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Ego-Shooter

Der Actionfilm "Hardcore" ist der erste seiner Art

Im Kopf des Killers

Der russische Action-Film „Hardcore“ ist ein packender Mix aus Kino und Computer-Game aus Helmkamera-Perspektive

Stellen Sie sich einen Film vor, den man komplett aus der Perspektive der Hauptfigur sieht – so, als hätte sie eine Helmkamera auf. Genau das ist die Besonderheit des Action-Streifens „Hardcore“.

Die Story ist dabei eher zweitrangig: Im Moskau der Zukunft erwacht der Protagonist Henry, durch dessen Augen wir den Film erleben, in einem Militärlabor und findet heraus, dass er Teil eines Experiments ist. Als Cyborg besitzt er plötzlich übermenschliche Kräfte und hat sich in einen Supersoldaten verwandelt. Halb Mensch, halb Maschine. Ohne Erinnerung und Stimme. Aber mit einer persönlichen Mission: Mit ein paar Handgranaten und Schießprügeln ausgestattet, macht sich er auf den Weg, seine entführte Frau aus den Händen eines gemeingefährlichen Gegenspielers zu befreien. 

Interessant ist „Hardcore“ natürlich vor allem wegen der Kameraperspektive. Henry sieht man nicht ein einziges Mal, aber seine Fäuste und Beine, mit denen er seine Gegner bearbeitet. Filmtechnisch eine echte Pionierarbeit. Egal, ob Schlägerei, Verfolgungsjagd oder Schusswechsel: Man hat immer den Eindruck, mitten im Geschehen zu sein. Fast wie in einer GoPro-Dokumentation. Zum Unterhaltungswert trägt zwar auch Nebendarsteller Sharlto
Copley bei. Genauso wie Schauspieler Tim Roth, der einen Cameo-Auftritt hat – also sich selbst spielt, ohne in Besetzungslisten aufzutauchen. Doch das Wichtigste ist dank der Perspektive: die Action.   

Von den Action-Szenen stechen vor allem eine halsbrecherische Fahrt auf dem Highway heraus sowie eine Schießerei in einem Bordell. Freunde von Jason-Statham-Filmen wie „Crank“ kommen hier auf ihre Kosten. Und dank neuester Technik wird sogar noch einen Gang höher geschaltet.

Dabei war die Ego-Shooter-Idee des Regisseurs Ilya Naishuller anfangs gar nicht als Langfilm geplant. Es gab lediglich eine kurze Sequenz, die im Netz zum viralen Hit wurde. Der Hype um den Clip motivierte den Regisseur, einen eigenständigen Kinofilm in Ballerspiel-Optik zu drehen. Als Zuschauer fühlt man sich nach diesem Dauer-Amoklauf allerdings leicht zugedröhnt. 

„Hardcore“ läuft ab dem 14. April im Kino

Folge David bei Twitter: @gollinho

Autor: David Goller, Playboy
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