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Wir laden schonmal das nächste Girl für Sie!

Die deutschen Gold-Jungs

... wollen erneut in Rio triumphieren

Mit diesem Team will Deutschland den Olympia-Sieg

Für unsere deutschen Fußballer ging es bereits diesen Donnerstag los - also noch vor der offiziellen Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro am Freitag. Der erste Gegner Deutschlands war Mexiko, das 2012 Gold in London gewinnen konnte - die beiden Mannschaften trennten sich in Salvador mit 2:2. Der Playboy stellt Ihnen die deutschen Gold-Jungs, die am Sonntag ihr zweites Spiel gegen Südkorea - um 21 Uhr deutscher Zeit - bestreiten, vor.

Das deutsche Team

Der deutsche Kader umfasst insgesamt 18 Spieler, 16 Feldspieler und zwei Torhüter - der dritte Torwart im Bild, Eric Oelschlägel (Trikotnummer 22) wurde auf Abruf nominiert - im Falle einer Verletzung darf er zum deutschen Team nachreisen. Falls Sie sich jetzt fragen, warum auf dem Mannschaftsfoto wenige bis gar keine A-Nationalspieler Deutschlands zu finden sind: Seit den Olympischen Sommerspielen von Barcelona 1992 gibt es beim Olympischen Fußballturnier - wie bis zum Jahr 1984 - eine Altersbeschränkung. Nur drei Spieler pro Mannschaft dürfen älter als 23 Jahre sein.

Deutschlands Olympia-Coach Horst Hrubesch (mittlere Reihe, erster von links) entschied sich für die drei folgenden "älteren Herren": Nils Petersen (Trikotnummer 18) sowie die Zwillinge Lars (Trikotnummer 8) und Sven Bender (Trikotnummer 6). Zwischen 1984 und 1988 durften mehr als drei Ü23-Profis beim Olympischen Fußballturnier mitwirken - sofern sie zuvor noch kein Spiel bei einer Fußball-Weltmeisterschaft für ihr Land absolviert hatten. So konnten 1988 unter anderem die späteren Weltmeister von 1990 Thomas Häßler, Karl-Heinz Riedle und Jürgen Klinsmann Bronze in Seoul gewinnen.

Der Trainer und seine Schlüsselspieler für das Olympische Fußballturnier:

Der Trainer: Horst Hrubesch

"Manni Flanke, ich Kopf, Tor!", beschrieb Horst Hrubesch einst seinen Arbeitsauftrag als Stürmer des Hamburger SV: Auf eine Flanke des Teamkameraden Manfred Kaltz warten, zum Kopfball hochsteigen und daraufhin zum Torjubel abdrehen. Als Spieler wurde er 1980 Europameister mit Deutschland und 1983 triumphierte er mit dem Hamburger SV im Europapokal der Landesmeister, dem Vorgänger-Wettbewerb der Champions League.

Seit 30 Jahren ist Hrubesch Trainer. Seine größten Erfolge feierte das "Kopfball-Ungeheuer" als Coach deutscher Junioren-Nationalmannschaften: 2008 wurde er mit der Team der U18-Junioren Europameister. Auch 2009 wurde führte Hrubesch sein Team zum Europameister-Titel - allerdings mit der U21-Nationalmannschaft. Dabei formte er unter anderem die späteren Weltmeister von 2014 wie Manuel Neuer, Mats Hummels, Jérôme Boateng, Benedikt Höwedes, Sami Khedira und Mesut Özil.

Neben Fußball ist Angeln seine weitere große Leidenschaft. 1980 veröffentlichte er als Ko-Autor das Buch "Dorschangeln vom Boot und an den Küsten", das in drei Auflagen verkauft wurde. Nach den Olympischen Sommerspielen von Rio de Janeiro wird Horst Hrubesch - wie Silvia Neid (Foto), die Bundestrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft - seine Trainerkarriere beenden.

Vorher traf Playboy ihn noch zum großen Interview. Das Gespräch – ab 11. August 2016 in der neuen Ausgabe.

Im tor: Timo Horn

Der 23 Jahre alte Torwart ist ein richtiger "kölsche Jung": Seit seiner Jugend spielt Horn für den 1. FC Köln. Ähnlich wie beim "Effzeh" durchlief der Kölner alle Juniorenteams des DFB als Stammtorwart und ist die aktuelle Nummer eins der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Trotz seines niedrigen Alters hat Horn bereits 141 Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga für Köln bestritten. Sein Torwartspiel ist gekennzeichnet von guten Reflexen und einer ruhigen Ausstrahlung, die sich positiv auf die Abwehrreihe vor ihm auswirken kann.

In der Abwehr: Matthias Ginter

Im Kader der deutschen Nationalmannschaft zur Europameisterschaft in Frankreich war kein Platz für den Defensivspezialisten von Borussia Dortmund. Bei der Weltmeisterschaft 2014, die wie das Olympische Fußballturnier ebenfalls in Brasilien stattfand, wurde er im Alter von nur 20 Jahren Weltmeister: Damit wurde Ginter zum jüngsten deutschen Weltmeister aller Zeiten - auch wenn er vor zwei Jahren zu keinem Einsatz kam.

Der 22-Jährige ist in der Defensive variabel einsetzbar: Er könnte beim Olympischen Fußballturnier sowohl mit Niclas Süle von der TSG Hoffenheim ein Innenverteidiger-Duo bilden, als auch im defensiven Mittelfeld mit einem der Bender-Brüder auf der Doppelsechs auflaufen.

Im mittelfeld: Die Bender-Brüder

Bei den Olympischen Spielen stehen die beiden Zwillingsbrüder Lars (links) und Sven Bender endlich wieder zusammen auf dem Feld. Bis zum Sommer 2009 spielten die beiden gelernten zentralen Mittelfeldspieler in einem Team - doch dann verließ Sven im Juli 1860 München in Richtung Borussia Dortmund. Gut einen Monat später wechselte Lars zu Bayer Leverkusen.

Es ist gut möglich, dass die beiden Zwillinge die Doppelsechs im Spiel der deutschen Mannschaft bilden, mit Sven als Abräumer und Lars als Taktgeber. Sven, den in Dortmund alle "Manni" nennen, könnte allerdings auch in der Innenverteidigung auflaufen, denn dort hatte er in der vergangenen Saison seine meisten Einsätze für den BVB. Ein gutes Omen hat die Berufung der Bender-Brothers: 2008 wurden die beiden Seite an Seite U19-Europameister - auch damals war Horst Hrubesch ihr Trainer.

Der Kapitän: Leon Goretzka

Leon Goretzka ist ein Kind des Ruhrgebietes: 1995 ist er in Bochum geboren, spielte bis 2013 beim ortsansässigen Traiditionsklub, dem VfL Bochum, und wechselte dann knappe neun Kilometer - oder zwei S-Bahn-Haltestellen - gen Westen nach Gelsenkirchen zum FC Schalke 04. Bereits im Alter von 17 Jahren, wurde er ein Fußballprofi, sein erstes Bundesligaspiel absolvierte er für Schalke im Sommer 2013 als 18-Jähriger.

Für die Weltmeisterschaft 2014 wurde Goretzka von Bundestrainer Jogi Löw in den vorläufigen Kader berufen - für einen endgültigen Kader-Platz im Weltmeisterteam reichte es allerdings nicht. Goretzka ist das, was moderne Fußballtrainer gerne "polyvalent" nennen: Er kann auf fast allen Positionen eingesetzt werden. Er kann als Sechser oder Achter neben einem der Bender-Brüder auflaufen, auf dem rechten Flügel spielen oder - was bei Olympia am wahrscheinlichsten ist - als Zehner, als Spielmacher vor den Benders agieren.

In der U21-Nationalmannschaft war Goretzka bereits Kapitän unter Horst Hrubesch. Für den Trainer stand es nie zur Debatte, dem jungen Leader die Binde bei den Olympischen Spielen abzunehmen.

Goretzka verletzte sich in der Gruppenphase - der neue Kapitän der deutschen Olympia-Fußballmannschaft wurde sein Schalker Vereinskollege Max Meyer.

Im Sturm: Nils Petersen

Nils Petersen ist der "Oldie" im deutschen Team - und ist dabei gerade mal 27 Jahre alt. Der Stürmer vom SC Freiburg hat wenig bis keine Länderspielerfahrung: Für die deutsche A-Nationalmannschaft wurde er noch nie berufen, in den Juniorenteams brachte er es auf insgesamt neun Einsätze.

Horst Hrubesch schätzt die menschlichen Qualitäten an Petersen, der dafür bekannt ist, über den Tellerrand seines Lebens als Fußballprofi hinaus zu blicken. Außerdem weiß Petersen nur zu gut, wo das Tor steht: In der vergangenen Saison steuerte er 21 Treffer  und sechs Torvorlagen zum Aufstieg der Freiburger in die Bundesliga bei. Er ist eine "echte Neun": Er ist stark in der Ballbehauptung und ein wahrer Abschlussspieler, der sowohl mit dem linken oder dem rechten Fuß als auch per Kopf treffen kann.

Gegen Fidschi (Grupenphase) traf der Stürmer fünf Mal, im Halbfinale gegen Nigeria erzielte er das vorentscheidende 2:0 (Endstand: 2:0).

...und Wer ist eigentlich Grischa Prömel?

Er ist die große Unbekannte im deutschen Kader für Olympia: Grischa Prömel. Sein Vorname ist die Koseform vom russischen "Grigori" und bedeutet der "Wachsame" - passend für einen defensiven Mittelfeldspieler. Prömel spielt für den Karslruher SC in der zweiten Bundesliga - sein Ausbildungsverein, die TSG Hoffenheim mit der er 2014 deutscher U19-Meister wurde, besitzt allerdings eine Rückkaufoption für das 21 Jahre alte Talent.

Mit Prömels Nominierung ist Horst Hrubesch ein wahrer Überraschungscoup gelungen: Der Mittelfeldspieler ist manchen anscheinend so unbekannt, dass sein Profil auf der offiziellen Teamseite des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bis vor kurzem noch mit einem Foto von Nils Petersen versehen wurde.

Deutschlands Gegner

Deutschland hat mit der Gruppe C wahrlich keine leichten Gegner erwischt: Im Auftaktmatch ging es gegen Mexiko (2:2 Endstand) die 2012 in London Gold gewannen. Im zweiten Gruppenspiel, das am wartete das Nationalteam von Südkorea (3:3 Endstand durch einen Treffer in letzter Sekunde). 2012 gewann Südkorea noch Bronze.

Das dritte und letzte Spiel der Gruppe C musste Deutschland gegen den großen Außenseiter Fidschi (10:0 Endstand) bestreiten. Als Gruppenzweiter hinter Südkorea zog Deutschland ins Viertelfinale ein, wo sie Portugal mit einer beeindruckenden Leistung mit 4:0 schlagen konnten. Vor einem Jahr verlor die deutsche U21-Mannschaft mit Horst Hrubesch noch das Halbfinale der Junioren-EM mit 5:0 gegen die Portugiesen. Das darauffolgende 2:0 Deutschlands im Halbfinale gegen Nigeria bedeutete den ersten Finaleinzug eines Gesamt-Deutschen Teams beim Olympischen Fußballturnier. Im Maracana-Stadion, wo Deutschland 2014 den vierten WM-Titel erringen konnte, wartet der Gastgeber Brasilien um Superstar Neymar (FC Barcelona) auf die deutsche Olympia-Auswahl.

Autor: Patrick Dirrigl
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