Direkt zum Inhalt
Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Bergsportlerin Gela Allmann

Ihr schmerzhafter Weg zurück auf den Gipfel

"Meine Narben sind letztendlich Heldennarben"

Ein falscher Schritt kostete Bergsportlerin und Model Gela Allmann fast das Leben. Uns erzählt sie vom Sturz in die Tiefe, ihrem „Matschkörper“ und dem schmerzhaften Weg zurück auf den Gipfel

Am Mittag des 3. April 2014 steht Gela Allmann für ein Foto-Shooting auf einem Berggipfel in Island. Plötzlich verliert sie für einen Moment den Halt und stürzt über Eis und Geröll 800 Meter in die Tiefe. Sie überlebt. Schwer verletzt. Fast zwei Jahre und neun Operationen später treffen wir die schöne Steh-auf-Frau zum Interview.

Playboy: Sie haben den Unfall damals nur um ein Haar überlebt. Glauben Sie an Wunder?
Allmann: Ja! Es ist definitiv ein Wunder, dass es so glimpflich ausgegangen ist.

Playboy: Glimpflich? Sie haben schwerste Verletzungen erlitten, bei dem Sturz wurde sogar die Hauptarterie in Ihrem rechten Bein durchtrennt . . .
Allmann: Ich hatte keinen Helm auf. Wäre ich mit dem Kopf gegen einen der unzähligen Felsen geknallt, würde ich mit Sicherheit nicht hier sitzen. Schumachers Unfall zeigt ja, wie schnell so was gehen kann.

Playboy: Michael Schumacher ist seit seinem Skiunfall ein Pflegefall . . .
Allmann: Das zeigt, welch unfassbares Glück ich hatte.

Playboy: Sie haben Ihren Sturz in die Tiefe jetzt in einem Buch verarbeitet. Warum sollte man Ihr Buch lesen?
Allmann: Ich möchte mit dem Buch zeigen, dass man sein Schicksal immer ein Stück weit selbst in der Hand hat. Dass man nicht aufgeben darf, auch wenn man mal ganz unten ist.

Termine:

20. März 2016: Vortrag “Sturz in die Tiefe und zum Gipfel zurück” mit Filmpräsentation “One Step” im Rahmen der Berginale 2016 Berchtesgaden.
Ort: Kongresshaus Berchtesgaden / Einlass: 19.30 Uhr / Beginn 20 Uhr / Preis und Tickets über www.ticketscharf.de

22. April 2016: Vortrag “Sturz in die Tiefe und zum Gipfel zurück” & Filmpräsentation “One Step”. 
Ort: Vitalwelt Schliersee / Einlass: 19.00 Uhr / Beginn: 19.30 Uhr / Eintritt: 9 € Tickets Abendkasse

04. August 2016: Vortrag “Sturz in die Tiefe und zum Gipfel zurück” & Filmpräsentation “One Step” im Rahmen des europäischen Trail Running Symposiums. 
Ort: Pitztal / Beginn: 17.00 Uhr

Playboy: Kann man denn das Positivdenken lernen?
Allmann: Ich glaube schon. Entscheidend ist, dass man am Anfang nur kleine Schritte macht und akzeptiert, in welcher Lage man sich befindet.

Playboy: Sie schildern ganz detailliert den Absturz, beschreiben, wie nacheinander erst das rechte Knie kaputtgeht, dann die linke Schulter bricht, das Nasenbein, wie die Reibung Ihre Haut verbrennen lässt. Schreiben von „einem funktionierenden Geist in einem Matschkörper“. Was war das Schrecklichste in diesem Moment?
Allmann: Das Schlimmste war, alles bei vollem Bewusstsein erleben zu müssen! Ich habe einfach nur gedacht: Das ist doch Wahnsinn! Warum werde ich denn nicht endlich ohnmächtig? Aber letztendlich war es ja gut, dass ich bei Bewusstsein geblieben bin. Das hat mir das Leben gerettet.

Playboy: Wie das?
Allmann: Es ging ja noch weiter steil bergab! Und wenn ich den Fall nicht irgendwann mit letzter Kraft gestoppt hätte, wäre ich wohl über das Kliff 100 Meter tief in den eiskalten Fjord gefallen. Dann wäre es definitiv vorbei gewesen.

Gewinnen Sie hier eines von fünf von Gela allmann handsignierten Büchern "Sturz in Die Tiefe". Jetzt teilnehmen!

Playboy: Wie gelingt es Ihnen, so beherrscht über den Unfall zu sprechen?
Allmann: Am Anfang ging das gar nicht. Ich fand mich sofort in der Situation des Abstürzenden wieder. Meine Psychologen rieten mir aber, so oft wie möglich darüber zu sprechen. So lange, bis ich in die Perspektive des Erzählers wechsle. Heute ist es für mich wirklich okay. Ich bin jetzt in der Person des Beobachters.

Playboy: Was geht in einem vor, wenn man weiß, okay, das war’s jetzt?
Allmann: Ich war sehr ruhig, überhaupt nicht panisch. Ich habe nur den blühenden Garten meiner Eltern vor mir gesehen.

Playboy: Klingt idyllisch.
Allmann: . . . ja, es fühlte sich an wie heimkommen. Marcel, mein Mann, hatte immer Angst, dass mir mal was Schreckliches passieren würde. Und in dem Moment schoss es mir in den Kopf: Oh Mann, jetzt hat er auch noch Recht gehabt.

Playboy: Sie schreiben im Buch von wiederkehrenden Angstattacken. Wann hatten Sie zuletzt einen Panikanfall?
Allmann: Erst vor wenigen Tagen, bei meiner letzten Skitour. Es herrschten nicht die besten Bedingungen, es war sehr eisig und steil, aber eigentlich ungefährlich. Plötzlich kam jemand aus unserer Gruppe ins Rutschen. Aber dieser Moment hat vollkommen ausgereicht, nichts ging mehr! Ich weiß jetzt, was es heißt, vor Angst gelähmt zu sein.

Playboy: Sie standen wenige Monate nach Ihrem Unglück wieder mit Skiern auf einem Gipfel . . .
Allmann: Ja, das war geil! (lacht) Richtig geil! Wenn man wieder in der Bindung steht, losgeht und das tun kann, was man so lange vermisst hat. Und sich dabei ja nie sicher war: Kann ich das jemals wieder machen? Für mich ist Sport mein Lebenselixier, mein Motor, mein Ventil . . .

Playboy: . . . so wichtig wie Sex?
Allmann: (lacht) Absolut. Sich dabei selbst spüren, das ist mir extrem wichtig. Ich bin einfach ein sehr körperlicher Mensch.

Playboy: Was ist für Sie heute Luxus?
Allmann: Selbstständig aufzustehen, rauszugehen, mich frei bewegen zu können. Und keine Schmerzen zu haben.

Playboy: Sie waren nicht nur als Sportlerin erfolgreich, sondern auch als Model. Befürchten Sie, durch die Narben nicht mehr als attraktiv zu gelten?
Allmann: Nein. Diese Angst habe ich abgelegt. Marcel meinte nach dem Unfall: „Deine Narben sind letztendlich doch Heldennarben.“ Jede Narbe an meinem Körper erzählt eine Geschichte. Und jede Narbe zeigt, dass man stärker war als das, was versucht hat, einen kaputt zu machen. Ich habe deshalb auch kein Problem damit, im Bikini rumzurennen. Meine Narben gehören jetzt zu mir.

Playboy: Wie hat der Unfall Sie verändert?
Allmann: Ich sage heute nicht immer nur: höher, schneller, weiter!, sondern halte auch mal inne. Ich bin noch längst nicht ganz am Ziel, aber ich weiß auch, dass ich schon viel geschafft habe. Eigentlich hat der Unfall auch viel Gutes mit sich gebracht (lacht).

Playboy: Das klingt verrückt . . .
Allmann: Ich bin einfach nur dankbar für die zweite Chance und genieße jeden Tag.

Gewinnen Sie hier eines von fünf von Gela allmann handsignierten Büchern "Sturz in Die Tiefe". Jetzt teilnehmen!

Mehr Infos zu Gela Allmann: www.angelikaallmann.de

Autor: Florian Boitin
Newsletter

Jede Woche neu:
die spannendsten Themen,
die schönsten Frauen

Jede Woche neu: die spannendsten Themen, die schönsten Frauen

The was an error. Please try again later.