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Der junge Niki Lauda

Schauspieler Daniel Brühl über die rasanteste Rolle seiner Karriere

"Niki war ein Pionier"

Für den Film "Rush - Alles für den Sieg" verwandelte sich Daniel Brühl in den jungen Niki Lauda. Im Interview verrät er das Erfolgsgeheimnis des Rennfahrers und was von Niki Lauda gelernt hat.

Playboy: Herr Brühl, wie würden Sie den Niki Lauda der 70er-Jahre charakterisieren?

Daniel Brühl: Niki war ein Pionier für viele Dinge, die heute im Sport normal sind: Sein Sicherheitsdenken war so ein wegweisender Ansatz. Und er hatte schon damals nach dem Unfall einen Mentaltrainer, der ihn psychologisch wieder fit gemacht hat. Niki hat zwar den Spaß der 70er-Jahre mitgenommen, war aber im Gegensatz zu James Hunt sehr auf den Sport fixiert und sehr diszipliniert.

Playboy: Ist diese ungeheure Disziplin das Erfolgsgeheimnis von Niki Lauda?

Brühl: Ja, bis heute. Ich habe viel Zeit mit ihm verbracht. Das ist jemand, der beim Abendessen schon vor dem Nachtisch aufsteht und geht, weil er findet, die besten Gespräche sind bereits geführt, ab jetzt wäre alles nur Zeitverlust. Und Nachtisch ist eh ungesund.

Playboy: Das ist Ihnen tatsächlich passiert?

Brühl: Ja, man muss sich immer beeilen, wenn man mit Niki isst!

"Man muss sich immer beeilen, wenn man mit Niki isst!"

Daniel Brühl

Playboy: Wie war Ihre erste Begegnung?

Brühl: Schon unser erstes Telefonat war sehr lustig. Er hat mich saufrüh angerufen und meinte, ich solle nur Handgepäck zu unserem ersten Treffen nach Wien mitnehmen: Falls wir uns nicht gut verstehen, könnte ich nämlich gleich wieder abzischen. Das ist so seine diplomatische Art. Ich bin dann also mit meinem kleinen Beutelchen nach Wien geflogen, und er hat mich am Flughafen abgeholt. Aber nach fünf Minuten war klar, dass wir einen Draht zueinander haben und dass ich noch mal Unterwäsche kaufen muss, weil der Aufenthalt ein bisschen länger dauert. Am letzten Tag war ich sehr gerührt, weil er mich in seinem Learjet zum Grand Prix nach Brasilien geflogen hat. Er meinte, dass die Situation dort - die Rennstrecke, die Atmosphäre und wie nah die Boxen aneinanderstehen - noch am meisten an die 70er-Jahre erinnert.

Playboy: Was ist das Wichtigste, das Sie von Niki Lauda gelernt haben?

Brühl: Auf das zu pfeifen, was andere Leute von einem denken. Das ist etwas, das auch ich schon immer getan habe, aber ich kenne wenige, die darin so extrem sind wie Niki.

Playboy: Wie hat sich durch „Rush“ Ihr Fahrstil verändert?

Brühl: Ich habe totalen Respekt vor dem schnellen Fahren gewonnen. Es ist einfach, auf der Autobahn Gas zu geben, aber es ist wirklich schwer, einen Wagen unter Kontrolle zu bringen, wenn etwas passiert. Ich wäre kein besonders guter Rennfahrer - auch wenn es mir Spaß macht, schnell zu fahren.

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