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Falco lebt - zumindest als Musical

Neue Tour ab jetzt bis Mitte Mai

Falco lebt - zumindest als Musical

Vor 20 Jahren ist Falco gestorben, doch auf der Bühne lebt er weiter. Das Erfolgsmusical „Falco“ startet am 10. Februar eine neue Tournee durch über 50 Städte im deutschsprachigen Raum. Allein 135.000 Menschen haben die Show bereits im vergangenen Jahr gesehen, nun wurde das Stück weiterentwickelt und „noch verrückter, bildgewaltiger und kunstvoller“ gestaltet.

Alexander Kerbst ist einer der Autoren des Stückes und gleichzeitig Hauptdarsteller. Auf der Bühne performt er den exzentrischen Sänger mit einer fast erschreckenden Genauigkeit: Jede Geste, jedes Kopfzucken, jeder Konsonant muss sitzen und ist bewusst einstudiert.

Wie ein Karikaturist schafft Kerbst durch gewollte Übertreibungen seine Bühnenfigur. Und es funktioniert: 20 Jahre nach seinem Unfall-Tod lässt Kerbst Falco wieder auferstehen.

Falco, fotografiert von Conny de Beauclair, damals Bodyguard und Türsteher im legendären "U4"

Was macht die Faszination Falco bis heute aus? „Er war der erste weiße Rapper, ein Pionier der Popgeschichte“, sagt Kerbst. „Sein Mund war sein Schlagzeug, er hat auf ganz präzise Weise mit dem Rhythmus des Textes gespielt.“ Für Kerbst war das eine der zentralen Herausforderungen, als er sich gemeinsam mit Thomas Rabitsch, Falcos langjährigem Bandleader, die alten Songs erarbeitete.

„Falco war ein Perfektionist, der nie glücklich wurde mit seinen Stücken“, sagt Kerbst. Viele Songs blieben Fragmente, und „das lag nur zum Teil am Saufen“. Seine kaschierte Unsicherheit und seine Angst, die vermutlich aus einer nicht ganz so einfachen Kindheit herrührten, hätten Falco zugleich angetrieben und auch innerlich zerrissen.

Kerbst selbst kommt zwar aus Thüringen und spricht ein absolut glattes Hochdeutsch, hat sich aber mit viel Arbeit die Aussprache seine großen Bühnenfigur antrainiert. „Falcos Auftreten und sein Dialekt sind untrennbar miteinander verbunden“ sagt Kerbst. Das Pop-Phänomen von der Donau könne man sich gar nicht anderswo als in Österreich und insbesondere in Wien vorstellen.

Tatsächlich aber spielte der Star aus Austria mal ernsthaft mit dem Gedanken, in die USA auszuwandern, weg vom Rummel in Europa, auch um in Amerika langfristig erfolgreich zu sein. „Aber das hat er dort nicht ausgehalten“, sagt Kerbst. Der Grund: Heimatliebe. Die Amis hätten halt einfach „keinen Schmäh“ gehabt.

Autor: Philipp Nowotny
Zippo x Ben Eine - An Unconventional Canvas
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