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Knallhart: „Nur Gott kann mich richten“

Die Guten jagen die Bösen: So wird im Tatort seit über 40 Jahren vom Verbrechen erzählt. Doch mit Özgür Yıldırıms spektakulären Gangster-Drama „Nur Gott kann mich richten“ kommt jetzt ein Film ins Kino, der mit dieser Formel bricht. Das Ergebnis: Action-Kino vom Feinsten.

Ricky (Moritz Bleibtreu) hat genug vom Gangsterleben. Gefahr, Gewalt, Gefängnis – das alles möchte der Kleinganove mit einem idyllischen Leben in Spanien tauschen, wo er eine Strandbar eröffnen und die Finger von allen kriminellen Machenschaften lassen will. Aber um seinen Ausstieg zu finanzieren, braucht er Geld. Mit seinem alten Kumpel Latif (Kida Khodr Ramadan, „4 Blocks“) plant er einen letzten großen Coup, der die beiden auf einen Schlag um 50.000 Euro reicher machen soll.

Mit von der Partie ist der Heroinhändler Branko: Bei einem fingierten Überfall auf eine seiner Drogenübergaben sollen Ricky und Latif das Heroin erst stehlen, um es dann insgeheim wieder an den bestohlenen Verkäufer zurückzugeben. Den Profit, den sich der skrupellose Dealer von diesem Vorgehen verspricht, wird er mit den beiden teilen.

Moritz Bleibtreu spielt einen Gangster, der seine Vergangenheit hinter sich lassen will. Im Glauben sucht er Halt – vergeblich.

Mit Rickys Bruder Rafael (Edin Hasanović), der kurzfristig eingesprungen ist, gelingt der Plan. Aber auf der Flucht geraten die beiden zufällig in die Verkehrskontrolle der Streifenpolizistin Diana Dunker (Birgit Minichmayr), die nach einem Handgemenge und einer Schießerei mit einem verletzten Kollegen zurückbleibt – und mit dem Heroin, das Ricky und Rafael bei ihrer Flucht zurückgelassen haben.

Kein Platz für Idealismus

Diana ist eine gute Polizistin, aber die Lage, in der sie steckt, lässt keinen Platz für Idealismus: Ihre Tochter ist herzkrank und wird nur überleben, wenn sie auf der Liste für ein Spenderorgan nach oben klettert. Um einen Arzt bestechen zu können, nimmt Diana die Drogen an sich und beschließt, sie selber zu verkaufen.

Unterdessen ist Ricky klar geworden, dass das Heroin nie seinen Weg in eine Asservatenkammer gefunden hat. Als sich ein Mittelsmann ausgerechnet an ihn als potentiellen Käufer von Dianas Ware wendet, beschließt er, seine Beute zurückzuholen – um jeden Preis. Dem Showdown, der sich jetzt entspinnt, fallen Schuldige und Unschuldige gleichermaßen zum Opfer. „Nur Gott kann mich richten“ ist ein Film, in dem es keine Gewinner gibt.

Auch die Gegner geraten auf Abwege: Diana (Birgit Minichmayr), ist Polizistin.

Ein neuer Ton im deutschen Kino

Wer gedacht hat, nur US-Produktionen könnten glaubhaft aus dem Milieu der Großstadt-Gangster erzählen, der wird von Özgür Yıldırıms Action-Meisterwerk eines Besseren belehrt. Hart, roh und unerbittlich – so ungeschönt zu zugleich so ausdrucksstark ist im deutschen Kino schon lange nicht mehr aus der Welt des Verbrechens erzählt worden

„Nur Gott kann mich richten“ läuft am 25.1. in den deutschen Sälen an.

Autor: Zeno Bampi Jr.
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