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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Mensch, Herbert!

Die Stimme Deutschlands – Grönemeyer wird 60

Herbert ist einer von uns

Die Stimme der Nation wird 60. Zum Jubeltag des großen Pottbarden wird es Zeit zurückzublicken: die zehn besten Momente aus sechs Jahrzehnten Herbert Grönemeyer. Alles Gute, Gröni - du bist einer von uns!

Herbert Grönemeyer ist nicht der Typ, dem Frauen ihre Höschen schicken. Aber über eine Kiste Bier würde er sich garantiert freuen. Mit dem Herbert kann man - jede Wette - ganz entspannt ein kühles Pils weglenzen. Geredet würde dabei nicht viel. Einerseits weil seine Wortbeiträge oft unverständlich sind („Wasch den Glauben im Regen“ oder: „Die Welt ist forsch und auch gemein, das Leben könnt’ nicht besser sein“ etc.). Andererseits weil man ihn mittlerweile trotzdem verdammt gut kennt, diesen Pfundskerl. Dieses felsenhaft das Meer des deutschen Popstar-Elends überragende Unikat mit dem väterlich-freundlichen Sozialkundelehrergesicht.

Damit geht Herbert Grönemeyer jetzt wieder auf Tour, und fast alles ist wie immer. Er kann mit 60 immer noch nicht tanzen. Sein Gesang ist eigen. Und die Wortbrocken, die er presswehenartig aus dem Bauch hervorstößt, ergeben nicht immer Sinn. Dass so einer - obwohl er ja auch Schauspieler ist - ohne jede Verstellung vor jungen Menschen auftrat und mit seinen Bauch-Botschaften Mädchenherzen entflammte - gegen Atomkraft, für Frieden und Herbert selbst -, nahmen viele Jungmänner ihm in den Achtzigern übel. Doch wir haben längst eingesehen, dass er alles andere ist als ein besserwisserischer Lichterketten-Missionar. Er ist nicht Bono. Herberts Bauchgefühl selbst ist die Botschaft: Bochum. Kohle. Überall viel kaputt. Baustellen im Leben. Trotzdem nicht aufgeben. Herbert bleiben.

Aus diesem Grund hat uns sein Comeback mit dem Titelhit „Mensch“ tatsächlich tief gerührt damals, der Tod seiner Frau und dass er wieder da war: Danke für dieses grandiose Erlebnis! Und jetzt bitte recht lange weitermachen, lieber Herbert, mit dem Soundtrack zum Grönemeyer-Leben. Es ist schließlich auch unseres. Nicht immer glänzend, schon klar. Aber es kann einfach nicht besser sein, solange diese Musik dazu läuft.

Platzangst

Als Leutnant Werner spielte Herbert Grönemeyer unter anderem an der Seite von Uwe Ochsenknecht und Jürgen Prochnow im Weltkriegs-Drama „Das Boot“.

Der Durchbruch

Im Jahr 1984 wurde Herbert Grönemeyer quasi über Nacht Schutzpatron, Vorbild und Barde einer ganzen Stadt: sein Album 4630 Bochum – eine Liebeserklärung an seine Wahlheimat. Noch heute wird das Lied „Bochum“ bei jedem Heimspiel des VfL Bochum gesungen, Grönemeyers Mitgliedsnummer beim Verein: die 4630. Mehr Symbolik geht nicht.

Die Entdeckung der Currywurst

Mit seinem Lied „Currywurst“ wurde Grönemeyer im Pott endgültig zur Legende, die SZ adelte ihn für diesen Song zum „Pottbarden“. Grönemeyer selbst ist übrigens überhaupt kein Fan des westfälischen Nationalgerichts.

Das Comeback

Im November 1998 musste Grönemeyer innerhalb weniger Tage den Tod seines Bruders und seiner Frau Anna Henkel verkraften. Er nahm eine Auszeit und kam mit dem Album „Mensch“ im Jahr 2002 wieder zurück. Und wie: das Album ist bis heute mit 13 Millionen verkaufter Alben, das erfolgreichste deutsche Album

Der Weg

Mit seinem Song „Der Weg“ berührte er wohl am meisten. Er widmete ihn seiner verstorbenen Frau Anna Henkel, die an Brustkrebs verstarb. „Das Leben ist nicht fair.“

Es dreht sich

2006, Fußball WM in Deutschland. Herbert Grönemeyer gab dem Ausnahmezustand und der Freude eine Stimme. Mit seinem „Zeig, dass sich was dreht“, dem offiziellen WM-Song, hatte das Sommermärchen eine Melodie.

Der Förderer

Herbert Grönemeyer unterstützt in seinem eigenen Plattenlabel aufstrebende, junge Künstler. Die Singer-Songwriter Philipp Poisel und Philipp Dittberner, sowie die Band „Boy“ verdanken ihren Erfolg dem Label GRÖNLAND RECORDS.

Klatschpresse

Als Herbert Grönemeyer 2014 am Kölner Flughafen von Fotografen bedrängt wird, reißt dem sonst so einfühlsamen Sänger der Geduldsfaden: er schubst, schlägt und: wird dabei gefilmt.

Tanzbär

Von wegen, Herbert Grönemeyer kann nicht tanzen. Und wie er es kann! In einem Musikvideo holt der sonst eher hüftsteife Sänger alles nach, was er bisher tänzerisch versäumt hat. Lustig, tollpatschig und auf jeden Fall sehenswert: die Tanzeinlage in „Fang mich an“.

Rock gegen Rechts

Auf einer Gegendemonstration zu Pegida trat Grönemeyer Anfang des Jahres 2015 in Dresden auf. Gemeinsam unter anderem mit Jan-Josef Liefers und Jeanette Biermann setzte er ein musikalisches Ausrufezeichen für Toleranz und Offenheit.

Autor: Leopold Zaak
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