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Legende und Lebemann

Warum Frank Sinatra nach wie vor eine Ikone ist

„Ich habe die perfekte Frau gefunden - Sie ist taubstumm, sexbesessen und betreibt einen Schnapsladen“

Er pflegte Beziehungen in die Unterwelt und ins Weiße Haus. Hatte vier Ehen und unzählige Affären. Und vor allem sang er so schön wie kein anderer. Wir werfen einen Blick auf die Legende, die sie nur "Ol' Blue Eyes" oder schlicht "The Voice" nannten

1. Der Anfang

Frank Sinatra wurde als Francis Alber Sinatra am 12. Dezember 1915 in New Jersey als einziges Kind seiner italo-amerikanischen Eltern geboren. Schon früh widmete er sich der Musik und verdiente sich bereits als Teenager sein Taschengeld damit. Seine ersten kleinen Auftritte hatte er in den Bars seiner Heimatstadt Hoboken.


2. Der Durchbruch

1932 folgten schließlich erste Radioauftritte und Sinatra eiferte seinem Vorbild Bing Crosby nach. Diesen hatte er erstmals 1933 bei einem Konzert erlebt und spätestens ab diesem Zeitpunkt stand Sinatras Karrierewunsch fest. Doch mit der Gesangskarriere klappte es nicht sofort. Er beendete die High School ohne Abschluss, finanzierte sein Leben zwischenzeitlich als lokaler Sportjournalist. Erst 1935 begann sein Aufstieg, als er bei einem Talentwettbewerb den ersten Platz belegte. Erste landesweite Tourneen folgten, ehe er 1939 von Bandleader Harry James als Leadsänger dessen Big Band engagiert wurde.

3. Die Frauen

Als Frank Sinatra 1939 seine Jugendliebe Nancy ehelichte, sollte das nicht die letzte Heirat für ihn bedeuten. Frank und Nancy ließen sich 1951 scheiden. Es folgten Ehen mit den Schauspielerinnen Ava Gardner (1951-1957), Mia Farrow (1966-1968) und dem Model Barbara Sinatra (1976-1998). Von den zahlreichen Affären wollen wir hier erst gar nicht anfangen. Über die ideale Partnerin scherzte er einst auf der Bühne: "Ich habe die perfekte Frau gefunden - Sie ist taubstumm, sexbesessen und betreibt einen Schnapsladen.“


4. Das Comeback

Anfang der 1950er drohte Sinatras Stern zu sinken. Er war vor allem durch Affären in den Schlagzeilen und seine erste eigene TV-Serie floppte. 1952 verlor er seinen Plattenvertrag bei Colubia und seine Karriere drohte frühzeitig zu enden. Die Rettung lag in der Schauspielerei: Für seine Nebenrolle in „Verdammt in alle Ewigkeit“ erhielt er den Oscar und verhalf seiner Karriere so zu neuem Aufschwung.

5. Die Entführung

Zur Legende trugen auch seine Verbindungen in die kriminelle Unterwelt bei. 1953 wurde er dann selbst Opfer eines Verbrechens. Drei Kriminelle entführten Sinatras Sohn Frank Jr aus dessen Hotelzimmer. Am nächsten Tag meldeten sich die Entführer per Telefon, woraufhin Sinatra eine Million Dollar für seinen Sohn bot. Kurioserweise bestand Barry Keenan, Anführer der kriminellen Bande, jedoch auf ledilich 240 000 Dollar. In einem der Verhandlungsgespräche, die Sinatra oftmals an öffentlichen Telefonzellen führte, ging ihm das Kleingeld aus und der Anruf brach ab. Von diesem Tag an ging Sinatra stets mit einer Rolle Münzgeld in der Hosentasche aus dem Haus. Gut drei Tage nach der Entführung fand die Lösegeldübergabe statt und Sinatra Junior wurde freigelassen.


6. Das Rat Pack

Das legendäre Rat Pack bestand aus einer größeren Gruppe von Entertainern und Schauspielern. Alle voran Frank Sinatra, Humphrey Bogart, Sammy Davis Jr., Peter Lawford, Joey Bishop und Shirley MacLaine. Aber auch viele weitere Stars gelten als Mitglieder der berüchtigten Gruppierung. Zusammen drehten sie unter anderem den Film „Frankie und seine Spießgesellen“, der im Jahre 2001 mit George Clooney, Brad Pitt und Matt Damon ein Remake erhielt.


7. Die Politik

Neben seinen Verbindungen zur Unterwelt pflegte Sinatra auch stets Beziehungen zu führenden Politikern. Lange Zeit war er überzeugter Fürsprecher der Demokratischen Partei und großer Unterstützer John F. Kennedys. Als JFK bei einem Besuch in Palm Springs jedoch im Haus von Sinatra-Rivale Bing Crosby übernachtete, fühlte sich „Ol’ Blue Eyes“ vor den Kopf gestoßen. Er wechselte das politische Lager und unterstütze von nun an die Republikaner.


8. Der größte Hit 

Sich auf den besten Song festzulegen, den Sinatra je gesungen hat, ist unmöglich. Da er seine Lieder nur selten selbst schrieb, war er auf Songschreiber angewiesen. Bei der Auswahl war er oftmals kritisch. Das Lied "Strangers In The Night" nannte er "a piece of shit" und "the worst fucking song that I have ever heard". Als Beatle-Songwriter Paul McCartney Sinatras Management ein Lied vorschlug, lehnte Sinatra dankend ab. Vom Rock 'n' Roll hielt der Sänger ohnehin nicht viel und meinte, es sei Musik für "music for cretins and goons". Den Beatles-Song "Something", geschrieben von George Harrison, bezeichnete er später jedoch sogar als "großartigstes Liebeslied der letzten 50 Jahre".

9. Das Ende

Auch wenn Sinatra seinen Rückzug von der großen Bühne immer wieder mal ankündigte, blieb er dem Showgeschäft so lange treu, wie er konnte. So tourte er 1994 noch durch die Welt und hatte mehr als 80 Auftritte. 1995, im Alter von 79 Jahren, absolvierte er seinen letzten Bühnenauftritt. Drei Jahre und einige Operationen und Herzinfarkte später, starb Frank Sinatra am 14. Mai 1998. Zu seinen Ehren gingen in Las Vegas für drei Minuten die Lichter aus, das Empire State Building wurde für drei Tage in blaues Licht gehüllt. Am 20. Mai 1998 wurde Ol' Blue Eyes in Cathedral City, Kalifornien beigesetzt.


10. Das Erbe

Frank Sinatras Karriere überdauerte nicht nur mehrere Jahrzehnte, sondern überlebte auch den Entertainer selbst. Seine Lieder, rund 1300 eingesungene Interpretationen, stellen ein unvergleichliches, musikalisches Erbe dar. Kaum ein Jahr vergeht, in dem sich nicht eine Neuauflage seiner Alben in den Charts befindet. Ein Weihnachtsfest ohne Sinatras "Let It Snow!" oder "Have Youself A Merry Little Christmas" ist schlichtweg undenkbar. Sein Schaffen gehört neben der Musik von Elvis, den Beatles oder Bob Dylan zum musikalischen Vermächtnis des 20. Jahrhunderts. Am schönsten hat es wohl die US-amerikanische Sängerin Dionne Warwick ausgedrückt: „Er könnte den Menschen das Telefonbuch vorsingen, und es würde ihnen immer noch gefallen.“

Autor: David Goller, Playboy
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