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Exklusiv: Kritik zu "Avengers: Infinity War"

Es ist das Kino-Highlight des Jahres, auf das alle gewartet haben - "Avengers: Infinity War". Im 19. Film des Marvel Cinematic Universe, der am 26. April startet, treffen nun alle Helden aus den vorherigen Filmen zum ersten Mal aufeinander, um den Weltenzerstörer Thanos zu bekämpfen. Doch wie ist der Streifen geworden? Das erfahrt Ihr exklusiv und spoilerfrei hier.

Ein kurzer Überblick

Der Film setzt direkt nach "Thor: Tag der Entscheidung" ein. Der tyrannische Weltenzerstörer Thanos (Josh Brolin) ist auf der Suche nach den sechs Infinity-Steinen, mit deren Hilfe er das Leben im Universum vernichten will. Jeder Stein steht für eine Singularität des Universums - Macht, Zeit, Raum, Gedanken, Realität und Seele. Versammelt im Infinity-Gauntlet geben sie ihrem Träger die ultimative Macht, alles zu kontrollieren.

Zwei der Steine befinden sich auf der Erde - weshalb Thanos nun mit seinen Schergen dorthin unterwegs ist, um sie in seinen Besitz zu bringen und die Menschheit zu vernichten. Die einzigen, die sich der geballten Kraft des Tyrannen stellen können sind die Avengers - doch die sind seit ihren Streitigkeiten gespalten und in alle Richtungen verstreut.

Captain America (Chris Evans) und sein Team um Falcon (Anthony Mackie), Scarlet Witch (Elizabeth Olsen), Winter Soldier (Sebastian Stan) und Black Widow (Scarlett Johansson) sind untergetaucht. Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.) führt die restlichen, "regulären" Avengers, darunter Vision (Paul Bettany), Spider-Man (Tom Holland) und War Machine (Don Cheadle), an.

Und Donnergott Thor (Chris Hemsworth), Bruce Banner/Hulk (Mark Ruffalo) und die Guardians of the Galaxy unter dem Kommando von Peter Quill aka Star-Lord (Chris Pratt) gehen ihren Abenteuern im Weltraum nach. Doch nach einer kurzen Begegnung mit Thanos merken die Superhelden schnell, dass sie nur als Team eine Chance haben.

So verbünden sich die verschiedenen Gruppen trotz ihrer Differenzen in der Vergangenheit, um gemeinsam die Vernichtung der Welt zu verhindern. Doch Thanos ist nicht so ein leichter Gegenspieler wie die Helden vermutet haben...

Ein Stück Filmgeschichte

Mit "Iron Man" (2008) startete das sogenannte Marvel Cinematic Universe - kurz MCU - vor über zehn Jahren und schrieb seitdem Filmgeschichte. In 18 Filmen und mit über 30 Superhelden erschufen die Marvel Studios ein gigantisches Universum - so etwas hat es noch nie gegeben. Und mit "Infinity War" kommt nun der Moment auf den alle gewartet haben - denn jetzt treffen zum ersten Mal alle Superhelden aufeinander.

Der Hype um den Film ist gigantisch. Millionen Menschen und Fans der Comics bzw. Filme eifern seit nunmehr einem Jahrzehnt diesem Treffen entgegen. Doch hat sich das lange Warten wirklich gelohnt?

Bombastisches Popcorn-Kino mit Tiefgang

Ja, es hat sich (zum Glück) wirklich gelohnt. Viele hatten Angst die große Menge an Charakteren würde dem Film schaden und einige von ihnen würden zu kurz kommen. Doch im Gegenteil - jeder der Figuren hat seinen Moment, in dem er oder sie glänzen kann. Weiterhin ist es auch sehr erfrischend Superhelden mit besonders großem Ego - und da gibt es ja einige - zu sehen, wenn sie zum ersten Mal aufeinander treffen. Da sind einige Lacher vorprogrammiert.

Doch der Film kann auch Emotionen. Ich werde hier natürlich nichts spoilern, aber es ist wirklich alles geboten - Lachen, Tränen, Hass, Liebe und ganz viel Gänsehaut. Er hat in seinen fast 150 Minuten praktisch keine Atempause und wird nie langweilig. Man will und sollte hier keine Sekunde verpassen!

Natürlich muss man speziell bei diesem Streifen alle vorherigen 18 Filme des MCU gesehen haben, ansonsten versteht man nichts und wird enttäuscht. Eine wirkliche Exposition gibt es nämlich nicht. Der Film steigt vielmehr gleich mit der Handlung ein und fährt sein Tempo nicht runter. Da kann man schnell den Überblick verlieren, wenn man die verschiedenen Charaktere nicht kennt.

Ein übermächtiger Bösewicht

Highlight und heimlicher Hauptdarsteller des Films ist sein Bösewicht - der Titan Thanos. Man erfährt nach seinen drei kurzen Auftritten in den vorangegangenen Filmen auch endlich, was genau sein Ziel und  - ganz wichtig - seine Motivation ist. So wird er nicht zum eindimensionalen und austauschbaren Gegenspieler - wie es bei den meisten Schurken aus den vorherigen Teilen der Fall war.

Mit Thanos wird vielmehr eine Figur gezeichnet, die weiß wofür sie kämpft, ein Ziel hat und an seine Sache glaubt. Dadurch wird er für den Zuschauer erst greifbar und dementsprechend auch besonders gefährlich für unsere Lieblingshelden - denn seine Entschlossenheit ist groß.

Das Ende der Avengers?

Die Frage, ob oder wer in diesem Film stirbt, will ich an dieser Stelle ebenfalls nicht verraten. Doch eins sei gesagt - es gibt Konsequenzen auf mehreren Ebenen. Deshalb ist es aber umso spannender, wie es weitergehen wird. Denn als eigenständigen Film kann man "Avengers: Infinity War" eigentlich nicht betrachten - dafür bleiben am Ende zu viele Fragen offen.

Und auch wenn es sich insgesamt um eine gelungene Comic-Verfilmung handelt, so wird sich erst mit den nächsten Filmen sein wirkliches Potential erkennen lassen. Das kann man natürlich genauso kritisieren, wie die übertriebene Verwendung von CGI und die oft sehr unübersichtlichen und schnell geschnittenen Kampfszenen.

Aber mal ehrlich - wie will man sonst einen Film mit diesen Ausmaßen machen, als ihn in mehrere Teile aufzusplitten? Klar, am Ende bleibt ein (kleiner) bitterer Nachgeschmack, weil man wieder ein Jahr auf die Auflösung warten muss. Doch wie heißt es so schön - Vorfreude ist die größte Freude. Und das stimmt hier ausnahmsweise.

Und denkt dran, am Ende sitzen zu bleiben! Nach dem Abspanns gibts nämlich einen Hinweis auf einen der kommenden Filme, der uns das Warten definitiv verkürzen wird und einige Fragen beantworten sollte. Also geduldet euch und genießt den Film. Ihr habt schließlich zehn Jahre darauf gewartet - da macht das eine Jahr auch keinen Unterschied...

 

Autor: Martin Arnold, Playboy Deutschland
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