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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Interview mit Kay One

Der Rapper im Gespräch über Macherqualitäten

Rapper Kay One "Dieter Bohlen ist für mich ein absolutes Vorbild"

Auf die Hitsingle „Senorita“ lässt Kay One nun ein neues Album folgen. Hier ist der Titel Programm: „Makers Gonna Make“. Im Interview mit Playboy-Autor Robin Schmidt erklärt er, was ein Macher mitbringen muss, warum Dieter Bohlen so erfolgreich auf Instagram ist und ob er für eine weitere Staffel „Prinzessin gesucht“ bereit ist.

Montagmorgen, 11 Uhr: Während einige Gäste im Düsseldorfer Hyatt Hotel am Frühstücksbuffet noch mit den Nachwehen vom Wochenende zu kämpfen haben, sitzt einer pünktlich im Sessel eines Meeting-Rooms. Es ist Kay One. Ex-Ersguterjunge, Ex-DSDS-Juror, Ex-Freund von Mandy Capristo. Auch wenn das alles der Vergangenheit angehört: Kenneth Glöckler, so Kay One bürgerlich, scheint ein Macher zu sein.

Wie beginnt denn der Tag eines Machers?

Grundsätzlich finde ich, dass man sich nicht selbst als Macher bezeichnen sollte. Wenn dann sollten das andere Leute über einen sagen. Wenn du mich jetzt aber privat fragst: Ich glaube, so wie bei jedem anderen auch. Ich habe einen Job so wie jeder andere auch. Ich kann mir das Gottseidank ein bisschen selbst einteilen, wann ich meine Songs schreibe, wann ich ins Studio gehe. Aber prinzipiell unterscheidet sich das jetzt nicht so krass von anderen Leuten. Ich habe auch wirklich ein ganz normales Leben. Es ist auch immer lustig, dass Leute so oft denken, dass Leute, die in der Öffentlichkeit stehen, ein totales Star-Leben haben. Das ist nicht so, wir sind hier immer noch in Deutschland und nicht in Hollywood.

Was zeichnet denn einen Macher konkret aus?

Ein Macher ist für mich jemand, der wirklich alles mit seinen eigenen Händen aufgebaut hat. Meiner Meinung nach kannst du nur auf das stolz sein, was du mit deinen eigenen Händen aufgebaut hast. Wenn ich auf meine Karriere zurückblicke, kann ich durchaus sagen, dass ich wirklich alles selbst gemacht habe. Ich hab mich nie von Leuten unterkriegen lassen, die an meinem Talent gezweifelt haben und das ist auch die Message, die ich den Leuten mit dem Albumtitel und einzelnen Songs davon weitergeben möchte. Natürlich wäre das alles ohne den Support meiner Eltern nicht möglich gewesen.

Wie hart muss ein Macher arbeiten?
Ich glaube fest daran, dass man bis ans komplette Limit gehen muss. Man muss sehr zielfokussiert sein. Egal in welcher Lebenssituation du bist, wo du herkommst, welche Schicksalsschläge du verarbeiten musst: Niemals aufgeben! Wenn du das in seinem Kopf verankert hast, wirst du auch alles dafür geben, um dein Ziel irgendwann zu erreichen.

"Ich glaube fest daran, dass man bis ans komplette Limit gehen muss."

Wer ist für Sie im Showgeschäft ein Macher?
Menschen wie P. Diddy oder Kanye West. Das sind Leute, die nicht nur Rap gemacht haben. Die sind einfach aus ihrer Sparte rausgegangen und machen nebenbei zum Beispiel auch Mode oder Wodka. Ich würde mich keineswegs mit den beiden vergleichen, aber das sind Leute, die mich von ihren Business-Moves sehr motivieren.

Und wie sieht es mit Machern in Deutschland aus? 

Dieter Bohlen ist für mich so ein absolutes Vorbild. Er ist ein Titan in der Musikindustrie, hat so viele Erfolge gefeiert. Seine Musik und seine Melodien funktionieren selbst heute noch. Er macht extrem viele Sachen, ist in Fernsehformaten zu sehen. Er ist ein super cooler Typ und immer am Boden geblieben.

Sie waren mit dafür verantwortlich, dass Dieter Bohlen auf Instagram aktiv ist. Momentan gibt es dort einen regelrechten Hype um ihn. Warum funktioniert Dieter Bohlen dort so gut?

Die Leute sehen einfach, dass Dieter ein sympathischer Familienvater ist. Das interessiert die Leute. Die Leute interessiert nicht, ob du auf einer Yacht bist. Das ist alles nicht greifbar. Du musst den Leuten das echte Leben zeigen. Wir gehen alle in den gleichen Supermarkt und kochen alle nur mit Wasser. Das macht diese Instagram-Stories ja gerade so spannend. Man sieht, dass die ganzen Stars auch nur normale Menschen sind.

Welchen Einfluss hat Dieter Bohlen auf Ihre Musik?
Wir haben im letzten Jahr ja seine Nummer „Louis Louis“ neu aufgelegt. Er hat uns die Melodie gegeben und wir haben daraus dann einen neuen Beat produziert. Da hatte er natürlich schon einen gewissen Einfluss. Auf andere Songs hat aber niemand in meinem Leben Einfluss. Ich lasse mich zwar inspirieren, aber ich mache letztendlich das, worauf ich Lust habe.

In „Rapstar“, einem Ihrer neuen Songs, sagen Sie: „Ich bin dankbar für jeden Menschen, der mit mir im Regen getanzt hat“. Wer sind bis heute Ihre Begleiter in schweren Zeiten?

Das sind einige wenige Freunde, auf die ich schon jahrelang zählen kann und die mich supporten. Denen ist es egal, ob ich Erfolg habe. Freundschaft macht aus, dass man nicht nur an sonnigen Tagen gemeinsam an Deck liegt.

Wie sieht es mit prominenten Begleitern aus?

Viele Prominente aus Deutschland haben auch prominente Freunde. Ich auch. Aber mit den meisten habe ich privat nichts zu tun. Meistens sind das einfach so Zweckbeziehungen. Der eine chillt mit dem, damit sie auf irgendeiner Veranstaltung zusammen gesehen werden, damit irgendjemand wieder über sie schreibt. Wenn der eine dann keinen Erfolg mehr hat, dann meldet der andere sich auch nicht mehr. Ich will das jetzt nicht auf alle Promis beziehen, aber bei den meisten von denen, die ich kennen gelernt habe, ist das einfach so.

"Wer guckt bei so einem Cover als erstes auf die Artikel?"

Welche Werte sind Ihnen besonders wichtig im Leben?

Loyalität, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit. Das sind die wichtigsten Werte. Alles andere kommt und geht.

Sie haben bekanntlich „Style und das Geld“. Was wünschen Sie sich überhaupt noch zum Geburtstag?

Klar, ich polarisiere in meinen Songs, ich brüste mich damit. Deswegen denken auch viele, dass mein Leben sich wirklich nur um diese Dinge dreht. Das ist aber Quatsch. Die wirklich wichtigen Sachen, wie die Liebe zu deiner Familie oder Gesundheit, kannst du nicht kaufen. Das sind die Sachen, die ich mir wünsche, die für viele andere Leute alltäglich sind.

Sind Sie noch immer Playboy durch und durch oder wünschen Sie sich lieber eine feste Beziehung?

Jeder wird irgendwann ruhiger, irgendwann hast du gelebt, warst auf den krassesten Partys und hast die hübschesten Frauen gesehen. Irgendwann gibt es keine Steigerung mehr. Irgendwann kommt die Steigerung nur noch über die Charaktereigenschaften. Wenn du zehn gleich hübsche Frauen hast, suchst du dir die aus, mit der du lachen kannst, die ehrlich ist, die loyal ist. Es ist tausendmal schöner einen festen Partner zu haben. Mit einer Frau, die du nur für eine Nacht hast, wirst du niemals so glücklich sein, wie mit einer Frau, mit der du dein Leben verbringen wirst.

Sie sind viel auf den Party-Inseln Ibiza und Mallorca unterwegs. Wo fühlen Sie sich zu Hause?

Am Bodensee. Ich wohne zwar in Stuttgart, aber die Region rund um den Bodensee ist meine Heimat. Da bin ich aufgewachsen und ich freue mich immer meine Freunde dort zu sehen.

Wird es nochmal ein Format wie „Prinzessin gesucht“ mit Ihnen geben?

Nein. Ich habe das damals nicht gemacht, weil ich mich als der neue Bachelor profilieren wollte. Es gab eine Sendung in den USA mit Flavor Flav von Public Enemy. Der hatte so eine Bachelor-Parodie-Serie. Ich habe mir dann gedacht: Warum gibt’s das nicht in Deutschland und habe das dann vorgeschlagen. Ich habe aber gesagt, ich will nicht der Bachelor werden. Ohne gegen das Format der Bachelor zu schießen: Das ist einfach nicht das wahre Leben. Der Bachelor wird dann halt am Strand gezeigt und läuft da mit weißen Leinenhosen barfuß rum und hat die krassesten Autos vor dem Haus stehen und macht einen auf Ober-Playboy. Im realen Leben hat er dann aber eine Ein-Zimmer-Wohnung, fährt einen Kombi und bringt Energy-Drinks raus. Ich fand „Prinzessin gesucht“ echt ganz witzig, aber viele Dinge macht man auch nur einmal im Leben.

Sie haben auch eine kleine Rolle in der Serie „Jerks“ gespielt. Haben Sie darüber hinaus weitere Ambitionen in der Schauspielerei?

Die Schauspielerei macht mir auf jeden Fall sehr viel Spaß. Aber ich sehe mich jetzt selbst nicht so als Schauspieler. Ich habe auch schon Angebote für eigene Filme bekommen. Momentan bin ich aber noch zu viel mit Musik beschäftigt. Wer weiß, was in Zukunft kommt, vielleicht bringe ich auch irgendwann mal ein Buch raus. Ich gucke mal, was zeitlich umsetzbar ist.

Playboy-Autor Robin Schmidt und Rapmusiker Kay One

Frage-Antwort-Spiel:

Ihre Verbindung zum Playboy:

Klar hab ich mir die Zeitschrift immer wegen der ganzen hübschen Frauen angeschaut. Ich meine: Wer guckt bei so einem Cover als erstes auf die Artikel? Erst später habe ich dann mitbekommen, dass Playboy auch sehr geile Artikel über Lifestyle zum Beispiel schreibt. Es ist lustig wie immer alle denken, dass da nur nackte Frauen drin sind.

Pietro Lombardi wird die DSDS-Jury bereichern, weil...
...er jemand ist, der sagt, was er denkt. Es wird sehr spannend mit ihm in der Jury.

Am meisten im Leben bereue ich...
...ein paar falschen Menschen zu schnell Vertrauen geschenkt zu haben.

Mein größter Antrieb im Leben ist:

Zufriedenheit. 

Diese Schlagzeile würde ich gerne über mich lesen:

(lacht) "Ist das Kylie Jenners neuer Freund?"

Autor: Robin Schmidt, Burda
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