminellen wird. Walter White, ein zurückhaltender, völlig überqualifizierter Chemie-Lehrer an einer High School in Albuquerque, New Mexico, erhält kurz nach seinem 50. Geburtstag die Diagnose Lungenkrebs. Um nach seinem abhsehbaren Tod für seine Familie zu sorgen, entschließt sich Walter, seine Chemiekenntnisse zur Produktion von Metamphetamin einzusetzen.

Mit seinem früheren Schüler Jesse Pinkman fährt er in einem Wohnwagen in die Wüste New Mexicos, um Crystal Meth zu kochen. Es ist eine Entscheidung, die Walter und Jesse immer weiter in die Unterwelt hinabzieht - mit furchtbaren Konsequenzen für ihre Mitmenschen.

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Was "Breaking Bad" abseits dieser aufregenden Prämisse so stark macht, ist die menschliche Seite der Geschichte.

Jeder Charakter in "Breaking Bad" hat eine einzigartige Stimme, Perspektive und Motivation. Wir als Zuschauer verstehen, warum Walter, Jesse, Skyler, Hank & Co. ihre Entscheidungen treffen. Und wir erleben über den Verlauf von fünf Staffeln, wie sie von Drogen, Geld und Gewalt verändert werden.

2. Die Schauspieler

Dass uns die Charaktere von "Breaking Bad" so sehr ans Herz gewachsen sind, ist auch dem hervorragenden Casting der Serie zu verdanken. Bryan Cranston ("Malcom mittendrin") spielt Walter White brilliant als einen Wissenschaftler und Familienmenschen mit einem überzogenem Hang zum Stolz. Aaron Pauls Jesse Pinkman ist zwar ein Versager, der nur durch das Dealen über die Runden kommt, aber im Grunde ein gutherziger Mensch.

Walters Ehfrau Skyler  (Anna Gunn) entdeckt im Verlauf der Geschichte ihre eigene dunkle Seite. Cranston, Paul und Gunn erhielten für ihre Performances in "Breaking Bad" nicht umsonst einen Emmy-Award.

3. Das Drehbuch

Man kann es Vince Gilligan, Produzent und Autor hinter "Breaking Bad", nicht hoch genug anrechnen, dass er seine Vision der Serie ("turning Mr. Chips into Scarface") kompromisslos umgesetzt hat.

Fokus ist das richtige Wort, um das Storytelling von "Breaking Bad" zu beschreiben. Jede Szene dient als Baustein für die Entwicklung der Charaktere. Und sogar die Kameraeinstellungen verraten uns immer wieder etwas über die Bedeutung des Gezeigten. Denn gemäß der Regel "Show, don't tell" setzt "Breaking Bad"  nicht immer auf Worte, um dem Zuschauer die wichtigsten Informationen zu vermitteln.

Wer auf diese Details achtet, wird in "Breaking Bad" belohnt und erkennt etwa, dass Walter White von den Menschen, die er tötet, eine Charaktereigenschaft übernimmt. Wie sein erstes Opfer Krazy-8 schneidet er fortan den Rand seines Toastbrots ab, trinkt seine Drinks wie Mike Ehrmantraut plötzlich auf Eis und entwickelt wie Labor-Assistent Gale Boetticher ein Faible für die Gedichte von Walt Whitman. Es sind diese Details, die "Breaking Bad" von so vielen anderen Serien abheben.

Dazu kommt, dass "Breaking Bad" nicht unnötig in die Länge gezogen wurde, sondern mit einem befriedigenden Schluss der Geschichte nach der fünften Staffel endete.

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4. Die Themen

In "Breaking Bad" geht es um weit mehr als den bloßen Plot. Die Serie beschäftigt sich viel mehr damit, warum Menschen vom rechten Weg abkommen. Unterschwellig ist "Breaking Bad" die Geschichte von Wandlung und Metamorphose, wie es Walter White seinen Schülern im Chemie-Unterricht beibringt. 

Deutlich wird das in der Hauptfigur Walter White und der fortschreitenden Verwandlung zu seinem kriminellen Alter Ego "Heisenberg".

Dabei stellt sich jedoch die spannende Frage: Wie viel Heisenberg steckte schon vor seinem kriminellen Leben in Walter White? Aufmerksame Zuschauer können durch Flashbacks und Dialoge eine Antwort darauf finden.

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Ein weiteres gutes Beispiel für den Subtext in "Breaking Bad" findet sich in der zweiten Staffel der Serie, die mit der Idee des Schmetterlings-Effekts spielt. Walter Whites Handlungen setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die letztlich zu einem Flugzeugkatastrophe in Albuquerque führen.

Setzt man die Titel von vier Episoden zusammen, die das kommende Unheil mit schwarz-weißen Flash-Forwards  andeuten, ergeben sie den Satz: "737 Down Over ABQ".

All diese geschickt eingeflochtenen Konzepte sorgen dafür, dass "Breaking Bad" auch nach dem x-ten Durchlauf Stoff zum Nachdenken liefert.

5. Der Humor

Die Macher von "Breaking Bad" haben verstanden, dass wir uns mit Charakteren dann am besten identifizieren, wenn wir auch mit ihnen lachen können. Wer könnte die Werbespots von Anwalt Saul Goodmann ("Better Call Saul!"), Jesse Pinkmans Anrufbeantworter ("What up, Biatch?"), Badgers Verhaftung oder Walters Chemie-Nachhilfe für Jesse in der Wüste vergessen?

6. Die Musik

Showrunner Vince Gilligan setzte Musik abseits der witzigen Zeittraffer-Montagen in "Breaking Bad" relativ spärlich ein. Aber wenn er es tat, um einer Szene emotionales Gewicht zu verleihen, dann richtig. Ein hervorragendes Beispiel ist das Ende der vorletzten Folge "Granite State". Gänsehaut vorprogrammiert:

7. Die Schurken

Die Gegenspieler von Walter und Jesse werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Man denke nur an die glatzköpfigen Killer-Zwillinge des mexikanischen Kartells oder an den psychopathischen Tuco und seinen Onkel Hector Salamanca, der an den Rollstuhl gefesselt nur noch durch eine Klingel kommunizieren kann.

Alle in den Schatten stellt jedoch Giancarlo Esposito als Gustavo Fring, der seine Fast-Food-Kette "Los Pollos Hermanos" als Deckmantel für ein Drogenimperium nutzt. Hinter der Fassade des freundlichen Geschäftsmannes steckt ein eiskalter Drogen-Kingpin mit einer mysteriösen Hintergrundgeschichte, die erst nach und nach enthüllt wird. Der nervenaufreibende Showdown zwischen Walter White und Gus Fring in Staffel vier ist definitiv ein Highlight der gesamten Serie.

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Das sind unsere sieben Gründe, warum wir "Breaking Bad" vermissen. Wer diese legendäre Serie noch nicht gesehen hat, sollte dies schleunigst nachholen. Alle fünf Staffeln sind auf Netflix zum Streamen und Download verfügbar.

Autor: Marcel Wollscheid
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