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Die skurrilsten Olympia-Fakten

Pleiten, Pannen, Wintermärchen

Die skurrilsten Olympia-Fakten

Die besten Geschichten schreibt das Leben – und Olympia. Aber auch die schrägsten, skurrilsten und witzigsten. Wir präsentieren Ihnen eine Auswahl der interessantesten Fakten.

1924 nahm die Geschichte der Winterolympiade in einem kleinen französischen Bergdrorf ihren Anfang – als Sportturnier für Hobbyathleten . 1988 in Calgary verwandelte sich der Amateur-Zirkus in eine Profi-Veranstaltung. Und natürlich hat sich in dieser langen Zeitspanne  so einiges auf und abseits der Ski-Pisten und Eisbahnen ereignet. Vieles blieb unerwähnt, obwohl es durchaus einen Platz in den Geschichtsbüchern der Olympiade verdient hätte.

1924 Chamonix: Kanada, der Hockey-Goliath

Kanada gilt als das Mutterland des Eishockey. Während die neuartige Freizeitbeschäftigung auf anderen Erdteilen noch ein Schattendasein fristete, war hier der Kampf um den Puck in den 1920 Jahren längst zu einem echten Volkssport geworden. Dementsprechend klar waren die Verhältnisse beim Hockeyturnier während der Ur-Olympiade 1924 im französischen Chamonix: Die Kanadier gewannen – mit einem Torverhältnis von 122 zu 3.

Das Wetter spielt verrückt, als 1928 im Engadin die zweite Winterolympiade ausgetragen werden sollte. Besonders hart trifft es die Skilangläufer. Hier beginnt der Wettbewerb über 50 km bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Als die Athleten das Ziel erreichen, ist die Quecksilbersäule im Thermometer aber gestiegen – um 25 Grad.

Was Kanada für den Eishockeysport ist, ist Skandinavien für die nordischen Ski-Disziplinen: Heimat, Hochburg, Mutterland. Jahrzehntelang waren bei den olympischen Langlauf-Wettbewerben Athleten aus Norwegen, Schweden und Finnland die alleinigen Anwärter auf einen Medaillenrang. Als 1956 erstmals ein Nicht-Skandinavier auf das Treppchen fuhr – der Pole Pavel Kolchin gewann Bronze über 15 Kilometer – glich das einer kleinen Sensation.

Auch bevor Schneemangel in den Alpen durch die Folgen des Klimawandels zum Normalzustand wurde, gab es milde, trockene Winter, die den Veranstaltern von Wintersport-Wettkämpfen großes Improvisationstalent abverlangten. So geschehen bei der Olympiade 1964 in Innsbruck.

Damals wurde das österreichische Bundesheer aktiviert, um von höhergelegenen Hängen Schnee-und Eisblöcke an den Austragungsort der Olympiade zu bringen. Mit Erfolg: die Ski-, Rodel und Bobwettbewerbe, um die man im Vorfeld gebangt hatte, konnten stattfinden.

Als sich die Athleten im Vorfeld der Winterspiele von Grenoble erstmals systematischen Doping- und Gesundheitstests unterziehen mussten, erlebte die Olympiade die vielleicht größte medizinische Sensation ihrer Geschichte: Die österreichische Ski-Weltmeisterin Erika Schinegger entpuppte sich als Mann.

Aufgrund einer nie diagnostizierten körperlichen Fehlbildung, bei der die männlichen Genitalien zwar vorhanden, aber nach innen gewachsen sind, war sie seit ihrer Kindheit für ein Mädchen gehalten wurden. Nach der Diagnose entschied sich Schinegger für eine korrigierende Operation. Fortan lebte sie als Mann – aus Erika wurde Erik.

Die Olympiade in Lake Placid bescherte den amerikanischen Gastgebern ihr ganz eigenes Wintermärchen: 1980 feierte das Eishockeyteam der USA ihren bis dato größten Erfolg, als es die hochfavorisierte Mannschaft aus der UdSSR bezwang und Olympiasieger wurde. Das war umso bemerkenswerter, als die USA mit einer Mannschaft aus College-Amateuren antrat – die Sowjetunion aber mit einer Truppe aus erfahrenen Top-Profis. 2004 wurde diese sportliche Sternstunde verfilmt – hollywoodgerecht unter dem Titel „Miracle“.

1988 fiel die Bestimmung, die es Profisportlern bis dahin verboten hatte, bei den olympischen Spielen an den Start zu gehen. Statt den disziplinierten Top-Athleten waren es aber gerade die sympathischen Underdogs, die den Zuschauern im Gedächtnis bleiben sollten.

Da war der englische Anstreicher Michael Edwards (besser bekannt als „Eddie the Eagle“), der sich trotz Chancenlosigkeit im Skispinrgen versuchte. Und da war das Bob-Team aus Jamaika, das als die „Cool Runnings“ Sport- und später Kinogeschichte schrieb.

Autor: Zeno Bampi Jr.
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